Keine weitere Solaranlage auf Rathaus I – Stadt lädt Innenstadteigentümer zum Thema PV ein

Die Frage, ob und in welchem Umfang auf dem derzeit in Sanierung befindlichen Rathaus I inBurgdorf eine größere Photovoltaik(PV)-Anlage installiert werden soll, hat den Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Bau der Stadt Burgdorf in seiner Sitzung am heutigen Dienstag, 10. März 2026, beschäftigt – und dabei alte Wunden aufgerissen.
Ratsmitglied Simone Heller (Bündnis 90/Die Grünen) erinnerte deutlich daran, dass die Stadt sich bereits 2011 im Klimaschutzpapier selbst zur Vorreiterrolle verpflichtet habe. Konkret geplant ist eine PV-Anlage auf dem Ratssaal – das Hauptdach des Gebäudes scheidet jedoch aus: Es ist bereits an seiner statischen Belastungsgrenze und kann das zusätzliche Gewicht nicht tragen. Heller kritisierte zudem, dass frühere Forderungen nach roten PV-Modulen aus Denkmalschutzgründen schlicht unwirtschaftlich seien und Eigentümer denkmalgeschützter Gebäude nicht unnötig belastet werden dürften. Ihre Fraktion zog den entsprechenden Antrag letztlich zurück – nicht aus Zustimmung, sondern in der Erwartung, dass die bevorstehende öffentliche Infoveranstaltung das Thema in die Breite trägt.
Bauamtsleiter Andreas Fischer betonte, dass die Forderung der Grünen-Fraktion und die Verwaltung beim Grundsatz gar nicht so weit auseinanderlägen. Die Frage sei längst nicht mehr das Ob, sondern das Wie. Mehrere Anträge für PV-Anlagen in der Innenstadt seien bereits positiv beschieden worden, berichtete Fischer. Auf städtischen Gebäuden wie der Feuerwache Schillerslage, dem Bauhof und der IGS sei Photovoltaik bereits installiert; weitere Liegenschaften – darunter Kitas – sollen folgen.
Infoveranstaltung am 26. März
Wer als Eigentümer eines Innenstadtgebäudes selbst über eine Solaranlage nachdenkt, ist am Donnerstag, 26. März, von 17 bis 19 Uhr im Schloss Burgdorf herzlich willkommen. Klimaschutzmanager Volker Krüger lädt ausdrücklich alle Bürger der Innenstadt ein. Ziel der Veranstaltung ist es, über Möglichkeiten und Rahmenbedingungen zu informieren und Eigentümer zu motivieren, Photovoltaik auf ihre Dächer zu bringen – auch und gerade im denkmalgeschützten Bereich.