Jugendhilfeausschuss nimmt Gewaltschutzkonzept für Kinder- und Jugendarbeit in Lehrte an

Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Lehrte berät während seiner Sitzung am Montag, 16. März 2026, das Gewaltschutzkonzept für die Einrichtungen der offenen und mobilen Kinder- und Jugendarbeit zur Kenntnis. Die Vorlage stellt ein Konzept dar, das über einen Zeitraum von 18 Monaten von den Mitarbeitenden der Kinder- und Jugendarbeit erarbeitet wurde, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor jeglicher Form von Gewalt in den Jugendeinrichtungen und der mobilen Jugendarbeit zu gewährleisten.
Das Konzept ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird jedoch vom Team als dringend notwendig erachtet und zeigt ein hohes Engagement bei der Entwicklung und Umsetzung dieses Schutzes. Es umfasst eine umfassende Analyse der vorhandenen Strukturen, Machtverhältnisse und örtlichen Gegebenheiten sowie eine kritische Reflexion des pädagogischen Handelns. Das Team erkennt an, dass trotz aller Bemühungen einige Risiken, etwa bedingt durch bauliche Gegebenheiten, nicht vollständig beseitigt werden können. Daher hat die Sensibilisierung der Zielgruppen und die kontinuierliche Entwicklung von Lösungen eine hohe Priorität.
Enthalten sind im Konzept die für Gewaltschutzkonzepte üblichen Elemente wie eine Organisationsanalyse mit einer Betrachtung von Ressourcen und Risiken, konkrete Lösungsansätze, eine gemeinsam erarbeitete Selbstverpflichtungserklärung aller hauptamtlichen Mitarbeitenden sowie Bausteine zur Prävention in den Bereichen Personalakquise, Mitarbeitendenunterstützung und Qualifizierung. Darüber hinaus sind detaillierte Abläufe für den Fall notwendiger Interventionen bei Gewaltfällen innerhalb der Einrichtungen geregelt.
Besonderen Wert legte das Team auf die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie auf ein umfassendes Beschwerde- und Feedbackmanagement und transparente Verfahrensabläufe bei Grenzverletzungen. Das Schutzkonzept wird nicht als starres Regelwerk, sondern als flexibles Instrument verstanden, das einrichtungsspezifisch an die Bedürfnisse der jeweiligen Besucherinnen und Besucher angepasst und regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird. Für das Jahr 2026 ist zusätzlich die Entwicklung eines sexualpädagogischen Bausteins vorgesehen.
Ausführliche Informationen stehen in den Ratsunterlagen zur Verfügung: Gewaltchutzkonzept für die Einrichtungen der offenen und mobilen Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Lehrte , Informationsvorlage ohne Haushalt.