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Isernhagen
Donnerstag, 22.07.2021 - 14:04 Uhr

Demonstration der Grünen Isernhagen für bessere Bedingungen für Radfahrer

Bürgermeisterkandidatin Gretha Burchard an einer mit Sprühkreide aufgebrachten Markierung.Aufn.:

ISERNHAGEN

Am vergangenen Sonntag startete am Rathausplatz in Altwarmbüchen eine genehmigte Demonstration der Grünen Isernhagen. Ziel der gut 30 Teilnehmenden war es, für bessere Bedingungen für Radfahrer in Isernhagen einzutreten.

 

Neben interessierten Isernhagenern schlossen sich der ADFC Isernhagen, Bundestagskandidat Jens Palandt sowie Mitglieder der Grünen Langenhagen dem Protestzug an. Laut den Grünen sollte durch eine gute und gepflegte Infrastruktur den Menschen aus den Ortschaften ein Anreiz zur häufigeren Nutzung des Rades gegeben werden. Wenn dies gelinge, könne damit ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes geleistet werden.

 

Gretha Burchard als Bürgermeisterkandidatin und Vorsitzende der Grünen Isernhagen verdeutlichte in ihrer Auftaktrede, warum sie auf diesem Weg auf den schlechten Zustand vieler Rad-und Fußwege vor Ort aufmerksam machen will: "Politik und Verwaltung verweisen immer wieder darauf, dass sie nicht zuständig seien, da es sich um Kreis- oder Landesstraßen, Autobahnen usw handele." Tatsächlich aber gebe es durchaus auch gemeindeeigene Straßen mit schlechten Rad- und Gehwegen und dem Potential zum Ausbau wie zum Beispiel den alten Postweg. "Außerdem müssen Parteien und die Verwaltung endlich Verantwortung übernehmen und ihre Kontakte zu Region, Land und Bund wenn nötig täglich aktivieren, anstatt in eine passive Wir-sind-nicht-zuständig-Wartehaltung zu verfallen", so Burchard.

 

Die Demonstration führte durch alle Ortschaften Isernhagens und einige der problematischen Stellen wurden mit umweltfreundlicher Sprühkreide markiert. Durch dieses Zeichen sollte auf die Notwendigkeit breiterer und besserer Radwege beziehungsweise markierter Radschutzstreifen auf der Straße aufmerksam gemacht werden. Immer wieder berichteten Radfahrer ihr in persönlichen Gesprächen davon, dass "sie sich auf Isernhagens Straßen nicht sicher fühlten", so Burchard. Dies sei ein unhaltbarer Zustand. "Wir wollen Sicherheit für alle auf und neben Isernhagens Straßen, besonders für die gefährdeteren Gruppen", fordert die Mutter dreier Kinder. Insbesondere die älteren Menschen sowie die Kinder und Jugendlichen, gerade auch auf den Schulwegen, müssten sicher unterwegs sein. Dadurch wachse die Lebensqualität, denn keiner solle um seine und die Gesundheit seiner Kinder fürchten.

 

Auch sei es in diesen Zeiten elementar, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. "Warum das sein muss, muss man, besonders in Anbetracht der schrecklichen Ereignisse der letzten Woche, nicht extra erklären", so die Altwarmbüchener Bürgermeisterkandidatin. Sie wolle deshalb langfristig dazu beitragen, dass die Gemeinde für Bürger und Touristen attraktive Radwege bereitstelle. "Die Liste der markierten Stellen ist deshalb bald auf unserer Website einsehbar und wir freuen uns über Ihre Ergänzungen. Lassen Sie uns Isernhagen radfahrer*innenfreundlich machen", erklärt Burchard zum Schluss der Veranstaltung.