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Lehrte
Montag, 21.06.2021 - 16:27 Uhr

Große Resonanz am Aktionstag "Mietenstopp" im Lehrter Einkaufszentrum Zuckerfabrik.

Klaus Bittner, Klaus Trusch, Brigitte Müller und Reinhard Nold (von links) am Aktionstag "Mietenstopp".Aufn.:

LEHRTE

Am vergangenen Sonnabend, 19. Juni 2021, fanden in mehr als 80 Städten in Deutschland Aktionen für einen bundesweiten sechsjährigen Mietenstopp statt. In Lehrte beteiligten sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit einer Fotoaktion und einem Informationsstand im Einkaufszentrum Zuckerfabrik an dem Aktionstag.

 

"Der Aktionstag war ein voller Erfolg", sagt Reinhard Nold, Vorsitzender des DGB Lehrte. Genau 5 vor 12 skandierten die Lehrter Gewerkschafter "Es ist 5 vor 12! Hopp hopp Mietenstopp!" Viele Einkäufer blieben am Informationsstand stehen, um sich zu informieren und stimmten der Forderung nach einem Mietenstopp zu. Innerhalb einer Stunde waren mehr als 100 Informationsblätter vergriffen.

 

Nold sagte dazu: "Auch in Lehrte sind bezahlbare Mietwohnungen Mangelware. Die Entwicklung der Einkommen kann mit den steigenden Mieten nicht schritthalten. Und durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie hat sich die Lage vieler Mieterinnen und Mieter noch einmal weiter verschärft."

 

"In Lehrte sind die Mieten in den letzten fünf Jahren um 17 Prozent gestiegen. Während 2016 für einen Quadratmeter noch 6,50 Euro zu zahlen waren, mussten Anfang 2021 bereits 7,60 Euro gezahlt werden. Die nächste Bundesregierung muss aktiv werden und den Mieterinnen und Mietern durch einen sechsjährigen Mietenstopp eine Atempause verschaffen", ergänzt Klaus Trusch vom ver.di Ortsverein Lehrte/Sehnde.

 

"In der Zwischenzeit müssen neue, bezahlbare Wohnungen gebaut werden. Dazu brauchen wir eine Ausweitung der Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau, eine neue Wohnungsgemeinnützigkeit und ein soziales Bodenrecht. Zudem muss die Kommune Investoren bei Neubauprojekten stärker auf das Gemeinwohl verpflichten. Bund, Länder und Kommunen müssen sich außerdem wieder verstärkt ihrer Verantwortung als Anbieter günstiger, öffentlicher Wohnungen bewusst werden", fordert Nold.

 

Die genannten Zahlen stammen nach Angaben der Gewerkschafter aus der empirica Preisdatenbank auf Basis der VALUE Marktdaten. "Sie entsprechen den sogenannten Angebotsmieten (Median), also jenen Preisen, zu denen Wohnungen auf dem Markt angeboten werden. Diese Werte bilden die Dynamik auf dem Wohnungsmarkt besser und zeitnaher ab als die sogenannten Bestandsmieten", erklären die Gewerkschafter. Alle Forderungen der Kampagne finden sich unter Opens external link in new windowwww.mietenstopp.de.