Tipps & Infos
Mittwoch, 07.12.2022 - 12:13 Uhr

WM-Frust statt Wintermärchen: Diese vier Fehler haben für unser Ausscheiden gesorgt!

Aufn.:

REGION

Die Fußball-WM 2022 in Katar hat so gesehen gerade erst begonnen, doch ist sie für die deutsche Nationalmannschaft bereits Geschichte. Für Deutschland endete sie allerdings nicht mit dem fünften Stern, sondern nach 2018 erneut mit einem blamablen Ausscheiden in der Gruppenphase. Damit ist die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick bereits zum dritten Mal in Folge in einem großen Turnier ohne Finalteilnahme geblieben!

 

Schon im Vorfeld haben Medien und selbst die eigenen Fans die Erwartungen an die Mannschaft merklich heruntergeschraubt – bis auf die Mannschaft glaubte also niemand an den fünften Stern. Die Fans sammelten beispielsweise von Beginn an lieber mit Wetten auf Frankreich oder Brasilien ihre Betano Erfahrungen, anstatt ihr Geld auf Neuer & Co. zu setzen. Am Ende eine richtige Entscheidung, denn schon im ersten Gruppenspiel erlebte „Die Mannschaft“ einen herben Dämpfer!

 

In diesem Artikel möchten wir uns vier Fehler anschauen, welche Hansi Flick und Co. während der umstrittenen WM im Wüstenstaat Katar unterlaufen sind. Jetzt lesen und mehr erfahren!

 

Im ersten Gruppenspiel gegen Japan hat Hansi Flick sich verzockt!

Hansi Flick hat sich nicht nur bei der Auswahl seiner Spieler für das erste Gruppenspiel gegen Japan verzockt, sondern auch mit den Auswechslungen während des Spiels. Er hatte die Wahl zwischen dem erfahrenen Rechtsverteidiger Klostermann und dem Innenverteidiger Süle, anstatt die Position auf Rechts mit einem gelernten Rechtsverteidiger auszuschmücken, entschied er sich für Süle. Dies war ein Fehler, denn Süle machte in dieser Position eine sehr unglückliche Figur und war zumindest an einem Gegentreffer maßgeblich beteiligt.

 

Zudem hat Flick keine Reaktion auf die schlechte Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit gezeigt und keine taktischen Änderungen vorgenommen. Vielmehr entschied er sich in der 67. Minute, den starken Gündogan auszuwechseln und dem deutschen Mittelfeld so eine wichtige Stütze zu nehmen. So konnte Japan immer wieder kontern und die deutsche Mannschaft kam nicht mehr zurück ins Spiel.

 

Auch die Auswahl der Spieler war ein Fehler von Hansi Flick. Er hat beispielsweise Nico Schlotterbeck in die Innenverteidigung gestellt, obwohl der talentierte Dortmunder sich bereits in einigen Spielen zuvor grobe Schnitzer leistete. Dies hat sich besonders in der 83. Spielminute bemerkbar gemacht, als die Japaner durch einen Treffer von Asano in Führung gingen – aber auch Neuer war nicht ganz unschuldig an diesem Gegentor.

 

Falsches System – es fehlte ein richtiger Stürmer im Zentrum

Die deutsche Nationalmannschaft spielte in diesem Turnier im gewohnten 4-2-3-1-System. Das bedeutet, dass es einen Stürmer im Zentrum gab, der zumindest in der Theorie das Runde ins Eckige befördern sollte. Die Spieler im Mittelfeld sollten ihn mit Bällen füttern und die gegnerischen Verteidigungsreihen auseinanderziehen, damit der Stürmer den notwendigen Platz hat.

 

Doch leider fehlte diesem System ein wichtiges Element: der klassische Neuner! Weder Havertz noch Müller konnten die Anforderungen dieser Position erfüllen, da sie eher als falsche Neun agieren. Keiner der beiden strahlt dieselbe Torgefährlichkeit aus wie ein echter Mittelstürmer aus, das spiegelt sich am Ende auch in der Chancenverwertung wider.

 

Das Problem hierbei ist, dass Hansi Flick mit dem gebürtigen Hannoveraner Niclas Füllkrug die passende Alternative im Kader hatte. Niclas Füllkrug ist zwar kein international erfahrener Topstürmer, aber er ist ein Spieler, der die Bälle hält und die wichtigen Tore erzielen kann. Dies hat er auch mehrmals als Einwechselspieler bewiesen, wie im Testspiel gegen Oman oder auch im zweiten und dritten Gruppenspiel, als er sofort nach seiner Einwechslung für Gefahr und Tore sorgte.

 

Es herrschte zu viel Unruhe um das Team

Die Unruhe wegen der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Katar und der sogenannten „One-Love-Binde“ war sicherlich auch einer der Gründe für das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft. Bereits vor dem Turnier gab es viel Kritik an dem Austragungsort Katar. Die Hitze und die enge Terminplanung wurden als große Probleme angesehen.

 

Zwar entschloss sich die FIFA dazu, erstmals wegen der Temperaturen die Weltmeisterschaft im Winter auszutragen. Dies führte allerdings ebenfalls zum Unmut der Spieler, weil diese somit die dringend benötigte Winterpause abgeben mussten. Dies alles hat sich letztlich auch negativ auf die Leistung der deutschen Nationalmannschaft ausgewirkt.

 

Ein weiterer Fehler, den die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM gemacht hat, ist die sogenannte Affäre um die „One-Love-Binde“. Dabei möchten die Mannschaften ein Statement gegen Rassismus, Homophobie und dergleichen setzen. In Katar wurde dies aber unter Androhung von Strafen untersagt und im Anschluss gab es seitens der Medien viel Wirbel um diesen Skandal.

 

Dies führte dazu, dass die Spieler durch diese Unruhen die Fokussierung verloren haben und somit ihre Leistungen nicht mehr richtig abrufen konnten.

 

Gegen die Spanier im zweiten Gruppenspiel war der Sieg zum Greifen nah

Es war ein Spiel, das die deutsche Nationalmannschaft unbedingt gewinnen musste. Nach der enttäuschenden Auftaktniederlage gegen Japan stand die Mannschaft unter Druck und die Spanier waren als Favorit in das Spiel gegangen. Doch die deutschen Spieler ließen sich nicht unterkriegen und kämpften bis zum Schluss. Am Ende stand es 1:1, ein Remis, das die deutsche Mannschaft nicht zufriedenstellen konnte.

 

Diese drei Fehler haben Deutschland am Ende des Tages den Sieg genommen:

 

 

  • Die Abstimmung in der Offensive hat nicht funktioniert

In der Offensive hat die deutsche Nationalmannschaft oft keine Ideen und kommt nicht zu klaren Torchancen. Gegen Spanien wurden zwar einige Chancen heraus gespielt, doch die Abschlussschwäche war, wie in den Spielen zuvor, deutlich sichtbar.

 

 

  • Die Ballbehauptung war schwach

Gegen Spanien war die Ballbehauptung der deutschen Nationalmannschaft schwach und die Spieler konnten den Ball oft nicht lange genug gegen das Ballbesitz-Monster (Spanien 65 %, Deutschland 35 %) Spanien in ihren Reihen halten. Dadurch kam Spanien immer wieder zu Ballgewinnen und hatte immer wieder gute Möglichkeiten, die Deutschen auszukontern.

 

 

  • Es fehlte an Durchschlagskraft in der Offensive

Die deutsche Nationalmannschaft hat in der Offensive oft keine Durchschlagskraft und kommt dadurch selten zu guten Torchancen. Gegen Spanien fehlte es insbesondere an Ideen und Kreativität aus dem Mittelfeld, um die spanische Defensive zu überwinden.

 

Fazit – Es gibt einiges bis zur EM 2024 zu tun!

Alles in allem können wir sagen, dass Hansi Flick vor einer großen Herausforderung steht. Er muss aus dem Kader eine Mannschaft formen, die in der Lage ist, die in Deutschland stattfindende Europameisterschaft 2024 zu gewinnen. Denn die deutsche Nationalmannschaft hat in den vergangenen Jahren keine angemessenen Leistungen gezeigt und muss sich endlich wieder beweisen. Wir hoffen, dass Flick diese Aufgabe meistern wird und die deutsche Nationalmannschaft bald wieder zu ihrer alten Stärke zurückfindet.