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Uetze
Dienstag, 17.08.2021 - 13:03 Uhr

Freie Wählergemeinschaft Katensen im Gespräch mit Oliver Wempe

Aufn.:

KATENSEN

Am Sonnabend, 14. August 2021, trafen sich auf Einladung von Olaf Reese, Spitzenkandidat der Freien Wählergemeinschaft Katensen (FWGK), mehrere Vertreter der Freien Wählergemeinschaft Katensen mit Oliver Wempe, Kandidat BALU / Freie Wähler für den Posten des Uetzer Gemeindebürgermeisters, an der Alten Schule in Katensen.

 

Wie schon zuvor am 24. Juli im Gespräch mit dem Kandidaten der CDU stellte die FWGK konkrete Fragen, in denen es um Schwerpunkte für die Kommunalpolitik der nächsten Wahlperiode aus Katenser Perspektive ging. Oliver Wempe bezog zu den von der FWGK vorgetragenen Fragen Stellung.

 

Thema war beispielsweise die Priorisierung von Bauanträgen, denn die FWGK wünscht sich im Interesse der Katenser Bürger private Bauvorhaben und Hinterbebauungen einfacher und schneller umzusetzen zu können. Laut Wempe sei die Neuordnung der Priorisierung zwar richtig gewesen, werde von der Gemeindeverwaltung aber anders umgesetzt als angedacht, so dass "von einer beschleunigten Bearbeitung leider keine Rede sein könne". Seiner Meinung nach müsse die Gemeinde hier unbürokratischer genehmigen. Vorarbeiten der Bürger und ihrer Planer sollten stärker Berücksichtigung finden, damit private Einzelvorhaben deutlich schneller als zur Zeit an die Region Hannover weitergeleitet werden. Anders bei größeren Baugebieten: Hier sieht Wempe ein größeres Potenzial hinsichtlich der Eigenvermarktung durch die Gemeinde Uetze selbst. Das könne den Gemeindehaushalt durch eine bessere Wertabschöpfung entlasten. Erforderliche Infrastrukturmaßnahmen (wie zum Beispiel KiTas) könnten in den Baulandverkaufspreis mit einfließen. Zudem müsse überprüft werden, ob der Quadratmeterpreis für Baugrundstücke noch marktgerecht sei, zumal in vergleichbaren Nachbarkommunen teils deutlich höhere Preise aufgerufen werden.

 

Eine weitere Frage der FWGK zielte auf die Nachnutzung und den Erhalt der Alten Schule in Katensen, wenn die Kita in die geplanten neuen Räumlichkeiten in Katensen umgezogen ist. Wempe merkte an, dass die finanzielle Lage der Gemeinde wenig Spielraum biete, "brachte gleichzeitig aber kreative Ideen ins Spiel, wie die Übertragung der Immobilie an einen Verein, eine Stiftung oder eine Genossenschaft, die zum einen von der Gemeinde gefördert würden, andererseits aber weitaus größere Möglichkeiten hätten, weitere Fördermöglichkeiten zu beantragen (zum Beispiel KfW-Kredite, Toto-Lotto Niedersachen, Aktion Mensch, und andere). Auch eine Förderung im Rahmen der Leaderregion Aller-Fuhse-Aue könne Wempe sich vorstellen. In jedem Falle gelte es, die Alte Schule in Katensen für die Dorfgemeinschaft nutzbar zu erhalten", gibt die FWGK die Aussagen von Oliver Wempe wieder.

 

Auch hinsichtlich des Standorts einer neuen Kita in Katensen oder Schwüblingsen "positionierte sich Wempe deutlich und stellte heraus, dass es für ihn nicht um ein 'Entweder-oder' sondern um ein 'sowohl als auch' gehen müsse. Synergien, beispielsweise durch Personal, das in beiden Kitas tätig sein kann, müssten in Betracht gezogen werden, um die Finanzierbarkeit zu gewährleisten. Wempe stellte in diesem Zusammenhang heraus, dass nach seiner Auffassung jede Ortschaft der Gemeinde neben einem Dorftreff, einem Festplatz und einem Sportplatz auch über ein innerdörfliches Kinderbetreuungsangebot verfügen müsse", so die FWGK.

 

Die Freien Wähler weiter: "Im Rahmen der Fragen zur Sicherheit und des Straßenzustands in Katensen, unterstützt Wempe deutlich das Ziel der Freien Wählergemeinschaft Katensen, die zulässige Höchstgeschwindigkeit an der Schulbushaltestelle Springweg auf 50 Stundenkilometer herabzusetzen, fürchtet jedoch, dass Region und Polizeiinspektion keine Veranlassung sehen werden, da noch nie etwas passiert sei. Laut Wempe sei es selbstverständlich besser, präventiv zu handeln und brachte für den Fall der Ablehnung durch Region und/oder Polizeiinspektion eine Verkehrsmessung ins Spiel."

 

Angesprochen auf seine Pläne, wie der Zustand der Nebenstrassen in Katensen verbessert werden könne, ohne dass die Anwohner von Ostring, Haferkamp und Eichenweg zur Kasse gebeten werden müssten, schlug Wempe vor, der Ortsrat könne die Strassen auf die Priorisierungsliste der Gemeinde setzen mit dem Ziel, statt einer Grundsanierung eine neue Fahrbahndecke aufzubringen. Einer steuerfinanzierten Lösung erteilte Wempe hingegen eine Absage, da Steuern zum einen nicht zweckgebunden seien und die Gemeinde zum anderen die Hälfte der Steuer an die Region abführen müsse.

 

Auf die Frage, wie der Zustand des dem Realverband gehörenden maroden Abschnitts des Bahnhofsweges verbessert werden könne, brachte Wempe die Idee ins Spiel, den Abschnitt als Gemeinde zu erwerben und zu sanieren. Eine Zusammenarbeit mit der Avista wäre hier sicherlich zielführend. Dem Land könne man darüber hinaus vorschlagen, statt entlang der L387 einen Radweg zu bauen, lieber weiter auf den Katenser Weg / Uetzer Kirchweg als Fahrrad-Verbindungsweg zwischen Uetze und dem Bahnhof Dollbergen zu setzen und stattdessen in eine sicherere Querung der L387 für Fahrräder zu setzen.

 

Der Austausch wurde von allen Beteiligten als äußerst informativ und positiv bewertet. Wempe stellt die erfolgreiche Zusammenarbeit im Rat der Gemeinde Uetze in der zurückliegenden Wahlperiode heraus und betonte, dass die kleinen Partner, wie die Freie Wählergemeinschaft Katensen, BALU und die Grünen die treibenden Motoren waren.

 

Die Freie Wählergemeinschaft Katensen wird auch Florian Gahre (SPD) nach Katensen einladen, um bei allen Kandidaten für das Bürgermeisteramt der Gemeinde Uetze den Blick für die Katenser Themen zu schärfen, denn die FWGK möchte die aus Katenser Sicht notwendigen Maßnahmen schon vor der Wahl präsent machen.