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Region Hannover
Mittwoch, 15.12.2021 - 17:00 Uhr

Integrationsfonds 2021: "Miteinander - Gemeinsam für Integration"

48 Bewerbungen sind eingegangen / Die Region fördert 23 Projekte

REGION

Mädchen und junge Frauen im Alter von zwölf bis 25 Jahren mit Zuwanderungsgeschichte lernen im Musikzentrum Hannover, wie sie selbst Musik machen und sich auf diese Weise ausdrücken könne. In Burgdorf arbeiten Seniorinnen und Senioren des ehrenamtlichen Handwerkerservice gemeinsam mit Zugewanderten, um Menschen im Alltag mit kleinen Dienstleistungen zur Hand zu gehen. In Uetze bekommen Frauen mit Migrationshintergrund Schwimmunterricht.

 

Drei von insgesamt 23 Projekten, die die Region aus dem Integrationsfonds "Miteinander - Gemeinsam für Integration" 2021 fördert. Der Regionsausschuss hat der Förderung am Dienstag, 14. Dezember, zugestimmt. Die Regionspolitik folgte damit der Empfehlung einer sechsköpfigen Jury, die die Anträge bewertet hatte. Insgesamt 48 Bewerbungen waren bei der Region eingegangen. Für das Förderjahr stellt die Region rund 143.000 Euro zur Verfügung. Die Förderbeträge für die einzelnen Projekte betragen zwischen 750 und rund 30.000 Euro.

 

"Die Pandemie macht deutlich, wie wichtig Solidarität und Zusammenhalt in der Gesellschaft sind", sagt Jurymitglied Ute von Wrangell. Aus 14 verschiedenen Kommunen sind in diesem Förderjahr Bewerbungen eingegangen. Neben den Projekten vor Ort lag ein Schwerpunkt auf Begegnungen im digitalen Raum. "Wir hatten dieses Mal auch viele digitale Konzepte unter den Bewerbungen", berichtet Resa Deilami, Leiter der Koordinierungsstelle Integration. "Es ist gerade in Zeiten von Social Distancing toll zu sehen, dass es viele gute Ideen gibt, die zeigen, dass ein lebendiges Miteinander von Menschen unterschiedlichster Kulturen und Herkunftsländer auch digital funktionieren kann", freut sich Deilami und bedankt sich gleichzeitig bei der Jury für die geleistete Arbeit.

 

Das Gremium hatte bereits im Frühjahr festgelegt, dass vor allem Vorhaben aus den Bereichen Bildung und Ausbildung, Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe von Frauen sowie Projekte, die das Miteinander der Generationen zum Ziel haben, gefördert werden. Kriterien für die Vergabe waren unter anderem Niederschwelligkeit, Nachhaltigkeit, Vorbildcharakter, Innovation sowie die aktive Mitarbeit von Migrantinnen und Migranten. Regionspräsident Steffen Krach dankte der Jury, aber auch den Initiativen und Vereinen, die sich um eine Förderung beworben haben, für ihre Arbeit. "Auch wenn im Moment andere Themen im Fokus stehen - die Aufgabe, Menschen, die aus anderen Ländern nach Deutschland kommen, hier gut zu empfangen und in unserer Gesellschaft aufzunehmen, ist eine Daueraufgabe. Ich freue mich, dass es in der Region Hannover ein großes Engagement gibt, um Menschen mit Zuwanderungsgeschichte das Ankommen zu erleichtern."

 

Seit 2009 bezuschusst die Region Hannover unter dem Motto "Miteinander - Gemeinsam für Integration" jedes Jahr gemeinnützige Vorhaben, die Menschen jeder Altersklasse mit und ohne Zuwanderungsgeschichte zusammenbringen. Bewerben können sich Vereine, Verbände, Kommunen, Schulen und Privatpersonen. Förderschwerpunkte sind die Integration junger Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt, die gesellschaftliche Teilhabe von Frauen, das Miteinander von älteren Menschen sowie die Bildung, Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere von Frauen.

 

Eine Überblick über alle beantragten und alle geförderten Projekte sind unter Opens external link in new windowris.hannit.de/public/vo020?VOLFDNR=2000474 zu finden.