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Sehnde
Mittwoch, 01.12.2021 - 17:41 Uhr

"An(ge)kommen. Augenblicke. Begegnungen. Geschichten."

Wanderausstellung zu Gast in Sehnde

SEHNDE

Flucht und Migration sind Teil der Geschichte Deutschlands. So wie in Sehnde gibt es in jeder deutschen Kommune vielschichtige und generationsübergreifende Erfahrungen mit diesem Thema. Die Wanderausstellung "An(ge)kommen. Augenblicke. Begegnungen. Geschichten." des Forums der Kulturen Stuttgart e.V. beleuchtet die Themen Flucht und Fluchtursachen und gibt Geflüchteten ein Gesicht und eine Stimme. Die Ausstellung ist vom 14. Dezember 2021 bis 21. Januar 2022 in Sehnde zu Gast.

 

In der Ausstellung werden Menschen mit unterschiedlichen Fluchtgeschichten porträtiert: Senioren, die im Zweiten Weltkrieg vertrieben wurden, Geflüchtete, die länger als zehn Jahre hier leben sowie vor kurzem nach Deutschland geflüchtete Menschen. Die einzelnen Erzählungen sind sehr persönlich und geben einen ungetrübten Einblick in die Flucht und das heutige Leben der Porträtierten. Obwohl jede Geschichte individuell ist, gibt es viele Parallelen in den Fluchtgründen und den Erfahrungen. Jede und jeder von ihnen hat eine einzigartige Geschichte, die es wert ist, gehört oder gelesen zu werden.

 

Neben den Themen Flucht und Fluchtursachen ist es auch Ziel der Ausstellung, das Ankommen aus einer anderen als der gängigen Perspektive beleuchten: Flucht und Migration wird als Chance gesehen und die geflüchteten Menschen als Bereicherung für unsere Gesellschaft. Letztere sind bürgerschaftlich engagiert, bekleiden politische Ämter und tragen so maßgeblich zur Vielfalt und zum Reichtum unserer Gesellschaft bei. Aus Geflüchteten werden neue Mitbürger, aus Fremden werden Nachbarn, Bekannte und Freunde.

 

Organisiert wird die Ausstellung in Sehnde von der Flüchtlingshilfe Sehnde e.V., der KGS Sehnde, dem Klinikum Wahrendorff, dem Fachdienst Soziales der Stadt Sehnde und der Gleichstellungsbeauftragten.

 

Die Ausstellung wird an der Fensterfront der Mensa der KGS Sehnde zu sehen sein. Ein Betreten der Mensa ist dazu nicht nötig, alle Exponate können von außen betrachtet werden. Teilweise sind die Exponate in Sprachdateien, die mittels QR-Code abrufbar sind, vorgelesen. Für die Öffentlichkeit ist die Ausstellung Montag bis Freitag ab 16 Uhr und am Wochenende zugänglich. In den übrigen Zeiten ist die Ausstellung den Schulkindern vorbehalten. Besucher werden gebeten, die Abstandsregeln einzuhalten und eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

 

Sollten aufgrund der tagesaktuellen Entwicklungen durch die Pandemie veränderte Verordnungen vom Land Niedersachsen oder der Bundesrepublik Deutschland in Kraft treten, muss die Ausstellung gegebenenfalls abgebrochen werden.

 

Auf Grund der aktuellen Corona-Lage kann sowohl die geplante Eröffnungsveranstaltung als auch ein informatives Rahmenprogramm nicht stattfinden.

 

Ein Grußwort des Bürgermeisters Olaf Kruse sowie weitere Informationen zum Thema werden ab 14. Dezember 2021 unter Opens external link in new windowwww.sehnde.de zu sehen sein. Auf den Webseiten der KGS Sehnde, der Wahrendorffschen Kliniken sowie der Flüchtlingshilfe Sehnde e. V. sind weitere Hinweise abrufbar.

 

Die Veranstaltungen des Rahmenprogramms sollen im Frühjahr 2022 nachgeholt werden, wie die Stadtverwaltung mitteilt.