Burgdorf

Burgdorfer Bürger sorgen sich um medizinische Versorgung und Notfallwege

[BURGDORF]

Zahlreiche interessierte Bürger kamen am vergangenen Dienstagabend in den Ratssaal im Schloss Burgdorf, um sich über die zukünftige medizinische Versorgung in der Region Hannover zu informieren. Eingeladen hatte der Seniorenrat Burgdorf zu einer Diskussionsveranstaltung mit Dr. med. Tobias Schilling vom Klinikum Region Hannover (KRH).

Stefan Auerbach vom Seniorenrat Burgdorf begrüßte die Anwesenden und führte in das Thema ein. „Hintergrund der Veranstaltung sind die tiefgreifenden Veränderungen in der regionalen Krankenhausversorgung, von denen auch die Einwohnerinnen und Einwohner Burgdorfs betroffen sind. Die Schließung des Krankenhauses in Lehrte sowie die ungünstige Anbindung des Krankenhauses in Großburgwedel sorgen für große Verunsicherung in der Bevölkerung“, erklärt der Seniorenrat. Unter dem Titel „Medizinstrategie 2030“ plant das Klinikum Region Hannover umfangreiche strukturelle Anpassungen.

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Mit Dr. med. Tobias Schilling, Leiter des Geschäftsbereichs Unternehmensentwicklung der Kliniken Region Hannover, konnte ein ausgewiesener Experte gewonnen werden. In seinem Vortrag erläuterte er die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Krankenhausbetrieb sowie die besonderen Herausforderungen für das KRH. Bereits während des Vortrags beteiligte sich das Publikum aktiv mit zahlreichen Fragen, die Dr. Schilling ausführlich beantwortete.

„Die Vielfalt der Wortmeldungen spiegelte die unterschiedlichen Lebenssituationen der Teilnehmenden wider“, berichtet der Seniorenrat. Thematisiert seien unter anderem die Versorgung mobilitätseingeschränkter Seniorinnen und Senioren, die Erstversorgung von Schwangeren sowie persönliche Erfahrungen mit Krankenhauseinweisungen und medizinischer Betreuung worden. „Große Sorge äußerten viele Zuhörerinnen und Zuhörer auch hinsichtlich möglicher längerer Anfahrtswege für Rettungsfahrzeuge“, so der Seniorenrat.

„Deutlich wurde im weiteren Verlauf der Veranstaltung, dass der zunehmende Personalmangel das zentrale Problem der Krankenhausversorgung darstellt und dies auch langfristig eine große Herausforderung bleiben wird. Auch die anwesenden Abgeordneten der Regionsversammlung und des Niedersächsischen Landtags konnten hierfür keine kurzfristigen Lösungen benennen“, berichtet der Seniorenrat weiter.

Zum Abschluss verabschiedete Stefan Auerbach die Besucher und bedankte sich für das große Interesse. „Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, dass medizinische Themen in der Burgdorfer Bevölkerung auf lebhafte Resonanz stoßen“, so der Seniorenrat Burgdorf. Er plant daher, auch künftig weitere Informations- und Diskussionsveranstaltungen anzubieten.

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