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Mittwoch, 20.04.2022 - 19:08 Uhr

Wie man den Krypto-Markt analysiert und gute Investitionen tätigt

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Der Markt für Kryptowährungen ist in den letzten Jahren immer unübersichtlicher geworden. Während es anfangs nur wenige Projekte gab, ist nun eine große Menge an Coins und Tokens verfügbar. In dem Bereich sind hohe Gewinne möglich, doch wegen der enormen Variabilität der Kurse von einzelnen Kryptos kann man ebenso einfach Geld verlieren. In gewisser Hinsicht kann man das Spekulieren auf Kryptowährungen mit dem Gang in ein Online Casino vergleichen. Um dennoch sinnvolle Investitionen in diesem Bereich zu tätigen, muss man scheinbar ein Experte sein. Es gibt allerdings einige Tricks, die den Einstieg erheblich erleichtern und in der Anfangszeit helfen können. 

 

Den Kursverlauf analysieren

Der Wert von Kryptowährungen verhält sich ebenso wie Aktienkurse. Man kann häufig einen Trend ausmachen, dem der Verlauf prinzipiell folgt. Generell ist der Wert von Kryptowährungen in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Allerdings kommt es immer wieder zu sehr raschen, extremen Kursschwankungen. Am Beispiel von Bitcoin lässt sich dieser Verlauf besonders gut betrachten. Während man für die Kryptowährung in der Anfangszeit gerade einmal 0,07 Dollar zahlen musste, hat der Kurs zwischenzeitlich Rekordhochs von mehr als 60.000 Dollar erreicht. Gleichzeitig kommt es teilweise schon innerhalb eines Tages zu enormen Preisschwankungen. Wenn man in eine Kryptowährung investieren möchte, sollte man diesen Umstand auf jeden Fall beachten.

 

Neben generellen Trends kann man aus der Chartanalyse aber auch andere Informationen ziehen. Man konnte zum Beispiel beobachten, dass der Kurs von Bitcoin vor Beginn des Wochenendes normalerweise fällt, nur um am Sonntag wieder in die Höhe zu schnellen. Solche Beobachtungen kann man effektiv nutzen, um sich bei seinen Investitionen auf dem Krypto-Markt einen Vorteil zu verschaffen. 

 

Fundamentaldaten betrachten

Neben der Chartanalyse gibt es eine weitere sehr gute Methode, um Vorhersagen über den Kurs einer Aktie oder Kryptowährung zu machen. Dabei handelt es sich um die sogenannte Fundamentalanalyse. Dabei versucht man den Wert von einer Kryptowährung oder Aktie zu ermitteln, indem man betriebswirtschaftliche Daten und das ökonomische Umfeld eines Unternehmens analysiert. Statt den Kursverlauf eines Coins zu verfolgen, achtet man hier auf Neuigkeiten, die die Währung betreffen. Wenn beispielsweise bekannt wird, dass eine Kryptowährung in einem neuen Land als Zahlungsmittel akzeptiert wird oder große Online-Zahlungsdienstleister die Währung annehmen, kann man davon ausgehen, dass deren Wert steigen wird.

 

Um an diese Informationen zu gelangen, sollte man nicht nur die Finanz-News verfolgen, sondern auch auf Geschäftsberichte und Kapitalflüsse des Unternehmens achten. Der Wert von Kryptowährungen bemisst sich in erster Linie daran, wie sehr sie akzeptiert wird. Wenn man mit einer Krypto nirgends zahlen kann, dann ist sie auch nichts wert. Daher ist bei der Fundamentalanalyse im Krypto-Bereich besonders wichtig, wenn das Zahlungsmittel bei neuen Stellen akzeptiert wird. 

 

Krypto-Kennzahlen

Es gibt einige Kennzahlen von Kryptowährungen, die man leicht überprüfen kann um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie relevant diese sind. Dazu zählen vor allem die folgenden:

 

  1. Versorgung: Man unterscheidet hier zwischen einer Umlauf- und einer Gesamtversorgung. Erstere gibt an, wie viele Coins sich im Umlauf befinden. Die Gesamtversorgung gibt an, wie viele Einheiten der Kryptowährung es insgesamt geben kann. Es ist wichtig, dass die Gesamtversorgung begrenzt ist, so wie sie bei Bitcoin auf 21 Millionen Coins beschränkt ist. So wird ein Wertverlust verhindert, wenn immer mehr Einheiten einer Kryptowährung produziert werden.
  2. Marktkapitalisierung: Die Marktkapitalisierung errechnet sich aus der Umlaufversorgung mal dem Preis pro Coin. Diese Kennzahl kann man leicht nutzen, um sich zwischen ähnlichen Projekten zu entscheiden. Es kann sein, dass zwei unterschiedliche Kryptos sehr ähnliche Fundamentaldaten haben, allerdings deutlich unterschiedliche Marktkapitalisierungen. Wenn die Marktkapitalisierung eines Coins hoch ist, kann man davon ausgehen, dass es mehr Potential hat.
  3. Verteilung: Bei Kryptowährungen kann man herausfinden, wie viele Wallets mit einer bestimmten Währung existieren und wie viele Einheiten diese jeweils halten. Man sollte von Projekten Abstand nehmen, bei denen ein Großteil der Coins auf wenige Wallets verteilt ist. 

 

Die Technologie dahinter verstehen

Ehe man in eine Kryptowährung investiert, sollte man sich auf jeden Fall mit der zugrunde liegenden Technologie auseinandersetzen. An sich beruhen Kryptos wie Bitcoin auf der Blockchain Technologie. Dabei kann es allerdings wiederum Unterschiede geben. Es wird zum Beispiel unterschieden, ob man die Währung mit herkömmlichen GPUs schürfen kann oder nicht, wie hoch die Block Rewards ausfallen oder wie komplex die zu lösenden Aufgaben sind. Auch wenn man keinen technischen Hintergrund hat kann man sich relativ schnell in die erforderlichen Daten einarbeiten und so ein grundlegendes Verständnis dafür erwerben, wie die entsprechende Kryptowährung funktioniert.

 

Wenn man sich mit der entsprechenden Technik sicherer fühlt, kann man auch das Whitepaper eines Projekts analysieren. Dabei kann man herausfinden welche Alleinstellungsmerkmale ein Projekt hat und welche Technologie dabei helfen soll, das Projekt zu realisieren. Man kann sich auch in Ankündigungs-Threads und Foren zu dem Thema aufhalten. Dort erfährt man nicht nur Neuigkeiten, man kann sich auch mit anderen Interessierten austauschen, die einem Fragen meist schnell beantworten können.