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Isernhagen
Donnerstag, 16.12.2021 - 08:43 Uhr

Grüne fordern: "Kinder in den Fokus"

ISERNHAGEN

Inzwischen haben in Isernhagen die frisch gewählten Ratsmitglieder und der neue Bürgermeister ihre Arbeit aufgenommen. "Im Kommunalwahlkampf versprachen alle Parteien, sich stärker für die Belange der Kinder in Isernhagen einzusetzen. Auch wegen dieser Versprechen wurden sie gewählt", so die Grünen.

 

"Da gibt es zum Beispiel ein Thema, das am Donnerstag im Gemeinderat hätte behandelt werden sollen: Die Ausbildungsinitiative für die Kindergärten in Trägerschaft der Gemeinde. Dieses Thema ist soeben von der Tagesordnung verschwunden. In den Ausschüssen waren (fast) alle Gemeinderatsmitglieder einverstanden, die Ausbildungsinitiative für ErzieherInnen aufzustocken. Die Opens external link in new windowBeschlussvorlage der Verwaltung sah vor, dass die angehenden ErzieherInnen 30 Stunden pro Woche zuzüglich Sachleistungen bezahlt bekommen sollten statt der bisherigen 23 Stunden", teilen die Grünen mit. Darauf hätte sich die Politiker auch auf überparteilich geeinigt und so werde es auch von einigen umliegenden Gemeinden gehandhabt. "Ein erster sinnvoller und wichtiger Schritt, um die Ausbildung hier in Isernhagen attraktiver zu machen und somit bestenfalls Personal zu gewinnen", so Gemeinderatsmitglied Dr. Gretha Burchard. Zurzeit gibt es auch in der Gemeinde Isernhagen einen gravierenden Mangel an ErzieherInnen. Es seien nach ihren Angaben derzeit etwa 13 Stellen in den fünf Gemeindekitas unbesetzt.

 

"Bevor der Gemeinderat diesen ersten Schritt am Donnerstag hätte beschließen können, wurde die Vorlage zwischenzeitlich komplett zurückgezogen. Bereits in der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Familie, Jugend und Senioren (SFJSA) am 1. Dezember 2021 deutete sich leider an, dass die zuvor abgesprochene 30-Stunden-Lösung bröckelte: fast alle Mitglieder zeigten sich einverstanden, die Ausbildungsinitiative für ErzieherInnen in dieser Form aufzustocken. Lediglich die Ausschussmitglieder der SPD gaben zu erkennen, nicht mehr hinter den 30 Stunden zu stehen", so Dr. Gretha Burchard.

 

In Nachgang habe dann die Verwaltung in einer Stellungnahme zu der eigenen Vorlage erläutert, wieso der 30-Stunden-Kompromiss auch nach ihrer eigenen Einschätzung nicht beschlussfähig ist. "Für uns sind die angeführten Argumente gegen den Kompromiss von Seiten der SPD und der Verwaltung nicht nachvollziehbar. Das muss sie den Familien jetzt einmal erklären. Verlässliche Zusammenarbeit ist das jedenfalls nicht", wundert sich Ausschussmitglied und Ratsherr Dr. Christof Litschko. 

 

"Insbesondere für die Eltern und Kinder ist dies sehr bedauerlich und ein herber Rückschlag", so die Gruppe Grüne/Partei weiter. Denn Eltern und Kinder müssten wegen Personalmangels wieder Teilschließungen von Gruppen befürchten. Dies sei gerade in den angespannten Coronazeiten eine zusätzliche Belastung für Familien mit kleinen Kindern. Zudem sei von einer Zuspitzung der ohnehin prekären Personalsituation durch die Neufassung des NKiTaG auszugehen, denn ab dem 1. August 2025 müsse in jeder Krippengruppe, in der elf oder mehr Plätze belegt sind, während der gesamten Kernzeit zusätzlich eine dritte Kraft regelmäßig tätig sein.

 

"Es ist noch ein sehr weiter Weg zur kinderfreundlichen Gemeinde, aber wir als Gruppe Grüne/Partei werden uns im Rat unermüdlich weiter für unsere Kinder und Familien einsetzen", so Dr. Gretha Burchard von den Grünen.