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Mittwoch, 16.11.2022 - 20:06 Uhr

Kartenspiele für die ganze Familie: Diese Klassiker sind angesagt

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Nicht erst seit der Coronapandemie sind Gesellschaftsspiele wieder voll im Trend. Bereits seit Jahren zeigt sich die Begeisterung für diese Art der Freizeitgestaltung an steigenden Verkaufszahlen und das aus gutem Grund. Sowohl Kinder als auch Erwachsene lieben es, Zeit mit ihren Liebsten zu verbringen. 

 

Interessanterweise sind es aber nicht zwangsläufig die neueren Spiele, die die Menschen begeistern. Auch viele „alte Klassiker“ spielen in zahlreichen Familien eine wichtige Rolle, wenn es einmal mehr heißt: „Spieleabend!“. 

 

Kartenspiele fördern oft nicht nur die Kreativität, sondern auch das soziale Miteinander. Die folgenden Varianten sind besonders beliebt und werden dementsprechend von Generation zu Generation weitergegeben. 

Tipp Nr. 1: Mau-Mau 

Mau-Mau ist ein unterhaltsames Kartenspiel für die ganze Familie. Die Regeln sind vergleichsweise einfach. Daher handelt es sich auch meist um eines der ersten Kartenspiele, dass Kinder lernen, wenn sie dazu in der Lage sind, mehrere Karten sicher in der Hand zu halten. 

 

Hinzu kommt, dass die Aufmerksamkeitsspanne noch nicht allzu sehr ausgeprägt sein muss. Denn: Mau-Mau ist ein schnelles Spiel, bei dem der Sieger oder die Siegerin binnen weniger Minuten feststehen kann. Das Ziel des Spiels ist es, als erster Spieler alle Karten abzulegen. 

 

Um eine Karte ablegen zu dürfen, muss der Wert der ausgespielten Karte mit dem Wert oder der Farbe der obersten Karte auf dem Stapel übereinstimmen. Es gibt verschiedene Aktionskarten, die das Spiel interessanter machen. Zum Beispiel kann eine Aussetzungskarte (meist die 8) verhindern, dass der nächste Spieler eine Karte ausspielen darf. Wer möchte, kann die 7 auch dazu nutzen, um den nachfolgenden Spieler dazu zu zwingen, zwei Karten zu ziehen. 

Tipp Nr. 2: Rommé

Auch Rommé ist ein sehr beliebtes Kartenspiel für die ganze Familie (und zwei bis sechs Personen). Es kann in vielen verschiedenen Variationen gespielt werden. Bei diesem Sammelkartenspiel geht es darum, Reihen von Karten mit gleichen Motiven oder Zahlen zu bilden. Insgesamt bekommt jeder Spieler 13 Karten. 

 

Bevor eine Partie losgeht, vereinbaren die Spieler eine Augenzahl im Bereich zwischen 0 und 9. Danach werden die Rommé Sätze gelegt. Wichtig: Eine Sequenz besteht aus mindestens drei Karten. Und besonders ist, dass alle Karten offen abgelegt werden. 

 

Die Regeln sind zwar sehr einfach, aber die Spieldauer kann von „sehr kurz“ bis „sehr lang“ variieren - je nachdem, wie engagiert die Spieler sind und wie günstig die Karten ausfallen. Rommé ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet, erfordert in der Regel jedoch etwas mehr Konzentration als Mai-Mau.

Tipp Nr. 3: Poker 

Auch Poker wird bei Familien immer beliebter. Hierbei handelt es sich keineswegs um ein Kartenspiel, das nur in „zwielichtigen Casinos“ gespielt werden würde. Natürlich gilt: Wenn man Poker spielen möchte, sollte man die Poker Regeln kennen. Hier lohnt es sich, sich ein wenig einzulesen und auch die jüngeren Mitspieler schon mit Hinblick auf das berühmte Poker Face zu sensibilisieren. 

 

Auch hier gibt es verschiedene Versionen des Spiels, aber die Grundregeln des Pokerspiels sind immer die gleichen: Es gibt fünf Karten, die jeder Spieler bekommt. Der Spieler mit der höchsten Karte gewinnt. Mit ein wenig Übung zeigt sich auch: Es gibt unterschiedliche Strategien, die man anwenden kann, um seine Gewinnchancen zu erhöhen. 

 

Wer mit den Grundregeln vertraut ist, erkennt schnell, dass es sich bei Poker um ein unterhaltsames und spannendes Spiel für die ganze Familie handelt, bei dem der Spaß mit dem passenden Equipment noch ein wenig gesteigert werden kann. In manchen Familien werden sogar regelmäßige Pokerabende, inklusive der passenden Garderobe, gefeiert. 

Tipp Nr. 4: Schwarzer Peter 

Schwarzer Peter ist ein klassisches Kartenspiel, dass Kinder oft schon im Kindergartenalter lernen und auch zuhause mit ihren Eltern spielen wollen. 

 

Das Ziel des Spiels ist es, als Erster alle Karten ablegen zu können. Das Prinzip, das sich hierhinter verbirgt, ist schnell erklärt: Nachdem die Karten ausgeteilt wurden, wird reihum beim jeweils nebenan sitzenden Spieler gezogen. Wer dann ein Pärchen auf seiner Hand hält, darf dieses ablegen. Das Problem: Zum Schwarzen Peter gibt es kein Gegenstück. Das bedeutet: Wer ihn als letztes in der Hand hält, hat verloren. Denn: Alle anderen haben nun ihre Karten abgelegt. 

 

Schwarzer Peter wird mittlerweile in den unterschiedlichsten Kartendesigns – von kindlich bis weitestgehend neutral - produziert. Hier dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Aufgrund der Namensgebung sind allerdings Diskussionen aufgekommen, ob der „Zwarte Piet“ einen rassistischen Hintergrund hat. 

Tipp Nr. 5: Skat

Skat ist ein Klassiker unter den Kartenspielen und freut sich seit einigen Jahren über ein echtes Revival. Die Regeln sind relativ simpel und trotzdem kann man bei Skat sehr lange und intensiv spielen. 

 

Insgesamt treten hier drei Spieler an. Das Prinzip lautet: Zwei gegen einen. Jeder Spieler bekommt zehn Karten. Wichtig: Das Zweier-Team darf sich nicht untereinander absprechen! Die einzelnen Spielabschnitte beim Skat werden als „Stiche“ bezeichnet. Der Spieler, der die Karte mit dem höchsten Wert ausspielt, macht den Stich. Unter anderem gibt es aber auch die sogenannten Trumpfkarten. Sie stechen alle anderen. 

 

Wenn alle Karten ausgespielt wurden, wird gezählt und herausgefunden, welche Partei es geschafft hat, die meisten Augen zu sammeln. 

 

Der Spieler, der allein angetreten ist, braucht für einen Sieg insgesamt 61 Augen. Die Gegenspieler gewinnen, wenn sie mindestens 60 Augen für sich verbuchen konnten.