Kunst im Alten Park: IntraRegionale bringt monumentale Insekten nach Burgwedel

Der kunstverein burgwedel-isernhagen beteiligt sich in diesem Jahr an der IntraRegionale 2026 und zeigt im Alten Park an der Thönser Straße in Großburgwedel die Ausstellung „vom verschwinden…“ des Bremer Künstlers Peer Steppe. Die Vernissage beginnt am Sonnabend, 16. Mai 2026, um 17 Uhr. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 26. Juli rund um die Uhr.
Mit großen skulpturalen Objekten im Park und einer Installation in einem eigens aufgestellten Container widmet sich die Ausstellung dem Thema Insekten. Im Eingangsbereich ist ein riesenhaftes Insekt in einem Käfig zu sehen, hinzu kommen mehrere skulpturale Insektenköpfe aus Findlingen, die sich in die Parklandschaft einfügen. Die Präsentation ist Teil des dritten gemeinsamen Projekts der IntraRegionale, eines Zusammenschlusses von Kunstvereinen in der Region Hannover, die sich in diesem Jahr dem Thema „Insekten“ widmet.
Damit greifen die beteiligten Kunstvereine ein hochaktuelles Thema auf. Hintergrund ist das seit Jahren beobachtete Insektensterben in Deutschland. Ziel des Projekts ist es, mit Hilfe der Kunst die Sensibilität für die Bedeutung von Insekten für das Ökosystem zu stärken.
Der Bremer Bildhauer Peer Steppe bringt im Alten Park eine eindrucksvolle Verbindung von Natur und Stein zur Geltung. Er bearbeitet schwere irische Kalksteinbrocken, Granit und Basaltlava und fügt Einzelskulpturen zu neuen Formen zusammen. So entstehen überdimensionierte Panzer von Käfern, Insekten und Schalentieren, die wie stille Beschützer im Park ruhen. Besonders spannend ist dabei das Verhältnis von Außen- und Innenform. In den Zwischenräumen der Skulpturen geht es um die Frage, was einst geschützt wurde und was davon geblieben ist.
Steppe, 1968 in Leonberg geboren, arbeitet seit 1986 als freiberuflicher Bildhauer. Nach eigener Aussage beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit verlassenen Schutzhüllen, Panzerungen und der Frage, was übrig bleibt. Oft dienen ihm Insektenteile als Vorbild, die in der Realität nur wenige Zentimeter groß sind, in seinen Arbeiten jedoch monumental erscheinen. Für ihn seien diese Formen Ruinen. Gerade in den vergangenen Jahren habe dieses Motiv eine traurige Aktualität erhalten, weil der Mensch durch ökologischen Vandalismus viel zerstöre.
Die Begrüßung bei der Vernissage übernimmt Stefan Rautenkranz vom kunstverein burgwedel-isernhagen. Eine Einführung gibt der Kulturwissenschaftler Thomas Kaestle aus Hannover. Musikalisch begleitet wird die Eröffnung von der Harfenistin Katharina Zimmermann.
Zusätzlich sind zwei Künstlerführungen mit Peer Steppe geplant. Diese finden am Sonnabend, 30. Mai 2026, sowie am Sonnabend, 13. Juni, jeweils von 15 bis 17 Uhr statt. Treffpunkt ist der Parkeingang an der Thönser Straße.
Die Ausstellung im Alten Park an der Thönser Straße 3 wird von der Stadt Burgwedel und der Bürgerstiftung Burgwedel unterstützt. Weitere Informationen zum Begleitprogramm der IntraRegionale gibt es unter www.intraregionale.org.