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Montag, 18.04.2022 - 12:49 Uhr

Wie leben die Russen in Deutschland heute?

Wie wirkt sich der Krieg in der Ukraine auf die Russen in Deutschland aus?

Pro-russische Demonstranten protestierten gegen die Diskriminierung, der sie seit Russlands Einmarsch in der Ukraine ausgesetzt sind

REGION

Der 24. Februar hat das Leben nicht nur in Deutschland, sondern weltweit geändert. Die Deutschen verbinden sich, um den Ukrainern zu helfen, statt die Zeit im Goodman Casino zu vertreiben oder Geld auf https://besteonlinecasinoschweiz.ch/auslandische-online-casinos-schweiz zu gewinnen.

Die russische Invasion in der Ukraine begann am 24. Februar 2022. Es wurden Angriffe der russischen Streitkräfte auf wichtige Städte in der Ukraine gemeldet, darunter Berdjansk, Tschernihiw, Charkiw, Odessa, Sumy und die Hauptstadt Kiew. Die Experten erklärten, dass der Krieg vom Umfang her der größte in Europa seit 1945 sein könnte. Der Krieg führte zu einer humanitären Krise, da Tausende von Ukrainern in den Westen des Landes und ins Ausland flohen.

 

Als die Menschen in ganz Russland auf die Straße gegangen sind, um gegen den Einmarsch von Präsident Wladimir Putin zu protestieren, verhängten die EU, die USA und andere Länder Sanktionen, die die Wirtschaft von Russland völlig zerstören können. Doch die Zeit läuft und es gibt kein Ende der Getöteten.

 

In dieser Zeit versucht das ganz Europa den Ukrainern zu helfen und unterstützt die Leute, die es kann. In Deutschland aber fanden in den letzten tagen einige Aufmärschen gegen Diskriminierung von Russen statt.

 

Tragödie in Butscha

Die deutsche Regierung hat aufgrund von Satellitenbildern Hinweise darauf, dass Russland an der Tötung von Zivilisten in der ukrainischen Stadt Butscha beteiligt war. Butscha, etwa 40 Kilometer nordwestlich von Kiew, war nach dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine am 24. Februar mehr als einen Monat lang besetzt. Wie ukrainische Beamte mitteilten, wurden die Leichen von 410 Zivilisten in den Städten rund um die Hauptstadt gefunden. Freiwillige Helfer haben tagelang die Leichen eingesammelt, und an den nächsten Tagen wurden weitere Leichen in Butscha gefunden.

 

Das war der weitere Grund, warum so viele Menschen auf die Straßen der deutschen Städte gegangen sind, um die Ukrainer zu unterstützen. Die Russen, die in Deutschland leben, haben aber ganz andere Meinung.

 

Probleme von Russen in Europa

Die Universität in der italienischen Provinz Mailand hat den Kurs des italienischen Schriftstellers Paolo Nori über Fjodor Dostojewski abgesetzt. Später nahm die Universitätsverwaltung Noris Kurs über Dostojewski wieder auf, nachdem sie heftige Kritik geerntet hatte.

 

Auch in Portugal lebende Russen haben sich über unvorteilhafte Reaktionen auf den Krieg beschwert. Ein Nutzer sozialer Medien teilte ein Foto eines Schildes vor einem Restaurant in Portugal, auf dem zu lesen ist: „Wir servieren nicht für Russen.“

 

Ein ukrainischer Mechaniker hat am Samstag versucht, die Jacht seines russischen Chefs in Spanien zu versenken. Sein Versuch scheiterte und er wurde von der Polizei festgenommen.

 

Diskriminierung von Russen in Deutschland

Seit Russland Krieg gegen die Ukraine begonnen hat, sind in Europa lebende Russen Diskriminierung und Feindseligkeit ausgesetzt. Ein im Saarland lebender russischer Staatsangehöriger behauptete, er sei nur entlassen worden, weil er Russe sei. Anna Netrebko, eine russische Opernsängerin, sah sich gezwungen, mehrere geplante Auftritte in Europa abzusagen, nachdem sie wegen ihrer guten Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin heftig kritisiert worden war. Die deutschen Marken Rewe, Penny, Aldi und Netto haben ebenfalls beschlossen, den Verkauf von Produkten aus Russland einzuschränken. Ein Restaurant im Südwesten Deutschlands kündigte an, dass Kunden mit russischem Pass nicht mehr bedient werden. Die Aktion des Restaurants stieß jedoch auf breite Verurteilung in ganz Deutschland und zwang das Restaurant, seine Entscheidung zurückzunehmen.

 

Pro-russische Demonstrationen in Deutschland

Rund 600 prorussische Demonstranten fuhren in einem Konvoi von 400 Autos mit russischen Flaggen durch Hannover in Norddeutschland, während sich rund 3500 Ukraine-Anhänger im Stadtzentrum versammelten. Es seien Zäune errichtet worden, um die pro-russischen Demonstranten von der gegnerischen Demonstration zu trennen. Die Atmosphäre sei zeitweise aufgeheizt gewesen, aber beide Proteste seien weitgehend friedlich verlaufen.

 

Rund 235000 russische Staatsbürger leben in Deutschland, wie aus einer Regierungsstatistik von Ende 2020 hervorgeht. Vor dem Einmarsch Russlands lebten der Statistik zufolge etwa 135000 Ukrainer in Deutschland, seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar sind rund 300000 hinzugekommen.

 

In Frankfurt versammelten sich rund 800 pro-russische Demonstranten zu einem Marsch durch die Innenstadt, nachdem die örtlichen Behörden eine Autokolonne nicht zugelassen hatten. Einige skandierten „Russland“ und hielten ein Transparent mit der Aufschrift: „Wahrheit und Vielfalt statt Propaganda“. Rund 2500 pro-ukrainische Demonstranten versammelten sich an zwei anderen Orten in Frankfurt, hielten Transparente mit der Aufschrift „Stoppt den Krieg“ und trugen  ukrainische Flaggen.