CDU sieht Baustart auf altem FTZ-Gelände als positives Signal
Nach Jahren des Stillstands gibt es auf dem Gelände der ehemaligen Feuerwehrtechnischen Zentrale in Burgdorf erstmals sichtbare Fortschritte. Auf dem Areal sind nach Angaben der CDU in diesen Tagen Baufahrzeuge aufgefahren, zudem wurde eine Baustelle eingerichtet. Für den Burgdorfer Regionsabgeordneten und stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Fraktion in der Regionsversammlung, Oliver Brandt, ist dies ein positives Signal. Zugleich übt er Kritik am jahrelangen Vorgehen der Regionsverwaltung.
„Es ist gut, dass nach vielen Jahren des Wartens nun endlich erkennbar etwas passiert. Die Bürgerinnen und Bürger in Burgdorf haben lange genug auf eine sinnvolle Nutzung dieses zentral gelegenen Grundstücks gewartet“, erklärt Brandt.
Bereits seit der Schließung der alten Feuerwehrtechnischen Zentrale im Jahr 2010 setzt sich Brandt nach eigenen Angaben für eine Wohnbebauung auf dem Gelände ein. In mehreren Anfragen an die Regionsverwaltung habe er in den vergangenen Jahren immer wieder auf den Leerstand hingewiesen und auf eine schnelle Entwicklung gedrängt. Noch in der letzten Anfrage an die Regionsverwaltung vom Oktober 2025 habe diese eingeräumt, dass sich das Projekt durch Verzögerungen beim Nachbargrundstück, neue baurechtliche Anforderungen und eine notwendige Überarbeitung der Planungen weiter verschoben habe.
Geplant ist auf dem Gelände der Bau von 28 geförderten Wohnungen, die bezahlbaren Wohnraum in Burgdorf schaffen sollen. Angesichts steigender Mieten und knapper werdenden Wohnraums sei dies ein wichtiges Projekt für die Stadt. „Dass jetzt endlich Bagger rollen, ist eine gute Nachricht. Trotzdem bleibt festzuhalten: Für weniger als 30 Wohnungen brauchte es vom Leerstand bis zum Baustart rund 16 Jahre. Das ist schlicht zu lang“, so Brandt.
Nach Auffassung der CDU-Regionsfraktion steht das Projekt beispielhaft für strukturelle Probleme beim sozialen Wohnungsbau in der Region Hannover. Zwar würden regelmäßig neue Förderprogramme angekündigt, an der praktischen Umsetzung mangele es jedoch häufig. „Die Region muss künftig dafür sorgen, dass zwischen politischen Beschlüssen und tatsächlichem Baubeginn nicht wieder anderthalb Jahrzehnte vergehen. Wer bezahlbaren Wohnraum schaffen will, muss Projekte schneller steuern und konsequenter begleiten. Für das Burgdorfer Projekt ist nun entscheidend, dass aus dem verspäteten Baustart keine weitere Hängepartie wird und die neuen Wohnungen möglichst zügig fertiggestellt werden“, betont Brandt.