Isernhagen
Sonntag, 24.04.2022 - 16:15 Uhr

Kultusminister Tonne übergibt Förderbescheide an Gymnasium und IGS Isernhagen

"Digitalisierung ist ein Prozess!"

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (rechts) überreichte im Beisein des Landtagsabgeordneten Rainer Fredermann und Isernhagens Bürgermeister Tim Mithöfer (von links) die Förderbescheide an den Leiter der IGS, Jens Könecke, sowie an die Schulleiterin des Gymnasiums, Christina Bielefeld.Aufn.: Dana Noll

ISERNHAGEN

Die Digitalisierung an Niedersachsens Schulen schreitet voran. Obwohl es ein großer "Kraftakt ist", wie Grant Hendrik Tonne betonte. Und auch keine "Reaktion auf die Corona-Krise", so der Kultusminister weiter, "Denn der Digitalpakt wurde bereits vor der Pandemie beschlossen. Dennoch habe die Phase des Homeschoolings gezeihgt, dass es großen Nachholbedarf gibt und das Thema Digitalisierung an den Schulen auf der To-Do-Liste nach ganz weit oben gehört.

 

Die Gemeinde Isernhagen beantragte für ihre Grund- und weiterführenden Schulen Gelder aus dem DigitalPakt Schule des Landes Niedersachsens. Für das Gymnasium und die IGS Isernhagen gibt es bereits eine Förderzusage. Die Grundschulen sollen folgen.

 

Grant Hendrik Tonne überreichte am vergangenen Donnerstag, 21. April 2022, auf dem Schul-Campus die Förderbescheide in Höhe von gesamt etwa 620.000 Euro an den Leiter der IGS, Jens Könecke, sowie an die Schulleiterin des Gymnasiums, Christina Bielefeld. 

 

Die weiterführenden Schulen investierten das Geld vorwiegend in technische Ausstattung. So ließ Jens Könnecke die Kinder der IGS per eingespieltem Film sprechen, die das W-LAN kritisierten, aber die Arbeit mit den iPads lobten. "Wir müssen nicht so viel tragen, können zu Hause weiter arbeiten und schnell recherchieren", so die Schüler. Seit vier Jahren bewähre sich das Konzept der IGS. 25 Klassen mit etwa 600 Schülern und 45 Lehrer nutzen die digitalen Medien zur Gestaltung des Unterrichtes und sind mit iPads ausgestattet. Glasfaserkabel, Beamer, moderne Serverstrukturen und W-LAN überall, das "übrigens bestens funktioniert", so Könnecke. "Das ist auch wichtig, denn sonst glühen die Drucker", so der Schulleiter augenzwinkernd weiter.

 

Auf ein etwas anderes Konzept setzt das Gymnasium Isernhagen. Hier wird analoges und digitales Arbeiten vernetzt. In allen Klassen- und Fachräumen finden sich modulare Systeme. Apple TV, W-LAN, Deckenbeamer, Whiteboards, Projektor und nicht zuletzt fünf mobile Tabletwagen mit je 30 iPads stehen zur Verfügung. Gearbeitet wird dennoch überwiegend mit Lehrmaterialien und Büchern. "Wir achten sehr darauf, dass verantwortungsbewusst mit den digitalen Medien umgegangen wird", so Christina Bielefeld. 

 

Eine Cyber-Licence, pädagogische Schulungen für Lehrkräfte und Medienerziehung im laufenden Unterricht sind Teil von Maßnahmen, die einen kritischen und sinnhaften Umgang mit den neuen Medien fördern sollen. 

 

"Das Lehren und Lernen mit den digitalen Medien ist ein Prozess, der unterschiedlich verlaufen kann", stellte auch Kultusminister Tonne klar, "Hinter all`der Technik ist der pädagogische Gedanke der Entscheidende." 

 

Isernhagens Bürgermeister Tim Mithöfer betonte, dass, "die Förderungen nicht der letzte Schritt sind". Mithöfer: "Wir sind daran interessiert, modernes Lernen weiterhin zu ermöglichen."

 

Der Kultusminister ergänzte, "dass es Anschlusslösungen geben müsse" und stellte "einen Digitalpakt Schule 2.0 in Aussicht."

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