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Uetze
Sonnabend, 04.09.2021 - 13:48 Uhr

Freie Wählergemeinschaft Katensen traf sich zum Gespräch mit Florian Gahre

KATENSEN

Am Montag, 16. August 2021, trafen sich auf Einladung von Olaf Reese, Spitzenkandidat der Freien Wählergemeinschaft Katensen (FWGK), mehrere Vertreter der Freien Wählergemeinschaft Katensen mit Florian Gahre (SPD), Kandidat für den Posten des Uetzer Gemeindebürgermeisters, im Rahmen einer Vorstandsitzung der FWGK. Wie schon zuvor am in den Gesprächen mit den Kandidaten der CDU und Freie Wähler, stellte die FWGK konkrete Fragen, in denen es um Schwerpunkte für die Kommunalpolitik der nächsten Wahlperiode aus Katenser Perspektive ging. "Florian Gahre hatte zu allen Themen klare Positionen und bezog zu den Fragen Stellung", so die FWGK.

 

Thema war zunächst die Priorisierung von Bauanträgen, denn die FWGK wünscht sich im Interesse der Katenser Bürger private Bauvorhaben und Hinterbebauungen einfacher und schneller umzusetzen zu können. Gahre habe hier eine ähnliche Position wie die FWGK und habe die bisherigen Missstände bereits identifiziert. "Sein übergeordnetes 5-Jahres-Ziel: Niemand muss mehr aus Uetze wegziehen, nur weil ein Bauvorhaben nicht realisiert werden kann. Er möchte insbesondere für private nicht kommerzielle Bauvorhaben durch organisatorische Veränderungen der Gemeindeverwaltung eine effiziente Abarbeitung der Warteliste (zum Beispiel durch eine Priolistenoffensive, die auch eine zusätzliche befristete Stelle in der Verwaltung beinhalten kann) realisieren und so Menschen, die zum Beispiel nach Ausbildung oder Studium in die Heimat zurückkehren wollen, schneller die Möglichkeit bieten beispielsweise auf dem Familiengrundstück zu bauen. Er brachte daneben eine Grundstücksbörse ins Spiel, um Anbietende und Suchende besser zueinander finden zu lassen. Neben Neubaugebieten sind innerörtliche Lückenschlüsse und Bauverdichtungen gleichermaßen wichtig", berichtet die FWGK.

 

"Im Rahmen der Debatte um Erhalt und Sanierung der Alten Katenser Schule nach dem Ende der Nutzung als KITA möchte Gahre einerseits zwar keine falschen Versprechungen machen in Hinblick darauf, dass im Uetzer Gemeindehaushalt nur 2 bis 3 Prozent für freiwillige Leistungen zur Verfügung stehen. Andererseits möchte er die Alte Schule auf jeden Fall für die Allgemeinheit erhalten, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass in der Gemeinde dezentrale Vereins- und Jugendaktivitäten ihren Raum benötigen. In diesem Zusammenhang stellt sich Gahre in der Gemeindeverwaltung einen Vereins- oder Ehrenamtslotsen vor, der bei der Beantragung von Fördermitteln den Überblick hat und aktiv hilft. Den geplanten Neubaus der KITA am Schwüblingser Weg unterstützt Gahre voll und ganz und stellt klar, dass er alle KITA Standorte in der Gemeinde Uetze erhalten will. Natürlich müsse man kostenbewusst agieren, hier gebe es jedoch Potenzial, beispielsweise durch Personal, das zwischen mehreren Standorten pendelt oder durch gemeinsamen Einkauf mit Nachbargemeinden. Das Konzept des Familenhauses in Uetze betrachtet Gahre als vorbildliches Konzept und möchte Aspekte für andere Standorte übernehmen", gebt die Freien Wählergemeinschaft Katensen wieder.

 

In Bezug auf den Wunsch der Freien Wählergemeinschaft Katensen, auf Höhe der Bushaltestelle Springweg die Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 Stundenkilometer zu begrenzen, sehe Gahre zwar einige Hürden, betrachtet das Vorhaben aber auch als einen Teilaspekt für die Attraktivitätssteierung der Gemeinde Uetze für Familien. "Aufgrund der Zuständigkeit bei der Region hebt Gahre die guten Kontakte zwischen der Gemeinde- und Regionspolitik hervor, die er bei der Realisierung des Vorhaben nutzen möchte und wünscht sich auch nach der Wahl eine beständige Lobbyarbeit aus den Dörfern von Bürgern, Vereinen und Ortsräten für ihre jeweiligen Interessen. Nur die beständige Kommunikation führt am Ende zu Erfolgen", so die FWGK.

 

Auf die Frage der FWGK, wie der Zustand der Nebenstrassen Katensens (zum Beispiel Ostring, Haferkamp, Eichenweg) für die Anwohner kostenneutral verbessert werden könne, stelle Gahre klar, dass "dies nur im Rahmen einer Übergangslösung, zum Beispiel durch eine neue Strassendecke möglich sei. Langfristig, wenn es um die Grundsanierung einer Strasse gehe, führe an der Straßenausbausatzung zwar kein Weg vorbei, dies darf aber niemanden finanziell überfordern. So müsse die Gemeinde einerseits Anwohner mehrere Jahre im Voraus über Sanierungspläne in Kenntnis setzen, damit sich jeder vorbereiten kann. Andererseits sei es Aufgabe der Gemeinde den Bürgern zu erklären, wie der Strassenausbaubeitrag über bis zu 30 Jahre gestreckt werden kann und so seinen größten Schrecken verliert."

 

Die letzte Frage der Freien Wählergemeinschaft Katensen bezog sich "auf den erbärmlichen Zustand des Bahnhofswegs Richtung Dollbergen" kurz hinter der Kreuzung der L387. Gahre möchte mit dem Realverband ins Gespräch gehen, um eine Verbesserung zu erreichen und sieht dies als Teil des übergeordneten Interesses der Gemeinde an, die Lebensqualität in der Gemeinde zu verbessern. Den Bahnhofsweg kann sich Gahre auch als Teil einer "Fahrradautobahn" von Uetze nach Dollbergen vorstellen.

 

Zum Abschluss des Gesprächs stellten Florian Gahre und Olaf Reese für den Fall ihrer Wahl eine gute Zusammenarbeit im Interesse Katensens in Aussicht, getreu dem Motto "Wo ein Wille ist ist auch ein Weg". Der Abend wurde von allen Teilnehmern als äußerst positiv, informativ und zukunftsgerichtet bewertet.

 

Vor Florian Gahre (SPD) hatten bereits Dirk Rentz (CDU) und Oliver Wempe (Freie Wähler) Katensen besucht und ihre Positionen zu den Fragen der Freien Wählergemeinschaft Katensen erläutert.