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MIT Sehnde fordert Änderungen bei geplanter Entlastungsprämie

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Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Sehnde fordert Anpassungen bei der geplanten steuer- und abgabenfreien Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro. Nach Angaben der MIT Sehnde haben die Spitzen von CDU, CSU und SPD beschlossen, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten im Jahr 2026 eine solche Prämie zahlen können. Ziel sei es, Arbeitnehmer zu entlasten.

Die Vorsitzende der MIT Sehnde, Kerstin Hawraneck, warnt jedoch davor, dass die Regelung in der bisherigen Form für Betriebe zum Problem werden könnte. „Entlastung ist das Gebot der Stunde – für Beschäftigte und Betriebe. Deshalb darf die Entlastungsprämie nicht zu einer Belastungsprämie für Mittelstand und Handwerk werden. Viele Mittelständler stehen mit dem Rücken zur Wand. Auch wenn die Zahlung freiwillig ist, wird damit eine oftmals nicht erfüllbare Erwartungshaltung bei den Beschäftigten geschürt“, erklärt Hawraneck.

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Kritisch sieht die MIT Sehnde vor allem, dass die steuer- und abgabenfreie Behandlung bislang nur für zusätzliche Leistungen vorgesehen ist. Mit dem Beschluss „Entlastungsprämie praxistauglich ausgestalten – Belastungen für Mittelstand und Handwerk verhindern“ vom 19. April 2026 fordert die MIT, den Anwendungsbereich zu erweitern. So sollen nach ihrer Vorstellung unter anderem auch Überstunden, Mehrarbeit, vergleichbare leistungsbezogene Entgeltbestandteile und Sonderzahlungen steuer- und abgabenfrei honoriert werden können.

Zudem fordert die MIT, den Auszahlungszeitraum über den 31. Dezember 2026 hinaus bis zum 31. Dezember 2027 zu verlängern. Aus Sicht der MIT Sehnde würde dies den Betrieben mehr Planungssicherheit und mehr Spielraum bei der Umsetzung geben.

„Für viele Unternehmen sind Finanzplanungen sowie Lohn- und Tarifverhandlungen für 2026 bereits abgeschlossen. Damit möglichst viele Beschäftigte von der Prämie profitieren können, benötigen die Betriebe mehr Gestaltungsspielraum – Anpassungen bei Geltungsdauer und Anwendungsbereich sind daher zwingend erforderlich“, bekräftigt Hawraneck.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion ist nach eigenen Angaben mit rund 25.000 Mitgliedern der größte parteipolitische Wirtschaftsverband in Deutschland. Sie setzt sich für die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und für mehr wirtschaftliche Vernunft in der Politik ein.

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