Burgdorf

Zahlreiche Wasserrohrbrüche verärgern Bewohner der Südstadt

[BURGDORF]

Gleich dreimal innerhalb einer Woche hat es in der Burgdorfer Südstadt einen Wasserrohrbruch gegeben – und das nach bereits vier weiteren in den vergangenen drei Jahren in der Holbeinstraße. Zudem traf es nicht nur Anwohnerinnen und Anwohner, sondern auch die Gudrun-Pausewang-Grundschule: Dort musste der Unterricht wegen fehlender Wasserversorgung ausfallen.

Drei Brüche in einer Woche

Den Anfang machte ein Rohrbruch am vergangenen Mittwoch, 6. Mai 2026, in der Liebermannstraße auf Höhe der Hausnummer 9. In der Nacht von Montag auf Dienstag folgte gegen Mitternacht ein weiterer Schaden im Bereich Liebermannstraße / Ecke Dürerplatz – und am heutigen Mittwochmorgen, 13. Mai 2026, brach es dort erneut. Während der Versorgungsunterbrechungen stellte der Netzbetreiber Avacon den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern Brauchwasser zur Verfügung. Die Versorgung sei inzwischen wieder vollständig hergestellt, teilt Avacon auf Anfrage vom AltkreisBlitz zam heutigen Mittwochnachmittag mit.

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Nach aktuellem Kenntnisstand geht das Unternehmen davon aus, dass es sich bei den jüngsten Schäden um Folgeschäden des ursprünglichen Rohrbruchs handele: Die betroffenen Leitungen reagierten sehr sensibel auf Druckschwankungen im Netz. Im Zuge der Reparaturarbeiten habe man zudem einen defekten Schieber – ein technisches Absperrventil, mit dem einzelne Leitungsabschnitte reguliert oder im Störungsfall gezielt abgesperrt werden können – gefunden und ausgetauscht. Durch diesen Austausch gehe Avacon derzeit davon aus, dass es nicht zu weiteren Rohrbrüchen kommen sollte. „Eine absolute Garantie kann bei einem unterirdischen Leitungsnetz jedoch grundsätzlich niemand geben“, erklärt eine Unternehmenssprecherin.

Schule ohne Wasser – Unterricht fiel aus

Besonders betroffen war die Gudrun-Pausewang-Grundschule. Dort konnte laut Auskunft der Stadt Burgdorf aufgrund der fehlenden Wasserversorgung der Unterricht nicht stattfinden. Eine Notbetreuung in einem Gebäude ohne Wasser sei kaum möglich – das stellt insbesondere Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind, vor kurzfristige organisatorische Probleme. Die Entscheidung über den Schulbetrieb liege grundsätzlich bei der jeweiligen Schulleitung, teilt Stadtsprecher Sebastian Kattler mit.

Dauerhafte Lösung dauert Monate

Die betroffenen Leitungsabschnitte waren bereits unabhängig von den aktuellen Schäden zur turnusmäßigen Erneuerung in diesem Jahr vorgesehen, teilt der Netzbetreiber dem AltkreisBlitz auf Nachfrage mit. Avacon prüfe derzeit, diese Maßnahmen zeitlich vorzuziehen. Einen genauen Zeitraum könne man noch nicht nennen – man gehe jedoch eher von Monaten als von Wochen aus, da Materialverfügbarkeit, Montagekapazitäten und Genehmigungsprozesse eine Rolle spielten.

Zu den vier früheren Rohrbrüchen in der Holbeinstraße erklärt Avacon, es habe sich jeweils um einzelne Störungen gehandelt, die nach dem Auftreten repariert worden seien. Von einem dauerhaften, ungeklärten Schaden ohne zwischenzeitliche Maßnahmen könne daher keine Rede sein. Mit den drei aktuellen Brüchen kommt die Südstadt damit in jüngerer Zeit auf insgesamt sieben solcher Vorfälle.

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