Region Hannover

SPD-Regionsfraktion will Mittagessenversorgung an Schulen prüfen lassen

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Die SPD-Regionsfraktion in der Region Hannover will erreichen, dass Kinder und Jugendliche an Schulen künftig verlässlich ein gesundes, gutes, bezahlbares und schmackhaftes Mittagessen erhalten. Gemeinsam mit ihrem Koalitionspartner Bündnis 90/Die Grünen bringt die Fraktion deshalb einen Antrag auf den Weg, mit dem die Einführung einer kommunalen „Regionsküche“ geprüft werden soll.

Kein Kind darf wegen des Geldbeutels der Eltern schlechter essen oder auf ein warmes Mittagessen verzichten müssen“, erklärt Thilo Scholz, schulpolitischer Sprecher der SPD-Regionsfraktion. Gerade mit dem Ausbau der Ganztagsschulen werde gutes Essen in der Schule immer wichtiger, betont Scholz. Es gehe um Gesundheit, Konzentration und faire Chancen für alle Kinder.

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Derzeit gibt es in der Region Hannover viele unterschiedliche Modelle der Schulverpflegung. Qualität, Preise und Angebote unterscheiden sich nach Einschätzung der SPD-Regionsfraktion oft stark von Schule zu Schule. „Unser Ziel ist eine gerechtere und verlässliche Versorgung mit gesunden Mahlzeiten – unabhängig davon, wo ein Kind zur Schule geht“, erläutert Johannes Seifert, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Regionsfraktion.

Mit einer kommunalen Regionsküche könnte die Region Hannover aus Sicht der SPD künftig selbst stärker Verantwortung für Qualität, faire Preise und regionale Lebensmittel übernehmen. Der Antrag sieht vor, auch Landwirte und Produzenten einzubinden sowie den Austausch mit inklusiven Großküchen zu suchen.

Walter Zychlinski, stellvertretender Sprecher für Schule, Kultur und Sport, betont: „Für uns gehört zu einer guten Mittagessenversorgung auch die Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette. Außerdem ist es uns ein wesentliches Anliegen, dass die Mitarbeiter*innen fair entlohnt werden und alle beteiligten Unternehmen sozial und inklusiv arbeiten.“

Für die SPD-Regionsfraktion steht bei dem Antrag vor allem der soziale Gedanke im Mittelpunkt. Gute Ernährung dürfe keine Frage des Einkommens sein. Deshalb sollen gesunde Mahlzeiten für Familien bezahlbar bleiben. Gleichzeitig sollen Familien entlastet werden, unter anderem durch digitale Lösungen bei Bestellung und Abrechnung des Mittagessens.

Der Antrag sieht zunächst eine Prüfung durch die Regionsverwaltung vor. Diese soll untersuchen, welche Modelle sinnvoll und finanzierbar sind und wie eine schrittweise Umsetzung aussehen könnte. Bis Ende 2026 sollen dazu konkrete Vorschläge vorliegen.

Begleitend lädt die SPD-Regionsfraktion am Dienstag, 26. Mai 2026, von 18 bis 20 Uhr zu einer Veranstaltung unter dem Titel „Satt lernt besser“ in das Haus der Region Hannover, Hildesheimer Straße 18, Raum N003, ein. Geplant sind drei Power-Talk-Runden mit ausgewählten Gästen sowie ein Empfangsbuffet mit einer Schul-Caterin.

„Wir wollen, dass jedes Kind in der Region Hannover Zugang zu gesundem Essen hat – unabhängig vom Einkommen der Eltern. Das ist für uns eine Frage der sozialen Gerechtigkeit – denn: Satt lernt besser“, sagt Thilo Scholz.

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