Rehkitze in Gefahr: Jagdpächter warnen vor freilaufenden Hunden
Rehkitze liegen derzeit gut versteckt im Wald und auf Wiesen. Freilaufende Hunde können für die Jungtiere zur Gefahr werden. Aktuelle Aufnahmen aus dem Brelinger Berg zeigen, dass dort erneut Hunde abseits der Wege unterwegs waren.
Die Natur befindet sich derzeit in einer besonders sensiblen Phase. Im Waldgebiet Brelinger Berg haben zahlreiche Rehe bereits Nachwuchs bekommen. Gleichzeitig wurden dort mehrfach freilaufende Hunde abseits der Wege dokumentiert. Die jüngste Aufnahme einer Wildkamera zeigt zwei Hunde tief im Waldbestand. Nach Angaben des Jagdpächters Dr. Patrick Jaap entstand das Bild rund 100 Meter vom nächsten Weg entfernt. Bereits zuvor seien vergleichbare Aufnahmen registriert worden.
Für Wildtiere kann dies erhebliche Folgen haben. Rehkitze verlassen sich in ihren ersten Lebenswochen auf ihre Tarnung und bleiben bei Gefahr regungslos liegen. Freilaufende Hunde können die Tiere dennoch aufspüren. Auch Hasen, Bodenbrüter und andere Wildtiere reagieren empfindlich auf Störungen.
„Viele Menschen wissen nicht, welche Auswirkungen ein kurzer Ausflug des Hundes ins Unterholz haben kann“, erklärt Dr. Patrick Jaap.
Die dokumentierten Fälle wurden den zuständigen Behörden gemeldet. Unabhängig von möglichen rechtlichen Bewertungen richtet sich der Appell der Jagdpächter an alle Erholungssuchenden. Wer auf den Wegen bleibt und Hunde anleint, leistet einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Tierschutz.
Die Jagdpächter hoffen auf Verständnis und Rücksichtnahme. Sie erinnern an die gesetzliche Anleinpflicht während der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis zum 15. Juli. In dieser Zeit müssen Hunde in der freien Landschaft, also auf Wiesen, Feldern, in Wäldern und an Gewässern, grundsätzlich an der Leine geführt werden. Schon wenige Meter Abstand zum Waldbestand können helfen, Jungtiere vor unnötigen Gefahren zu schützen.