110 & 112Burgwedel

Fünf Ortsfeuerwehren sind fünf Stunden im Einsatz

[WETTMAR]

Zu einem Feuer in einem Einfamilienhaus ist es am heutigen Sonntag gegen 3:30 Uhr im Burgwedeler Ortsteil Wettmar gekommen. Für die insgesamt fünf Ortsfeuerwehren war der Einsatz erst nach rund fünf Stunden beendet. Menschen kamen nicht zu Schaden, der Sachschaden ist jedoch hoch.

Mit dem Einsatzstichwort „B2 – Mittelbrand“ wurden die Freiwilligen Feuerwehren Wettmar, Engensen und Thönse in der Nacht in die Richard-Bartels-Straße gerufen.

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Alarmstufe erhöht – Flammen schlagen durchs Dach

Bei Ankunft der ehrenamtlichen Brandbekämpfer der Freiwilligen Feuerwehr Wettmar unter der Leitung von Lea-Sophie Iser wurde ein Vollbrand eines Zimmers im Erdgeschoss des Hauses entdeckt, woraufhin sofort die Alarmstufe erhöht wurde. Daraufhin wurden auch die Ortsfeuerwehr Großburgwedel mit der Drehleiter sowie die Ortsfeuerwehr Kleinburgwedel nachalarmiert. Auch Stadtbrandmeister Carsten Rüdiger wurde ian die Einsatzstelle alarmiert, der im weiteren Verlauf die Einsatzleitung übernahm und den Einsatz koordinierte.

Das Feuer hatte sich schnall in dem Gebäude ausgebreitet. Nunmehr war nicht nur das Zimmer im Erdgeschoss betroffen, sondern die Flammen hatten sich in den Dachbereich ausgebreitet, sodass auch bereits Flammen durch das Dach schlugen.

Der Stadtbrandmeister ließ drei Brandabschnitte bilden: für die Brandbekämpfung, die Wasserversorgung sowie die Atemschutzüberwachung und später die Hygienekomponente, damit sich die Einsatzkräfte mit sauberer Kleidung ausstatten konnten und die kontaminierte Einsatzkleidung fachgerecht abtransportiert werden konnte.

Innenangriff zu gefährlich – Löschen von außen

Schwierig gestaltete sich der Innenangriff. Trupps unter Atemschutz konnten nicht in das Gebäude geschickt werden, weil sehr schnell die Decke herunterkam, wie der Stadtbrandmeister auf Anfrage berichtet. Auch in den Giebel ging es zunächst nicht – dort war nur eine Holztreppe vorhanden, sodass aufgrund der Gefahr von einem Innenangriff abgesehen wurde. Erst, nachdem das Gebäude vom Rauch befreit werden konnte, konnten Einsatzkräfte das Haus betreten.

Von außen wurde das Feuer mit zwei C-Rohren sowie dem Korb der Drehleiter gelöscht. Um besser an die Glutnester heranzukommen, wurde das Dach in großen Teilen abgenommen. Erschwert wurde dies durch eine PV-Anlage auf dem Dach – eine weitere Gefahr.

Hinzu kamen die Außentemperaturen bei minus sechs Grad Celsius. Soweit Wasser auf den Boden traf, war dieser spiegelglatt, sodass Stadtbrandmeister Carsten Rüdiger auch den Bauhof alarmierte, der mehrfach Salz gestreut hatte, damit die Einsatzkräfte nicht stürzen – wie es jüngst bei einem Einsatz auf der Autobahn passiert ist, als ein Feuerwehrmann bereits beim Aussteigen aus dem Fahrzeug ausrutschte und sich das Sprunggelenk brach.

Wasserversorgung über 400 Meter – Haus unbewohnbar

Während vor Ort der Brand bekämpft wurde, hatten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Engensen die Aufgabe, die Wasserversorgung herzustellen. Auch ein Löschbrunnen in etwa 400 Meter Entfernung wurde genutzt, um über eine lange Wegstrecke Löschwasser an die Einsatzstelle zu fördern.

Die Freiwillige Feuerwehr Oldhorst war ebenso in den Einsatz eingebunden: Die Einsatzkräfte aus Oldhorst bauten das Atemschutzgeräteträger (AGT)-Zelt auf und unterstützten beim Betrieb der AGT-Nachsorge, dazu gehören beispielsweise der Kleidungswechsel, Aufwärmen, Versorgung mit Getränken und Verpflegung.

Im weiteren Verlauf wurde die Drehleiter dann auch umgesetzt, um auch einen Anbau noch zu kontrollieren und zu löschen, denn auch hier hatte sich das Feuer bereits in den Dachstuhl vorgearbeitet und diesen in Teilen in Brand gesetzt.

Nach Angaben des Stadtbrandmeisters ist das Haus unbewohnbar und es ist auch fraglich, ob eine Instandsetzung wirtschaftlich gerechtfertigt ist. Personen kamen nicht zu Schaden, das Gebäude war nicht bewohnt. Gegen 8 Uhr konnte die Einsatzstelle verlassen werden, anschließend wurde die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge und Geräte wiederhergestellt. 16 Atemschutzgeräte waren im Einsatz und mussten nun wieder für den nächsten Einsatz vorbereitet werden.

Warum es zu dem Feuer kam, ist nicht bekannt. Die Brandermittler der Polizei werden hierzu ihre Arbeit aufnehmen.

Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Wettmar, Engensen, Thönse, Großburgwedel und Kleinburgwedel mit 65 Einsatzkräften sowie die Polizei, der Rettungsdienst und ein Notarzt.

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