Wedemark

Grüne Wedemark verabschieden Wahlprogramm zur Kommunalwahl

[WEDEMARK]

Der Ortsverband Wedemark von Bündnis 90/Die Grünen hat sein Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026 verabschiedet. Unter dem Motto „Wir können das. Gemeinsam.“ wurde das Programm im Rahmen des Sommerfestes der Partei in Mellendorf einstimmig beschlossen.

Nach Angaben der Grünen ist das Wahlprogramm das Ergebnis eines mehr als anderthalbjährigen Beteiligungsprozesses. In öffentlichen Sitzungen, Gesprächsrunden und thematischen Beratungen seien gemeinsam mit Bürgern, Mitgliedern, Fachleuten und Interessierten Ideen gesammelt, diskutiert und weiterentwickelt worden.

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Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Wedemark auch künftig gerecht, lebenswert, klimafreundlich und sozial stark gestaltet werden kann. Die Grünen wollen dabei Verantwortung für aktuelle Herausforderungen und für kommende Generationen übernehmen.

„Wir sind sehr stolz auf dieses Wahlprogramm, weil es nicht am Schreibtisch entstanden ist, sondern gemeinsam mit den Menschen in der Wedemark“, sagt Birgit Luttermann, Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Wedemark. „Über anderthalb Jahre haben wir Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Sichtweisen, Sorgen, Ideen und Wünsche einzubringen. Dass dieses Programm nun einstimmig verabschiedet wurde, zeigt den großen Zusammenhalt und die gemeinsame Überzeugung in unserem Ortsverband.“

Schwerpunkte bei Klima, Bildung, Wohnen und Beteiligung

Das Programm setzt nach Angaben der Grünen klare Schwerpunkte beim Umwelt- und Klimaschutz, bei der Klimafolgenanpassung sowie beim Schutz von Natur, Landschaft, Wasser und Artenvielfalt. Zugleich greift es weitere kommunalpolitische Themen auf, darunter Bildung und Betreuung, bezahlbarer Wohnraum, eine moderne und bürgernahe Verwaltung, bessere Mobilität, medizinische Versorgung, Gleichstellung, Inklusion, Ehrenamt, Landwirtschaft, Abfallvermeidung und nachhaltige Finanzen.

„Für uns ist Politik nicht nur die Verwaltung des Bestehenden. Wir wollen die Wedemark so gestalten, dass auch unsere Kinder und Enkelkinder hier gut leben können“, erklärt Co-Vorsitzender Marco Kurz. „Dieses Wahlprogramm zeigt, dass wir Zukunft im Blick haben: mit konsequentem Klimaschutz, mit bezahlbarem Wohnraum, mit starken Kitas und Schulen, mit mehr Beteiligung und mit einer Gemeinde, die mutig, sozial und nachhaltig handelt.“

Ein zentrales Anliegen des Programms ist nach Angaben der Partei eine sozial gerechte Transformation. Klimaschutz solle nicht als zusätzliche Belastung verstanden werden, sondern als Verbesserung im Alltag, etwa durch sichere Schulwege, mehr Schatten und Grün in öffentlichen Räumen, bessere Rad- und Fußwege, moderne Energie- und Wärmeversorgung sowie Schutz vor Hitze und Starkregen.

Auch bezahlbarer Wohnraum spielt eine wichtige Rolle. Die Grünen Wedemark wollen eine Wohnungspolitik, die unterschiedliche Lebenslagen berücksichtigt, darunter Familien, Alleinerziehende, ältere Menschen, Menschen mit geringem Einkommen, Menschen mit Behinderung und junge Menschen, die in der Wedemark bleiben oder zurückkehren möchten. Flächen sollen sparsam genutzt, Leerstand besser aktiviert und Ortskerne weiterentwickelt werden.

„Wir wollen eine Wedemark, die zusammenhält“, so Luttermann. „Dazu gehören bezahlbares Wohnen, gute Betreuung, sichere Wege, starke Vereine, barrierefreie Teilhabe und eine Verwaltung, die transparent arbeitet. Unser Programm verbindet diese Themen mit einer klaren ökologischen Haltung. Denn soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz gehören für uns zusammen.“

Einladung zur Zusammenarbeit

Die Grünen verstehen ihr Wahlprogramm ausdrücklich als Einladung zur Zusammenarbeit. Gute Ideen sollten nicht daran scheitern, von welcher Partei sie kommen. Entscheidend sei, ob sie der Wedemark nutzen und konkret umsetzbar seien.

Das Motto „Wir können das. Gemeinsam.“ stehe für einen Politikstil, der auf Beteiligung, Dialog und Kooperation setzt. Die Grünen Wedemark wollen Bürger weiter einbeziehen, Beteiligungsformate stärken und kommunale Entscheidungen transparenter machen.

Auch die Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden soll stärker in den Blick genommen werden, etwa bei Mobilität, Energie, Wassermanagement, medizinischer Versorgung, Verwaltung, Abwasserinfrastruktur oder größeren Zukunftsinvestitionen.

„Viele Herausforderungen enden nicht an der Gemeindegrenze“, betont Kurz. „Deshalb brauchen wir mehr Kooperation mit anderen Gemeinden und der Region. Ob beim ÖPNV, bei der Wärmeplanung, beim Wassermanagement oder bei moderner Infrastruktur: Gemeinsam können wir bessere, wirtschaftlichere und nachhaltigere Lösungen erreichen.“

Mit dem Wahlprogramm legen die Grünen nach eigenen Angaben einen ambitionierten, aber umsetzbaren Vorschlag für die kommenden Jahre vor. Es enthält konkrete Maßnahmen, setzt auf Priorisierung, Monitoring und transparente Berichte.

„Wir können das gemeinsam – dieser Satz ist für uns mehr als ein Motto“, sagt Luttermann. „Er beschreibt unseren Anspruch: zuhören, einbeziehen, Verantwortung übernehmen und die Wedemark mit den Menschen vor Ort gestalten. Wir wollen streiten, wo es nötig ist, aber vor allem Lösungen möglich machen.“

Bündnis 90/Die Grünen Wedemark lädt Bürger ein, sich weiter einzubringen, Fragen zu stellen und die Zukunft der Gemeinde mitzugestalten.

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