NAJU-Aktion: Nistkastenpflege in Resse
Foto: NAJU Wedemark, Susanne Brockmann
Am vergangenen Freitag, 20. Februar 2026, herrschten noch Temperaturen von knapp über 0 Grad Celsius. Dennoch traf sich eine kleinere Gruppe von motivierten NAJUs (Naturschutzjugend des NABU Wedemark) in Resse auf dem weitläufigen und naturnahen Grundstück von Familie Grope. Die Aufgabe war, dort mehr als 30 Nistkästen zu reinigen, damit auch in diesem Jahr wieder viele saubere Nistmöglichkeiten für die Vögel zur Verfügung stehen.
Ausgestattet mit Leitern unterschiedlichster Länge machten sich die Kinder und Jugendlichen mit jeweils einer Betreuerin oder einem Elternteil auf den Weg rund um einen herrlichen See, der zu der Zeit noch mit einer Eisschicht bedeckt war, um die Nistkästen, mal hoch auf den Bäumen oder auch niedrig in Wasserufernähe, zu suchen. Es gestaltete sich gar nicht so einfach, die Leitern an den zum Teil schmalen Baumstämmen so zu platzieren, dass die NAJUs sicher zum Nistkasten gelangen konnten.
„Warte, Lukas, wir stellen die Leiter nochmal um, das ist sicherer“, rief eine Betreuerin einem 13-Jährigen zu, der mutig einen hohen Baum hochklettern wollte. Die Leitern wurden von den Erwachsenen gesichert, so dass alle Teilnehmer sicher auf den Boden zurückgelangten.
Am Boden wurde dann der jeweilige Kasten geöffnet und erst einmal gründlich inspiziert:
„Florian, miss mal aus. Wie breit und hoch ist das Loch? Trag das bitte hier auf diesem Blatt ein. Und was hast du in dem Nistkasten gefunden?“ „Das Loch ist etwa 26 mm groß und hier sind einige Federn drin, außerdem Moos und feine Haare“, erwidert der 15-jährige NAJU. „Prima, das müsste dann wahrscheinlich das Nest einer Kohlmeise sein.“
In manchen Kästen roch es streng, und es ließ sich nur Kot finden, der leicht zerbröselte. Da hatte wohl eine Fledermaus einen sicheren Unterschlupf gefunden. Zu aller Erleichterung wurde in keinem der Kästen eine Fledermaus aufgescheucht. Nach zwei Stunden waren die meisten Kästen gefunden, untersucht und gereinigt worden. Zufrieden machten sich alle auf den Weg nach Hause, um sich schnell aufzuwärmen.