Ute Rodehorst aus dem Ambulanten Hospizdienst verabschiedet
Foto: Andrea Hesse
Nach 17 Jahren im Ambulanten Hospizdienst Burgwedel – Isernhagen – Wedemark ist die leitende Koordinatorin Ute Rodehorst in den Ruhestand verabschiedet worden. Im Mittelpunkt des Sommerfestes des Hospizdienstes im Amtshof stand ihre langjährige Arbeit für die Einrichtung, die in Trägerschaft des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen steht.
Am Tag nach der Feier kam die ehrenamtliche Mitarbeiterin Uta Rot spontan in den Räumen des Ambulanten Hospizdienstes in Großburgwedel vorbei. „Das war ein wunderbares Fest mit einer sehr wertschätzenden Atmosphäre“, sagte sie zu den Koordinatorinnen Ute Rodehorst, Silke Nitschmann und Cathrin Schulze.
Ute Rodehorst hatte sich im Juni 2009 auf die erstmals ausgeschriebene Stelle einer Koordinatorin in der Hospizarbeit in Burgwedel beworben. Die erforderliche Ausbildung brachte sie damals noch nicht mit, dafür aber Erfahrung als Krankenschwester im stationären und ambulanten Dienst sowie eine enge Verbindung zur evangelischen Kirche. Die damalige Hospizinitiative war im Haus der Kirche in Kleinburgwedel von der 2011 verstorbenen Christine Müller aus dem Kirchenkreis heraus gegründet worden.
„Für mich fügte sich mit der neuen Tätigkeit alles wie ein Puzzle zusammen“, erinnert sich Rodehorst. Was ihr zu Beginn an Ausbildung fehlte, holte sie nach. Zugleich gestaltete sie die neue Koordinatorinnenstelle mit. Unterstützt wurde sie bereits damals von 17 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Schon 2010 bot sie gemeinsam mit Christine Müller einen Ausbildungskurs für ehrenamtliche Mitarbeiter in der Hospizarbeit an und führte dieses Angebot in den folgenden Jahren fort.
2011 zog der Ambulante Hospizdienst von Kleinburgwedel nach Großburgwedel in den ersten Stock des Küsterhauses von St. Petri. „Das war ein sehr schöner Ort für uns; allerdings war die Treppe für alle, die nicht mehr gut zu Fuß waren, ein Hindernis“, sagt Rodehorst. 2020 folgte der Umzug in ebenerdige und zentral gelegene Räume in der Nähe des Amtshofes.
Dort haben inzwischen die Koordinatorinnen Silke Nitschmann und Cathrin Schulze den Staffelstab übernommen. Im Büro werden sie von Katrin Ziemens unterstützt. „Wir sind mittlerweile schon ein eingespieltes Team, sind über unser Tun im Hospizdienst in eine gute Verbindung gekommen“, sagen Nitschmann und Schulze. Gemeinsam organisierten sie auch einen großen Teil des Sommerfestes. „Wir wollten Utes Verabschiedung so schön wie nur möglich gestalten“, sagen beide.
Für 2027 planen die beiden Koordinatorinnen bereits die nächste Feier. Dann steht das 20-jährige Bestehen des Hospizdienstes an. Die Feier soll auch genutzt werden, um die persönlichen Beziehungen zu und zwischen den aktuell 57 ehrenamtlichen Mitarbeitern weiter zu stärken. Die Arbeit des Hospizdienstes baue auf Wertschätzung und Vertrauen auf, erklärt Nitschmann.
Ute Rodehorst blickt auf viele prägende Momente ihrer Tätigkeit zurück: erfolgreiche Schulungen, gemeinsame Wochenenden mit den Mitarbeitenden, die Einrichtung des Trauer-Cafés, Benefizkonzerte und Vortragsveranstaltungen mit Franz Rainer Enste sowie viele berührende Begegnungen. „Sie hat Pionierarbeit geleistet“, sagt Silke Nitschmann anerkennend.

