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Freitag, 03.09.2021 - 09:29 Uhr

Höver hat nun ein Storchennest

Wolfgang Großmann, Heike Busse-Reinicke, Ulf Schärling, Elisabeth Schärling und Sarah Piesik beim Auspolstern des Storchennestes.Aufn.:

HöVER

Jahrelang hatte Elisabeth Schärling aus Höver schon davon geträumt, in ihrem Heimatort ein Storchennest aufzustellen. Am 2. September 2021 war es endlich soweit: Zusammen mit der Firma Holcim, den Ortsratkandidaten der CDU Höver und den Landwirten Ernst Wigger Junior und Senior wurde auf einem Feld der Firma Holcim kurz vor der höverschen Mittellandkanalbrücke das Nest aufgebaut.

 

"Ich kann es noch gar nicht glauben, da ist wirklich ein Traum in Erfüllung gegangen" sagt Elisabeth Schärling, auf deren Initiative das Nest gebaut wurde.  "Ursprünglich sollte es ein Telegraphenmast sein, die sind aber mittlerweile Sondermüll und dürfen nicht mehr verbaut werden", so die Organisatoren. Da es auch um einen geeigneten Standpunkt ging, setzte sich Schärling mit der Firma Holcim in Verbindung. Hier stieß sie bei dem neuen Werksleiter Stephan Hinrichs auf offene Ohren. "Wir unterstützen gerne Aktivitäten, die der Allgemeinheit zu Gute kommen und setzen uns auch für Umwelt- und Naturschutz ein", bekräftigt Hinrichs. Holcim Mitarbeiter Detlef Busse konstruierte mit einigen Auszubildenen das eigentliche Nest, den Masten und das Fundament. Das Nest wurde dann von Elisabeth Schärling und den Ortsratkandidaten der CDU-Höver mit Weidenästen als Nisthilfe vorbereitet.

 

Mithilfe eines Baggers und eines Treckers von Landwirt Ernst Wigger konnte das solide Storchennest aufgerichtet werden. "Alle haben super geholfen", freut sich Elisabeth Schärling. Besondere Dank geht an die Firma Holcim für das Material und die Vorarbeit. Auch die Firma TSN Beton aus Höver hat das Projekt unterstützt. Beim Aufstellen hüpften immer wieder Frösche unter dem Nest herum und mussten verscheucht werden. "Es steht ja auch ganz in der Nähe des Mergelbruchs und Biotopen am Kanal, so dass eine Storchenfamilie dort genug Nahrung finden sollte", so Schärling. Der Umweltbeauftragte der Firma Holcim, Björn Torben Neuhaus, ergänzte, dass der Standort von Biologen auch als geeignet angesehen wird. Im Nachbarort Bilm sind in den vergangenen vier Jahren elf Jungstörche groß geworden. So ein Erfolg ist nur bei einem guten Nahrungsangebot möglich.

 

Nun muss nur noch im Frühjahr ein Storchenpaar dort einziehen. "Wir werden deshalb wohl noch einen Wegweiser aufstellen", lacht Schärling.