Foto: Stadtfeuerwehr Lehrte
Ein Gefahrguteinsatz an einem Kesselwagen der Deutschen Bahn hat am heutigen Sonnabendvormittag, 4. April 2026, in Lehrte für einen größeren Feuerwehreinsatz gesorgt. Die Ortsfeuerwehr Lehrte und der Gefahrgutzug der Region Hannover Ost wurden um 11.58 Uhr zum Eisenbahnlängsweg alarmiert.
Bei der ersten Erkundung stellte sich heraus, dass geringe Mengen Kerosin aus einem Auslaufventil eines Kesselwagens austraten. Kerosin ist ein entzündbarer flüssiger Stoff, der Augen und Atemwege reizen kann. Als erste Maßnahme wurde das austretende Kerosin mit einer Schuttmulde aufgefangen. Gleichzeitig stellten die Einsatzkräfte den Brandschutz sicher.



Zunächst versuchten die Feuerwehrkräfte, das Ventil nach dem Brechen der Verschlussplombe weiter zu schließen. Diese Maßnahme führte jedoch nicht zum gewünschten Erfolg. Anschließend tauschten Mitglieder des Gefahrgutzuges die Dichtung des Auslaufventils aus und verschraubten sie wieder fest. Das dabei noch austretende Kerosin wurde in speziellen Auffangwannen aufgenommen, sodass eine Verunreinigung des Erdreichs verhindert werden konnte.
Während des Einsatzes musste der Eisenbahnlängsweg zwischen Brüsseler Straße und Schillerstraße komplett gesperrt werden. Darüber hinaus wurden auch einige Gleise zum Schutz der Einsatzkräfte für den Zugverkehr gesperrt. Nachdem kein weiterer Kerosinaustritt mehr festgestellt worden war, konnten der Einsatz und die Sperrungen gegen 15 Uhr beendet werden. Anschließend wurde die Einsatzstelle an den Notfallmanager der Deutschen Bahn übergeben.
Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Vor Ort waren neben der Ortsfeuerwehr Lehrte und dem Gefahrgutzug der Region Hannover Ost auch der Einsatzleitwagen, die Einsatzleitung der Stadtfeuerwehr Lehrte, der Stadtbrandmeister, der Feuerwehrpressesprecher, der Brandschutzabschnittsleiter 4, der Notfallmanager der Deutschen Bahn sowie der Rettungsdienst.
