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Region Hannover ehrt Engagement für nachbarschaftliches Miteinander

[REGION]

Mit der Veranstaltung „Ehrenamt im Fokus“ hat die Region Hannover 25 ehrenamtlich engagierte Personen, Vereine und Projekte für ihren Einsatz für das nachbarschaftliche Miteinander ausgezeichnet. Die Geehrten erhielten am Freitag, 17. April 2026, die Ehrenmedaille der Region Hannover.

Anlass der diesjährigen Würdigung ist auch das 25-jährige Bestehen der Region Hannover. Nach Angaben der Regionsverwaltung steht dieses Jubiläum zugleich für 25 Jahre gelebte Nachbarschaft. Gewürdigt wurden Menschen und Initiativen, die mit persönlichem Einsatz zuhören, vermitteln, begleiten und so zum Zusammenhalt in den 21 Städten und Gemeinden der Region beitragen.

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Der Erste Regionsrat Jens Palandt hob die Bedeutung dieses Engagements hervor. „Unsere 21 Städte und Gemeinden sind eng miteinander verbunden: Wir unterstützen uns gegenseitig, teilen Verantwortung und finden gemeinsame Lösungen“, erklärte er. Was die Region im Großen zusammenhalte, entstehe im Kleinen durch das Engagement ihrer Menschen. Gerade deshalb freue er sich in diesem Jahr besonders, Menschen zu würdigen, die dieses nachbarschaftliche Miteinander mit viel Zeit und Einsatz möglich machten.

Die ausgezeichneten Personen, Vereine und Projekte waren von den Kommunen, den Abgeordneten der Regionsversammlung und den Dezernenten der Regionsverwaltung vorgeschlagen und anschließend von Mitgliedern aus Politik und Verwaltung ausgewählt worden. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ehrung stand ausdrücklich die nachbarschaftliche Hilfe.

Zu den Ausgezeichneten aus Burgdorf gehört das ehrenamtliche Team Deutschförderung im Nachbarschaftstreff Burgdorf. An vier Tagen in der Woche bietet das Team Deutschkurse für überwiegend geflüchtete und zugewanderte Frauen an. Acht Lehrkräfte organisieren eigenständig verschiedene Kursstufen und passen die Angebote individuell an die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen an. Neben dem Sprachunterricht unterstützt das Team auch den Alltag im Nachbarschaftstreff und stärkt Teilhabe, Sprachkompetenz und Selbstvertrauen.

Aus Burgwedel wurden Eduard Bondarenko und Peter Eggert geehrt, wobei Eggert an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnte. Bondarenko begleitet seit 2022 viele aus der Ukraine geflüchtete Menschen bei Arztbesuchen, Schul- und Behördenterminen und hilft beim Ausfüllen von Formularen sowie beim Verstehen amtlicher Schreiben. Eggert engagiert sich seit fünf Jahren vor allem in der Fahrradwerkstatt, in der gemeinsam mit Geflüchteten gespendete Fahrräder repariert und an bedürftige Menschen weitergegeben werden. Auch im Repair-Café hilft er regelmäßig mit.

Für Isernhagen wurden Margarete Ratajczak und Gabriele Schuschke ausgezeichnet. Ratajczak engagiert sich seit vielen Jahren im Seniorenkreis „Neuwarmbüchner Spätlese“, kümmert sich um Einkäufe, gestaltet die Nachmittage mit und besucht Geburtstagskinder. Schuschke leitet seit rund zehn Jahren den DRK-Seniorenkreis in Isernhagen N.B., engagiert sich bei der Tafel Isernhagen und begleitet seit etwa einem Jahr eine Seniorin in Altwarmbüchen im Alltag.

Aus Lehrte erhielt Achim Rüter eine Ehrenmedaille. Er organisiert seit 2019 das Angebot „Gemeinsam statt einsam – Weihnachten/Heiligabend gemeinsam verbringen“ für Senioren und alleinstehende Menschen. Darüber hinaus engagiert er sich bei einer Geschenkeaktion für Kinder aus Familien in schwierigen Lebenssituationen, unterstützt die Duo-Seniorenbegleitung, das DRK in Lehrte sowie die Flüchtlingshilfe Lehrte.

Aus Uetze wurden der Dorftreff Katensen und die Generationenhilfe Dollbergen geehrt, wobei die Generationenhilfe nicht an der Veranstaltung teilnahm. Der Dorftreff Katensen, 2023 von Markus und Julia Huber gegründet, ist zu einem wichtigen Motor der Nachbarschaftshilfe geworden. Angeboten werden unter anderem Kaffeetreffs, Bingo, Wissens- und Handarbeitsgruppen, Filmabende sowie praktische Unterstützung wie Fahrgemeinschaften und Einkaufsbegleitung. Die Generationenhilfe Dollbergen unterstützt Menschen aller Altersgruppen mit Hilfen im Alltag, etwa bei Einkäufen, Arztbesuchen, handwerklichen Arbeiten, Gartenpflege oder digitalen Fragen, und stärkt damit Selbstständigkeit und sozialen Zusammenhalt.

Auch aus weiteren Städten und Gemeinden der Region wurden zahlreiche Initiativen ausgezeichnet, darunter Projekte aus Garbsen, Gehrden, Hannover, Neustadt, Pattensen, Ronnenberg, Seelze und Springe. Die Spannweite reicht von Sprachcafés, Besuchsdiensten und Obdachlosenfrühstücken über Mehrgenerationenhäuser und Quartierstreffs bis hin zu Integrations- und Kulturprojekten.

Mit der jährlichen Veranstaltung „Ehrenamt im Fokus“ hebt die Region Hannover seit Jahren unterschiedliche Bereiche des freiwilligen Engagements hervor. In diesem Jahr stand die nachbarschaftliche Hilfe im Mittelpunkt. Die Region macht damit deutlich, welchen Stellenwert ehrenamtlicher Einsatz für das gesellschaftliche Miteinander und den sozialen Zusammenhalt hat.

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