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Region Hannover
Sonnabend, 30.05.2020 - 16:18 Uhr

Trockenheit: Vorsicht in Wald und Wiesen

Ein durch Unachtsamkeit verursachtes Feuer kann sich aufgrund der Trockenheit schnell ausbreiten.Aufn.: Bastian Kroll

ALTKREIS

Mehr als ein paar Tropfen waren es in den vergangenen Tagen nicht: Durch die langanhaltende Trockenheit ist die Brandgefahr in der Vegetation größer geworden. Das nun kommende Pfingstwochenende, mit viel Sonnenschein und ohne Regen vorausgesagt, wird viele Menschen in die Natur locken. Doch: Vorsicht ist in Wald und Wiesen angebracht, denn schon eine kleine Unaufmerksamkeit kann zu einem großen Feuer führen. Auch das Arbeiten im eigenen Garten sollte mit besonderer Aufmerksamkeit vorgenommen werden.

 

Der Grasland-Feuerindex ist deutschlandweit auf Stufe 4 (von 5) und sagt damit eine "hohe Gefahr" aus und der Waldbrandindex bewegt sich zwischen 3 und 4 (von 5). Daher sollten gerade in diesen Tagen darauf geachtet werden, dass kein offenes Feuer im Wald und auf Wiesen entzündet wird, im Wald nicht geraucht wird, während der Autofahrt keine Zigaretten aus dem Fenster geworfen werden, Fahrzeuge nicht auf Wiesen abgestellt werden und das Glas oder Glasscherben im Wald liegen gelassen werden. Grillen ist nur an gesondert ausgewiesenen Plätzen erlaubt und andernorts verboten. Bei Arbeiten im eigenen Garten, von denen eine erhöhte Brandgefahr ausgeht, sollten im Vorfeld Löschmittel in Form von einem Eimer Wasser oder einem Gartenschlauch bereitgestellt werden. Gerade das Abflammen von Unkraut führt bei der trockenen Vegetation immer wieder zu Feuern, die auch auf benachbarte Gebäude übergreifen können. "Das Abflammen von Unkraut sollte man besser ganz unterlassen", rät Burgdorfs Ortsbrandmeister Florian Bethmann.

 

Er sieht in den kommenden Tagen keine Besserung in Sicht, im Gegenteil: "Gerade in den nächsten Tagen wird die Situation deutlich angespannter", betont er. Als Landwirt kennt er die Gegebenheiten bestens. Vor allem das Verhältnis des Niederschlages zur Verdunstung über Gras sei derzeit stark im negativen Bereich. "In Burgdorf haben wir schon eine klimatische Wasserbilanz von -132 Millimetern, in Uetze ist sie mit -151 Millimetern noch deutlich negativer", gibt er den Stand vom 25. Mai wieder. "Durch die steigenden Temperaturen mit einer hohen Sonneneinstrahlung und dem recht starken und trockenen Wind - welcher auch ein Feuer begünstigt - steigt die Verdunstung nochmals deutlich an", erklärt er. Und so steige auch die allgemeine Brandgefahr.

 

Wenn doch einmal etwas passiert, rät der oberste Brandschützer der Region Hannover, Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing: "Zögern Sie im Ernstfall nicht, die 112 anzurufen." Schon bei einem kleinen Feuer oder einer ungewöhnlichen Rauchentwicklung sollten die Feuerwehrkräfte alarmiert werden. Denn je schneller die Unterstützung der Brandbekämpfer vor Ort ist, desto schneller kann eine Ausbreitung verhindert werden. Die Feuerwehr solle "lieber zu früh als zu spät alarmiert werden", rät Ortsbrandmeister Florian Bethmann.

 

Also: Bei einem Feuer erst den Notruf über 112 absetzen und anschließend - wenn möglich - eigene Löschversuche unternehmen.

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