Burgdorf

Sorgensen: Alle Fraktionen stellen gemeinsam einen Antrag für sicherere L311

[SORGENSEN]

Ein seltenes Zeichen politischer Einigkeit: SPD, Bündnis 90/Die Grünen, CDU und WGS FreieBurgdorfer haben gemeinsam einen Antrag bei Burgdorfs Bürgermeister Armin Pollehn eingereicht, um die Verkehrssituation für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende entlang der L311 in Sorgensen zu verbessern. Der fraktionsübergreifende Antrag vom 13. Mai 2026 reagiert auf anhaltende Beschwerden aus der Bevölkerung – und knüpft an eine Debatte an, die der AltkreisBlitz zuletzt ausführlich begleitet hatte.

Fünf konkrete Forderungen

Der Antrag umfasst fünf Punkte. Erstens soll der Mühlenweg als wichtige Verbindung für den Rad- und Fußverkehr zwischen den Dörfern Weferlingsen, Dachtmissen und Sorgensen zu Zielen im Burgdorfer Norden – darunter IGS, Kita, Schwimmbad und Polizei – offiziell ausgewiesen werden.

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Zweitens beantragen die Fraktionen die Prüfung zweier Mittelinseln: an der Einmündung des Mühlenwegs und an der Einmündung des Plantagenwegs in die L311. Beide Stellen gelten als gefährlich, weil die dortige Kurve die Sicht auf den herannahenden Verkehr stark einschränkt. Besonders morgens zur Hauptverkehrszeit müssten Schülerinnen und Schüler lange warten, um die Fahrbahn sicher überqueren zu können.

Drittens fordern die Fraktionen Tempo 30 auf der L311 – mindestens vom Ortseingang aus Richtung Burgdorf bis zur Einmündung der Kreisbahnstraße (K124). Der bestehende Sicherheitsstreifen für den Radverkehr werde von Radfahrenden gemieden, weil das Sicherheitsgefühl beim Vorbeifahren von Pkw und Lkw mit Tempo 50 fehle. Die Folge: Viele weichen auf den Gehweg der Gegenseite aus – und setzen sich damit einer noch größeren Gefahr aus.

Viertens soll der Sicherheitsstreifen bis zur Querungshilfe am Ortsausgang verlängert und rot markiert werden – nach dem Vorbild des Ortseingangs Otze an der K121, der im Antrag als gelungenes Beispiel ausdrücklich genannt wird. Auch die Überleitung des Radverkehrs von Burgdorf kommend auf die Fahrbahn soll entsprechend umgebaut werden.

Fünftens bitten die Fraktionen darum, den gesamten Antrag mit der Verkehrskommission bei einem Ortstermin zu erörtern – unter Beteiligung der Ortsvorsteher aus Sorgensen, Weferlingsen und Dachtmissen sowie der Vertreter der örtlichen Bürgerinitiative.

Breites politisches Signal

Unterzeichnet haben die Fraktionsvorsitzenden Gerald Hinz (SPD), Simone Heller (Bündnis 90/Die Grünen), Klaus Köneke (CDU) und Rüdiger Nijenhof (WGS FreieBurgdorfer). Dass alle vier Ratsfraktionen diesen Schritt gemeinsam gehen, unterstreicht den Druck, der aus der Bevölkerung kommt – und verdeutlicht, dass die Sicherheitslage an der L311 in Sorgensen von der gesamten Stadtpolitik als ernstes Problem anerkannt wird.

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