Region Hannover
Dienstag, 18.06.2024 - 09:12 Uhr

Jusos Bezirk Hannover wählen neue Doppelspitze bei Bezirkskonferenz in Springe

Lisa Jarmuth (25) aus Weyhe und Marco Albers stehen nun den Jusos Bezirk Hannover vor.Aufn.:

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Die Jusos im Bezirk Hannover, dem größten Bezirk der niedersächsischen SPD, haben bei ihrer Bezirkskonferenz am 15. und 16. Juni in Springe eine neue Doppelspitze gewählt. Lisa Jarmuth (25) aus Weyhe und Marco Albers (28) aus Hannover wurden von den 60 Delegierten der SPD-Jugendorganisation als Vorsitzende gewählt.

 

Marco Albers ist bereits seit 2021 Vorsitzender des Bezirksverbands. Lisa Jarmuth war zuvor stellvertretende Vorsitzende. Vervollständigt wurde der Vorstand durch die Wahl von stellvertretenden Vorsitzenden: Emily Block (Nienburg), Johannes Flügge (Uelzen), Ronja Heinrich (Hannover), Pascal Hemme (Celle), Lara Meyer (Diepholz), Lana Ritter (Nienburg), Leon Schoor (Göttingen), Fidelia Siegismund (Hannover), Mert Sözüçok (Hildesheim), Marlon Weifenbach (Northeim-Einbeck).

 

Die Konferenz stand im Zeichen der kritischen Aufarbeitung der Europawahl 2024, der Politik der Ampel-Koalition und der Schärfung des sozialdemokratischen Profils. Die Jusos äußerten die unmissverständliche Erwartung an die SPD, ihr sozialdemokratisches Profil zu schärfen und sich auf diesen Markenkern in der Bundesregierung zu fokussieren. "Wir müssen die Zukunftsängste junger Menschen in den Vordergrund stellen. Die Ängste einer Generation, die sich von Krise zu Krise gehangelt hat und die nicht mehr an der Wohlstandsversprechen der letzten Jahrzehnte glauben kann. Statt sich von rechten Debatten treiben zu lassen, muss die SPD endlich ihr soziales Profil schärfen", forderte Marco Albers.

 

Zahlreiche Debatten und Diskussionen prägten die Veranstaltung, bei der auch prominente Gäste wie Matthias Miersch, MdB, Bernd Lange, MdEP, und Antonia Hillberg, MdL, Grußworte an die Teilnehmenden richteten und sich zum Ergebnis der Europawahlen und zu den Herausforderungen für die Sozialdemokratie äußerten. Auch die Gäste forderten eine Fokussierung der SPD auf Gerechtigkeitsfragen und entschlossenes sozialdemokratisches Handeln in der Bundesregierung.

 

Ein besonderer Schwerpunkt der Konferenz lag auf der Positionierung gegen den Rechtsruck in Europa. In einer umfassenden Resolution bekräftigten die Jusos ihr Engagement im Kampf gegen rechtsextreme Tendenzen und betonten die Notwendigkeit einer starken sozialdemokratischen Präsenz in der politischen Landschaft. "Für uns steht fest, die SPD muss ihre Rolle als Bollwerk gegen den Rechtsruck in Deutschland und in Europa klarer denn je wahrnehmen! Das bedeutet auch alle rechtsstaatlichen Mittel gegen die rechtsextreme AfD auszuschöpfen. Unsere Demokratie muss wehrhaft sein", so Lisa Jarmuth.

 

Die Jusos bedanken sich bei allen Teilnehmern sowie den Gästen für die anregenden Diskussionen und den konstruktiven Austausch. Die Ergebnisse der Konferenz zeigen, dass die Jusos entschlossen sind, sich weiterhin aktiv für eine gerechte Gesellschaft einzusetzen und die Politik der SPD zu prägen.