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Montag, 21.03.2022 - 22:30 Uhr

Die Fastenzeit beginnt wieder – doch warum fasten wir eigentlich?

REGION

Die Faschingszeit ist für viele eine einzige Party! Schon die Vorbereitung ist mit viel Spaß verbunden, richtige Faschingsfans machen sich natürlich viele Gedanken über ihre Kostüme. Gefeiert wird dann ausgiebig, der Alkohol fließt und die Nächte sind lang. Diese Zeit ist lustig, aber auch anstrengend für den Körper. Doch der Spaß ist zeitlich genau begrenzt, mit dem Aschermittwoch beginnt dann die Fastenzeit, die bis Ostern andauert. Diese Fastenzeit ist aber in erster Linie nicht nur für die körperliche Erholung nach den Feiern gedacht, sondern hat traditionell eine tiefere geistige Bedeutung, die wir hier ein wenig erläutern möchten.

 

 

Wir kennen und lieben sie – die Faschingszeit

Die Faschingszeit ist bunt und wird ordentlich gefeiert. Umzüge, Sitzungen und Bälle sind farbenfroh, laut und fröhlich. Der Alkohol fließt und auch die gefüllten Krapfen sind beim Fasching nicht wegzudenken. Viel Genuss und Ausschweifungen gehören zu dieser verrückten Zeit einfach dazu. Je nach Region wird der Fasching auch Fastnacht oder Karneval genannt, doch außerdem gibt es einen Namen, der für alle gleich ist. Der ist: die fünfte Jahreszeit. Und diese wird am 11. November um 11 Uhr 11 eingeläutet!

 

Die Fastenzeit

Am Aschermittwoch beginnt dann die Fastenzeit. Der Aschermittwoch ist der siebte Mittwoch vor Ostern. Es beginnt nun nach den wilden Feiertagen eine Zeit der Enthaltsamkeit, eine Zeit der Buße und Besinnung. Jeder kann heute selbst bestimmen, wie er diese Zeit gestalten möchte. Die Kirche gibt hier heutzutage die Regeln des Fastens nicht mehr vor, so wie es früher tatsächlich der Fall war.

 

Fasten im 21. Jahrhundert

Fasten hat natürlich zuerst einmal mit Verzicht zu tun. Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel oder Getränke oder zum Beispiel auf das Rauchen. Aber Verzicht kann aber auch anderes bedeuten, vor allem in unserer Konsumgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Wir haben heutzutage viele andere Dinge, auf die es sich lohnt, einmal zu verzichten. Gerade wenn es nicht ganz leicht fällt! Sei es der Konsum von Serien im Online-Streaming, surfen auf den Social Media Plattformen oder auch das Spielen im Onlinecasino. All das kann ebenfalls als Verzicht für die Fastenzeit genutzt werden.

 

Ostern

Das christliche Fest, das die Fastenzeit, die auch Passionszeit genannt wird, beendet, ist Ostern. An Ostern feiern die Christen die Auferstehung Jesu Christi am Ostersonntag und damit den Sieg des Lebens über den Tod. Diesem Ostersonntag geht die Karwoche voraus, die je nach Land und auch Region andere Traditionen hat. Die Bedeutung der Tage ist jedoch immer die gleiche. Der Gründonnerstag erinnert an das Abendmahl mit den zwölf Jüngern, der Karfreitag an die Kreuzigung Jesu Christi und der Ostersonntag an seine Auferstehung. Der Ostermontag ist der Feiertag der Verbreitung der frohen Nachricht durch zwei der Jünger.

 

Fazit

Fasching ist eine tolle Zeit und Ostern das größte christliche Fest. Doch die sieben Wochen, die dazwischen liegen, sind auch sehr besonders. Die Fastenzeit ist sicherlich heute nicht mehr so wichtig und beachtet wie noch früher, aber die körperliche und geistige Reinigung und Besinnung ist zeitlos. Religiöses Fasten ist etwas anderes, als zum Beispiel das heute so in Mode gekommene Intervallfasten, das einen anderen Hintergrund hat. Beim religiösen Fasten geht es um Enthaltsamkeit und die Nähe zu Gott als Vorbereitung auf Ostern, die Zeit des Sterbens und der Auferstehung Jesu Christi. Das vergessen wir heutzutage oft. Das Verständnis der Fastenzeit gehört aber zum vollständigen Verständnis der Bedeutung von Fasching und Ostern einfach dazu.