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Lehrte
Mittwoch, 28.07.2021 - 14:42 Uhr

Hochwasser-Katastrophe: Lehrter THW-Helfer sind seit zwei Wochen im Unwettereinsatz

Die THW Kräfte an der Steinbachtalsperre.Aufn.: THW Lehrte

LEHRTE

Das Ausmaß der Hochwasser-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz führte sehr schnell auch zu Einsätzen von Einheiten des Technischen Hilswerks (THW) aus Niedersachsen und auch aus Lehrte.

 

Seit dem 15. Juli 2021 sind Kräfte des Ortsverbandes Lehrte in beiden Bundesländern im Einsatz. Zunächst rückte der Fachzug Führung und Kommunikation (FK) ab und erreichte in der Nacht Nordrhein-Westfalen. Im Laufe des nächten Tages kristallisierte sich heraus, dass der Fachzug zur Errichtung und dem Betrieb eines sogenannten Bereitstellungsraumes für Einsatzkräfte aus allen Organisationen einschließlich Bundeswehr und Polizei eingesetzt werden sollte. Dies sollte am Nürburgring in Rheinland-Pfalz geschehen.

 

Sinn und Zweck eines solchen Bereitstellungsraumes ist es, örtlichen und überörtlichen Einheiten Unterbringung, Verpflegung, Logistik einschließlich Verbrauchsstoffe und Materialerhaltung zu bieten. So können sie nach der Ruhephase wieder zum Schutz der Bevölkerung in den Einsatz gehen. Aus ursprünglich geplanten 500 Einsatzkräften, die untergebracht und verpflegt werden sollten, wurden inzwischen 5.000 Einsatzkräfte. Entsprechend mussten die Kräfte des Bereitstellungsraum und auch die Führungsstellen verstärkt werden. Der Fachzug aus Lehrte stellt dabei eine Schlüsselfunktion dar - auch unter anderem dadurch, dass in Lehrte vor vielen Jahren die Grundlagen für solch ein System gelegt wurden. Der Fachzug FK ist bis heute am Nürburgring im Einsatz. Er tauscht immer wieder Personal aus, um der Führungsaufgabe weiterhin gerecht zu werden.

 

Am vergangen Mittwoch, 21. Juli 2021, wurde zudem die technische Fachberaterin für Hochwasserschutz und Deichverteidigung des Ortsverbandes Lehrte, Miriam Herrmann, zum Einsatz gerufen. Sie sollte in Nordrhein-Westfalen im Raum Euskirchen zusammen mit anderen Fachberatern die Hochwasserlage der Flüsse und die Sicherheit der Böschungen und Hänge untersuchen. Vor Ort stellte sich heraus, dass diese Aufgaben auf weitere Gebiete (Bad Münder Eifel) und Flüsse ausgedehnt werden mussten. Die Flüsse Erst und Urft wurden von mehreren Teams, die unter der Leitung der Lehrterin standen, abgefahren oder vielmehr abgegangen. Dabei sollten Ausuferungen und Böschungen begutachtet werden - auch ein Hangabrutsch kam dazu. Die dazu erstellten Unterlagen führten zu weiteren Bergungs- und Sicherungsarbeiten. Der Einsatz mit weit über dem normalen Maß liegenden Anstrengungen ging für die Lehrter Fachberaterin gestern zu Ende.

 

"Letztlich zeigt sich, dass das Engagement des THW in Lehrte für Einsätze zum Wohl und zur Sicherheit von Bürgerinnen und Bürgern, richtig ist. Inzwischen gibt es eine Reihe von Interessentinnen und Interessenten, die sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit engagieren wollen", teilt das THW in Lehrte mit.

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