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Donnerstag, 23.09.2021 - 18:33 Uhr

Feuerwehr Kirchhorst sieht die Mitgliederwerbung immer noch als Dauerthema

Erhielten neue Dienstgrade (von links): Feuerwehrmann Dr. Johannes Röttger und Hauptlöschmeister Maurice Fahsmann.Aufn.: Feuerwehr Kirchhorst

KIRCHHORST

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Kirchhorst hatte Ortsbrandmeister Arne Zilling die Einsatzabteilung, die Gemeindefeuerwehrführung und Gäste aus Politik und Verwaltung geladen und konnte am 17. September 2021 knapp 30 Anwende begrüßen.

 

In 2020 gab es insgesamt 25 Einsätze (davon zehn Feuer, acht technische Hilfeleistungen und sieben Brandmeldereinläufe), im Mittel mit 8,7 Kameraden besetzt und auf mehr als 300 Personalstunden summiert. Im Vorjahr waren es 32 Einsätze, die im Mittel mit 5,65 Kameraden besetzt waren und sich auf über 230 Stunden summiert hatten. Bei 38 Übungsdiensten (im Vorjahr: 69) kamen 1429 Stunden zusammen. Insgesamt kamen so fast 1800 Personalstunden zusammen. Noch nicht enthalten sind darin diverse Stunden für Lehrgänge, Dienstvorbereitungen, Kommandositzungen und Verwaltungsarbeit.

 

Der Mitgliederbestand zeige sich, trotz einiger umzugsbedingten Austritte, stabil, berichtete Arne Zilling. So traten insgesamt drei Aktive auf Grund Umzugs aus der Kirchhorster Feuerwehr aus. Gleichzeitig sind zwei Mitglieder der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übergetreten und es konnten ein Quer- beziehungsweise Wiedereinsteiger für die Einsatzabteilung gewonnen werden. "Dennoch bleibt die knappe Personaldecke nach wie vor ein Dauerthema", betonte Arne Zilling. Die Gründe hierfür seien vielfältig, so der Ortsbrandmeister, in den seltensten Fällen läge es an der Motivation. Vielmehr sei die Wohnsituation und das Fehlen von bezahlbaren Wohnraum ein wesentlicher Faktor. Der Ortsbrandmeister forderte Verwaltung und Politik auf, an dieser Situation dringend etwas zu ändern.

 

Die Kinderfeuerwehr startete mit 22 Kindern in das Jahr 2020. Seitdem sind sechs Kinder in die Jugendfeuerwehr übergetreten. In 2020 konnten auf Grund der Corona-Pandemie nur wenige Dienste angeboten werden. Zum Restart im Juli 2021 bevölkerten viele Kinder, darunter auch Neuinteressierte, den Hof. Der aktuelle Mitgliederbestand liegt bei 14 Kindern. Auch in der Jugendfeuerwehr hat die Corona-Pandemie für Stillstand gesorgt. Während des Lockdowns wurden Übungsdienste online abgehalten. Ab September konnte wieder in Kleingruppen geübt werden. Insgesamt haben die 13 Jugendlichen rund 500 Stunden gemeinsam verbracht.

 

Im vergangenen Jahr bestand ein Mitglied die Truppmann-1-Ausbildung, zehn weitere Lehrgänge wurden beantragt, mussten aber alle auf Grund der Corona-Pandemie abgesagt oder abgebrochen werden. Das Ausbildungsprogram ist nach dem langen Stillstand wieder gestartet worden. Insgesamt vier Einsatzkräfte sollen im zweiten Halbjahr Lehrgänge besuchen. "Dennoch bleibt der Ausbildungsstau bestehen. Die Regionsausbildung hat sich gerade den fehlenden Atemschutzgeräteträger-Lehrgängen angenommen und wird weitere Lehrgangsplätze schaffen", so Arne Zilling.

 

Wolfgang Wittbold wurde mit dem Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für seine 60-jährige aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet. Befördert wurden Dr. Johannes Röttger (Feuerwehrmann) und Maurice Fahsmann (Hauptlöschmeister). Abschließend bedankte sich der Ortsbrandmeister bei allen Mitgliedern: Aktiven, Fördernden, Jugendlichen und Alterskameraden sowie den Unterstützern der Feuerwehr, aber auch bei Politik und Verwaltung.