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Lehrte
Freitag, 14.01.2022 - 20:10 Uhr

Gruppe "Lehrte solidarisch" ruft zur Demonstration am Sonntag auf

Demonstration Sonntag, 16. Januar, 17:30 Uhr, am Rathausplatz

Aufn.:

LEHRTE

Für kommenden Sonntag, 16. Januar 2022, ruft die neugegründete Gruppe "Lehrte solidarisch" zu einer Demonstration ab 17:30 Uhr am Lehrter Rathausplatz auf.

 

"Anlass sind die verschwörungsideologischen Proteste, die in den letzten Wochen auch in Lehrte stattfanden. Wir sehen rechte Verschwörungsmythen als Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir fordern eine wissenschaftsgeleitete solidarische Pandemiebekämpfung", so die Gruppe.

Forderungen

"Wir fordern: Geschlossene Krankenhäuser müssen wieder geöffnet werden, die Arbeit im Gesundheitswesen attraktiver und besser bezahlt werden. Außerdem fordern wir eine global gerechte Verteilung des Impfstoffs. Internationale Solidarität ist gefragt! Soziale Ungerechtigkeit darf durch die Coronamaßnahmen nicht verstärkt werden. Beim Pandemiemanagement müssen alle gesellschaftlichen Gruppen mitgenommen werden, von Schüler*innen über Studierende bis zu Kranken und Menschen in Pflegeeinrichtungen", erklärt die Gruppe.

 

Unterstützung u.a. von Ratsfraktionen und Verbänden

Der Demonstration haben sich inzwischen angeschlossen: DGB Lehrte, Bündnis 90/ Die Grünen, Die Linke und "Wir für Lehrte". Zudem kündigten zahlreiche Privatpersonen ihre Unterstützung an. "SPD und Jusos hatten bereits letzte Woche, ebenso wie Fridays for Future ihre Unterstützung angekündigt", erklärt die Gruppe.

 

Adriana Simecek, Krankenschwester und Ratsfrau der Linken verdeutlicht: "Viel zu lange haben wir den "Spaziergängern" und ihren unangemeldeten Versammlungen in vielen Städten den Raum gelassen, unsere Gesellschaft abzubilden und damit zu spalten."

 

Sie ist sich sicher: "Wir brauchen einen solidarischen und weltoffenen Umgang mit der Pandemie. So kenne ich Lehrte und die Mehrheit unserer Bürger. Und das sollten wir auf die Straße bringen, mit Maske und Abstand und einem klaren "Nein!" zu Verschwörungstheorien!"

 

Reinhard Nold, Vorsitzender des DGB in Lehrte warnt: Rechte Gruppen würden Menschen vereinnahmen, die teils berechtigte Fragen zur Impfung hätten. "Wir dürfen diese Menschen nicht verlieren". Gegen Rechts müsse man "klare Kante" zeigen.

 

Demonstration

Zur Demonstration erwarten die Organisatoren inzwischen deutlich mehr als die zunächst angekündigten 30 Personen. "Wir freuen uns, dass die Forderung nach solidarischer Pandemiebekämpfung offenbar eine so breite Zustimmung in der Gesellschaft findet. Wir weisen noch einmal ausdrücklich auf Hygienemaßnahmen hin und bitten die Demonstrierenden: Haltet Abstand, tragt eine FFP2-Maske und kommt am besten getestet."

 

Nach dem Start mit verschiedenen Reden der Bündnispartner bewegt sich die Demonstration über Berliner Allee und Burgdorfer Straße zum Kurt-Hirschfeld-Forum. Von dort aus geht es dann über die Manskestraße zurück zum Rathaus. "Gemeinsam gehen wir auf die Straße und zeigen, dass Lehrte kein Platz für Verschwörungsideologie und Nazitum ist". erklären die Organisatoren.

 

Beobachteter Rechtsruck auch in Lehrte

Die Gruppe schreibt abschließend: "Auch gegen andere Umtriebe in Lehrte setzen wir uns ein: Seit einigen Monaten tauchen hier häufiger Sticker rechtsradikaler Organisationen auf, verbunden mit antisemitischen Schmierereien. Das deutet darauf hin, dass auch rechte Gruppen versuchen, in unserer Stadt Strukturen aufzubauen. Dem stellen wir uns entgegen und bieten Menschen die Möglichkeit, sich gegen Rechte zu organisieren. Wir rufen alle, die sich gegen Schwurbis und Nazis einsetzen wollen, dazu auf, zu unserer Demonstration am Sonntag zu kommen."

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