Lehrte

Lehrter Rat beschließt Doppelhaushalt mit einem Minus von 46 Millionen Euro einstimmig

Röddensens ehemaliger Ortsbrandmeister Carsten Thiemann wird zum Ehrenortsbrandmeister ernannt.

[LEHRTE]

Der Rat der Stadt Lehrte hat am gestrigen Mittwoch, 11. März 2026, im Kurt-Hirschfeld-Forum im Rahmen seiner Sitzung den Doppelhaushalt für 2026/2027 einstimmig beschlossen. Für 2026 zeichnet sich bei Erträgen von 134 Millionen Euro und Ausgaben in Höhe von 161 Millionen Euro ein Fehlbetrag von 27 Millionen Euro ab, 2027 soll das Defizit bei erwarteten Erträgen in Höhe von 147 Millionen Euro und geplanten Ausgaben von 166 Millionen Euro 19 Millionen Euro ausmachen, das bedeutet für die zwei Jahre zusammen einen Fehlbetrag von 46 Millionen Euro. Als Rücklage stehen der Stadt allerdings 47 Millionen Euro zur Verfügung.

Den Haushaltsentwurf der Stadtverwaltung nahmen die Ratsfraktionen zum Anlasse, dazu Stellung zu beziehen. So traten Hans-Jürgen Licht (SPD), Marco Quesse (CDU), Christian Gailus (Bündnisgrüne), Stefan Henze (AfD), Oliver Gels (WfL) und Anette Sturm-Werner (FDP) ans Rednerpult und stellten ihre Ansichten ihrer Fraktionen über das Zahlenwerk dar. Weitestgehend wurde dem Haushalt zugestimmt. So fiel der Beschluss des Rates einstimmig aus.

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Zu Beginn der Sitzung ist Carsten Thiemann die Bezeichnung „Ehrenortsbrandmeister“ verliehen worden. In der Wehrversammlung vom 23. Januar 2026 hatte die Ortsfeuerwehr Röddensen einstimmig beschlossen, dem Rat der Stadt Lehrte vorzuschlagen, Carsten Thiemann die Bezeichnung „Ehrenortsbrandmeister“ zu verleihen. Stadtbrandmeister Hendrik Voges befürwortete den Antrag. Carsten Thiemann befindet sich seit 1984 in der Einsatzabteilung der Ortsfeuerwehr Röddensen. In der Zeit vom 20. März 2002 bis 30. April 2024 war er Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Röddensen. Carsten Thiemann hat sich bei der Ausübung des Amtes um die Ortsfeuerwehr Röddensen besonders verdient gemacht. Frank Prüße, Bürgermeister der Stadt Lehrte, überreichte Thiemann die Urkunde.

Unterschiedliche Auffassungen im Rat gab es über die Anschaffung eines öffentlichen Trinkwasserspenders in der Innenstadt. Der Antrag wurde von Thore Meiwes (SPD) gestellt. Er begründete seinen Antrag unter anderem damit, dass mit den zunehmenden Hitzewellen und längeren Trockenperioden infolge des Klimawandels der Bedarf an kostenfreiem und leicht zugänglichem Trinkwasser im öffentlichen Raum steige. Trinkwasserbrunnen bieten eine niedrigschwellige Möglichkeit, die Bevölkerung vor Dehydrierung und hitzebedingten Gesundheitsproblemen zu schützen.

Die Installation von Trinkwasserbrunnen würde zudem die Aufenthaltsqualität in der Lehrter Innenstadt verbessern. Nicht zuletzt können Trinkwasserbrunnen als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge und Gesundheitsprävention verstanden werden. Sie sind letztlich auch eine Maßnahme einer vorausschauend klimaresilienten Stadtentwicklung. Bürgermeister Prüße lehnte den Antrag ebenso ab wie die CDU-Fraktion und andere. Es bestehe keine Pflicht, dafür stehe kein Geld zur Verfügung, betonte Prüße. Bei der Abstimmung wurde der Antrag mehrheitlich mit 20 Ja-Simmen bei 17 Nein-Stimmen angenommen.

Einstimmig angenommen wurde dagegen die Annahme von Spenden. So stellt unter anderem der Verein der Freunde Hämelerwald für die Grundschule 5758 Euro zur Verfügung, der Förderverein Arpke der Feuerwehr spendet 621 Euro für einen neuen Wimpel sowie 5675 Euro für eine neue Standarte.

Mit 22 Ja-Stimmen, dreimal Nein und 13 Enthaltungen ist der gemeinsame Antrag der SPD-Fraktion und der Gruppe Grüne/Linke, Straßenlaternen für Ladestationen für E-Autos umzurüsten, angenommen worden.

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