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Montag, 25.10.2021 - 15:54 Uhr

Die EU setzt sich für einheitliche Ladeanschlüssen bei Smartphones ein - Was steckt hinter dem Plan?

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REGION

Eine durchaus überraschende Diskussion ist in den letzten Wochen über das EU-Vorhaben entstanden, die Ladeanschlüsse aller Smartphones zu vereinheitlichen. Im Blick hat die EU dabei vor allem die USB-C-Technologie. Diese soll, wenn es nach der EU geht, bald alle anderen Ladeanschlüsse ersetzen. Ist diese Änderung wie ein Casino Bonus, mit dem man Opens external link in new windowAutomaten Spiele kostenlos spielen kann, für die Verbraucher oder ein erneutes politisches EU-Desaster? Im folgenden Artikel werden wir uns mit den geplanten Änderungen im Detail betrachten und sie dann kritisch beurteilen.

 

Was plant die EU im Detail? 

Wie eingehend beschrieben, plant die EU-Kommission eine Verordnung, die zum einen besagt, dass alle Smartphones mit einem USB-C Kabel geladen werden müssen und zum anderen, dass für alle Smartphones auch eine Version ohne Ladekabel verfügbar sein muss. Mit dieser Änderung beabsichtigt die EU, unnötige Ressourcenverschwendung durch ungenutzte Ladekabel zu vermeiden und es Kunden einfacher zu machen, Ihre Geräte zu laden. Die Verordnung gilt zudem für alle Tablets, Kameras, Spielekonsolen und Lautsprecher. Rein theoretisch also könnte man bald fast alle technischen Geräte mit einem Kabel laden.

 

Eine weitere Änderung, die mit dem neuen Beschluss umgesetzt werden soll, umfasst genaue Angaben zum Stromverbrauch der Geräte und der Ladegeschwindigkeit des Akkus, diese Angaben sollen bald verpflichtend auf der Verpackung angegeben werden. In die Realität umgesetzt werden kann der Plan bis frühestens 2024, da es für die Hersteller natürlich auch nach dem Beschluss der EU-Kommission eine Übergangsfrist von zwei Jahren geben wird.

 

Wie ist die Lage heute? 

Interessanterweise wurden die EU-Pläne von vielen Herstellern ohnehin schon in die Tat umgesetzt, noch bevor sie zu einer rechtsverbindlichen Verordnung wurden. Die meisten Hersteller, darunter Samsung, Xiaomi oder Oppo bieten schon heute einen USB-C Anschluss an und verkaufen Ihre Geräte auf Wunsch ohne Ladekabel.

 

Einer der wenigen Anbieter, der sich bis heute querstellt, ist Apple, welches sich weigert, seinen eigenen Lightning-Anschluss zugunsten eines USB-C Anschlusses abzuschaffen. Dies ist wenig verwunderlich, da das Unternehmen den Anschluss als einen der „Unique Selling Points“ der eigenen Produkte ansieht.

 

Natürlich wird Apple, sollte sich die EU-Kommission auf eine Verordnung einigen, keine Wahl haben, als hier die eigenen Produkte anzupassen. Denkbar wäre es, eventuell einen USB-C Anschluss hinzuzufügen, ohne dabei den eigenen Anschluss aufzugeben.

 

Online-Casinos zeigen, dass die EU am besten funktioniert, wenn sie auf die Unabhängigkeit der Mitgliedsstaaten setzt  

Egal ob man Poker, Casino Spielautomaten, Blackjack oder Roulette im Internet spielen möchte. Viele der beliebtesten Online-Casinos setzen auf Lizenzen aus dem EU-Bereich. Gerade auch für Nutzer aus Deutschland sind diese sehr beliebt, da man in Casinos, die z. B. eine Lizenz aus Malta besitzen völlig legal spielen kann.

 

Warum dies ein großer Vorteil ist, ist einfach erklärt. Viele Mitgliedsstaaten (unter anderem Deutschland) haben noch immer extrem restriktive Vorgaben für Online-Casinos oder verbieten das Internet-Glücksspiel sogar ganz. Um dieses Problem zu umgehen und Spaß im Online Casino zu haben, können Menschen, die im EU-Raum wohnen, bequem einfach auf Casinos aus anderen EU-Ländern ausweichen und müssen sich nicht mit nationalen Verboten und Restriktionen herum ärgern.

 

Dieser greifbare Vorteil für EU-Bürger wäre undenkbar, wenn es eine EU-Richtlinie zum Glücksspiel gäbe, die diese Branche überall in der Union einheitlich regeln wollte. Denn dies würde ein Ende des Wettbewerbs bedeuten und würde viele Einschränkungen für die Spieler mit sich bringen.

 

Eine Liste der beliebtesten EU-Casino-Lizenzen:

  • Online-Casino Lizenz der Malta Gaming Authority
  • Staatliche Lizenzen aus Zypern
  • Staatliche Lizenzen aus Bulgarien
  • Lizenzen aus Estland 

 

Kritik am EU-Plan 

Wie so viele Pläne der EU stößt auch das Vorgehen zur Vereinheitlichung der Ladeanschlüsse auf viel Kritik. Vielen Menschen ist der Einschnitt in die wirtschaftlichen Freiheiten der Unternehmen zu groß. Ganz besonders deshalb, weil es heute ohnehin eigentlich nur noch 2-3 genutzte Ladeanschlüsse gibt (USB-C, Apples Lightning und das auslaufende Format Micro-USB). Auch der zweite wichtige Punkt, die Verfügbarkeit von Smartphones auch ohne Ladekabel, ist in der Praxis schon lange umgesetzt worden. Fakt ist also, dass die EU mit Ihrem Plan für wenig praktischen Nutzen sorgt.

 

Ein weitere Kritikpunkt ist die Innovationsfeindlichkeit dieses Plans. Durch die einheitliche Einführung von USB-C haben die Hersteller nur noch wenig Motivation, bei Ladeanschlüssen für Innovationen zu sorgen. Warum sollte Apple zum Beispiel Millionen investieren, um neue Anschlüsse zu entwickeln, wenn diese doch nicht verwendet werden dürfen? Das Vorgehen der EU ist aus diesem Blickwinkel kritisch zu betrachten, schließlich ist ein "Bürokratiemonster" wie die EU die wohl schlechteste Instanz, um festzulegen wie sich Technikprodukte weiter entwickeln sollen.

 

Ein interessanter Kritikpunkt kommt zudem von Apple selbst: Durch die Umstellung auf USB-C entsteht sehr viel Elektroschrott, da bereits produzierte Zubehörteile, die auf Lightning basieren, nicht mehr verkauft werden dürfen. Generell ist laut Apple die Umstellung als problematisch zu betrachten, da sie auch dem Markt des Verkaufs generalüberholter Geräte schadet. Auch dieser Markt ist schließlich vorteilhaft für die Umwelt, da durch generalüberholte Geräte weniger Neugeräte verkauft werden und damit die Menge des Elektroschrotts sinkt.

 

Der wohl größte Kritikpunkt am EU-Vorhaben ist jedoch das Prinzip der Marktwirtschaft und des möglichst geringen Eingriffs auf die Freiheiten der Unternehmen und Bürger. Betrachtet man die Geschichte, so ist es doch auffallend, dass immer dann, wenn der Staat bzw. eine Organisation stark in wirtschaftliche Entscheidungen einmischt, die Folgen verheerend sind. Möchten wir wirklich, dass die EU-Kommission vorschreibt, welche Ladefunktionen Smartphone-Hersteller in Ihre Geräte bauen müssen?