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Sehnde
Dienstag, 28.12.2021 - 21:08 Uhr

Brand zerstört Einfamilienhaus

Nachdem der Innenangriff abgebrochen werden musste, konnte erst mit einem Bagger und aus den Rohren von zwei Drehleitern ein Löscherfolg erzielt werden.Aufn.: Stadtfeuerwehr Sehnde

Im Sehnder Ortsteil Rethmar ereignete sich am heutigen Dienstag, 28. Dezember 2021, ein Dachstuhlbrand in einem Einfamlienhaus. Das Wohnhaus wurde vollständig zerstört und für die umfangreichen Löscharbeiten abgerissen. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt.

RETHMAR

Das Brandereignis in einem Einfamilienhaus ereignete sich gegen 10:40 Uhr im Sehnder Ortsteil Rethmar. Nach Angaben der Feuerwerh ist bereits bekannt, "dass das Feuer durch Handwerkerarbeiten im Dachgeschoss ausgelöst wurde", wie Feuerwehrpressesprecher Karsten Gurkasch mitteilt.

 

Die Handwerker reagierten nach seinen Angaben "trotz der erschreckenden Situation vorbildlich, setzten den Notruf ab und unternahmen erste Löschversuche, jedoch breitete sich das Feuer blitzschnell in Wand, Dach und Deckenbereich aus". Den Handwerkern blieb nur der Rückzug und die Evakuierung der Bewohner.

 

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stieg bereits dichter Rauch aus dem Dachbereich des Einfamilienhauses, welches in Fertigbauweise errichtet wurde. Flammen waren jedoch von außen nicht erkennbar. Umgehend rüsteten sich Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung aus und gingen in das Gebäude zur Brandbekämpfung vor. Bereits in kürzester Zeit breitete sich das Feuer im kompletten Dachbereich aus.

 

Die enorme Hitze durch das Feuer im Inneren des Gebäudes nahm so stark zu, dass die Kräfte der Stadtfeuerwehr Sehnde den Innenangriff abbrechen mussten. Eine weitere Herausforderung war es, den hohen Bedarf an zusätzlichem Löschwasser an der Einsatzstelle sicherzustellen. Dieser wurde durch zusätzliche Löschwasserleitungen aus einem entfernten Löschbrunnen sichergestellt. Hierzu musste die Bundesstraße 65 teilgesperrt werden. Parallel wurde ein Außenangriff eingeleitet und eine weitere Drehleiter aus Lehrte angefordert sowie die Alarmstufe erhöht, um ausreichend Atemschutzgeräteträger an der Einsatzstelle zu haben. Doch auch der massive Einsatz von Löschmittel und Technik waren nicht von Erfolg geprägt.

 

Um die Löschmaßnahmen fortzuführen und vor allem auch zu beenden, musste der Abriss des Gebäudes eingeleitet werden. Daraufhin wurde ein Abbruchunternehmen aus Lehrte beauftragt, um das Gebäude abzutragen.

 

Erst während der Abrissarbeiten zeigte sich das ganze Ausmaß des Schadfeuers: Bereits die gesamte Balkenlage der Erdgeschossdecke sowie alle tragenden Holzbalken waren in Brand geraten. Erst jetzt konnten die Feuerwehrkräfte den erwünschten Löscherfolg erzielen. Der Einsatz dauert noch an, das Einsatzende wird gegen 22 Uhr erwartet.

 

Im Einsatz war die Stadtfeuerwehr mit 120 Einsatzkräften aus den Ortsfeuerwehren Rethmar, Evern, Sehnde, Dolgen, Klein Lobke, Wehmingen, die Feuerwehr Lehrte sowie der Rettungsdienst mit zwei Rettungstransportwagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug. Zur Brandursache hat die Polizei weitere Ermittlungen aufgenommen.

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