Wedemark

Wedemark und enercity wollen mehr Wasser in der Landschaft halten

[WEDEMARK]

Die Gemeinde Wedemark und enercity wollen ihre Zusammenarbeit beim nachhaltigen Umgang mit Wasserressourcen vertiefen. Ein erstes gemeinsames Pilotprojekt ist eine geplante Renaturierung an der Großen Beeke im Bereich Plumhof. Ziel ist es, Wasser länger in der Landschaft zu halten, den natürlichen Wasserrückhalt zu stärken und die ökologische Entwicklung des Gewässers zu verbessern.

Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski und Carsten Heckmann, Bereichsleiter Fernwärme und Wasser bei enercity, haben zur Bekräftigung der Zusammenarbeit einen Letter of Intent unterzeichnet. Die Vereinbarung bildet den Rahmen für eine engere Abstimmung bei Vorhaben zur Gewässerentwicklung, zur nachhaltigen Wassernutzung und zur Erhebung wasserwirtschaftlicher Daten.

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„Nachhaltiger Gewässerschutz beginnt direkt vor unserer Haustür. Die Renaturierung der Großen Beeke ist ein wichtiger Schritt, um Wasser länger in der Landschaft zu halten und gleichzeitig die ökologische Entwicklung unseres Gewässers zu fördern“, betont Bürgermeister Helge Zychlinski.

Auch enercity sieht in der Kooperation einen Baustein für nachhaltiges Wassermanagement. „enercity setzt seit vielen Jahren Programme zum nachhaltigen Umgang mit Wasserressourcen um. Diese Erfahrungen wollen wir gemeinsam mit der Gemeinde Wedemark gezielt für konkrete Projekte vor Ort nutzen. Gemeinsame Pilotprojekte wie die Renaturierung an der Großen Beeke sind Bausteine, um den Wasserhaushalt zu stärken, die Wasserversorgung langfristig zu sichern und ökologische Verbesserungen miteinander zu verbinden“, sagt Carsten Heckmann.

Große Beeke soll naturnäher gestaltet werden

Als erste konkrete Maßnahme ist vorgesehen, die Große Beeke im Bereich Plumhof auf einer Länge von rund 300 Metern naturnäher zu gestalten, zu verlängern und ökologisch aufzuwerten. Dadurch soll das Gewässer künftig langsamer abfließen und mehr Wasser in den angrenzenden Uferbereichen versickern können. Das unterstützt die Grundwasserneubildung und trägt dazu bei, Wasser länger in der Landschaft zu halten.

Die Große Beeke wurde etwa Mitte des 20. Jahrhunderts als tiefer, geradliniger Graben ausgebaut, um Siedlungen und landwirtschaftliche Flächen schnell zu entwässern. Heute stehen andere Anforderungen im Mittelpunkt: Gewässer sollen nicht nur Wasser ableiten, sondern auch zum natürlichen Wasserrückhalt, zum Hochwasserschutz und zur Artenvielfalt beitragen.

Durch längere Fließwege, vielfältigere Gewässerstrukturen und die Wiederherstellung von Auenbereichen können neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstehen. Das Projekt wird von der Gemeinde Wedemark und enercity gemeinsam entwickelt. Es soll sich in die weiteren Planungen zur Grabenbewirtschaftung im Einzugsgebiet der Großen Beeke einfügen und kann bei Bedarf um weitere Flächen im Umfeld ergänzt werden.

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