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Burgdorf
Sonntag, 18.07.2021 - 18:35 Uhr

Corona-Tests und Glockengeläut: Jazzfrühschoppen trotzt den Hindernissen

Coffeehouse Jazz Band aus Hameln überzeugte die Gäste des Jazzfrühschoppens, dass auch widrige Umstände kein Problem für sie sind.Aufn.:

BURGDORF

Am heutigen Sonntag, 18. Juli 2021, fand der Jazzfrühschoppen nach dem Weinfest in Burgdorf auf dem Spittaplatz statt. Wie berichtet mussten die Winzer aufgrund der Witterung und der damit einhergehenden Arbeit in den Weinbergen einen Tag eher abreisen. Die "Lücke" am heutigen Sonntag füllten sodann die Jazzfreunde Altkreis Burgdorf, die den Jazzfrühschoppen von Lehrte nach Burgdorf verlegten.

 

"Die Idee, den traditionellen Jazzfrühschoppen von Lehrte nach Burgdorf auf den Spittaplatz zu holen, wurde gelobt, zum Beispiel von Dagobert Strecker", wie der Vorsitzende der Jazzfreunde, Paul Rohde, mitteilt. "Die Zahl der Gäste hätte in Lehrte auf der Terrasse vor dem Fachwerkhaus unter Corona-Bedingungen auch keinen Platz gefunden", betont er.

 

Da die Auflagen der Stadt Lehrte kurzfristig bereits umfangreicher geworden waren, nutzten die Jazzfreunde die Möglichkeit, den Auftritt der Coffeehouse Jazz Band in Burgdorf stattfinden zu lassen. Das Nutzen der großen professionellen Bühne mit großer Verstärkeranlage, die eigentlich für das Weinfest aufgebaut worden war, war dann für Band aus Hameln optimal. Auch das direkte rückwärtige Anfahren der Bühne war für die Musiker naturgemäß vorteilhaft. Zudem gab es ab 10 Uhr die Möglichkeit, sich vor Ort testen zu lassen.

 

Denn: Das Betreten des abgesperrten Geländes war nur mit doppeltem Impfnachweis oder Test möglich. Einige Besucher mussten daraufhin auch von der Sicherheitsfirma nach Hause geschickt werden. Die Auflagen ließen den Veranstaltern keine andere Wahl. Die Jazzfreunde um Paul Rohde bedauern, dass es diese Umstände gab. Aber anderenfalls wäre der Live-Auftritt nicht möglich gewesen.

 

Auch der Umstand, dass trotz der Ankündigungen in Presse und Internet sich zudem 20 "Irrläufer" auch am Lehrter Fachwerkhaus einfanden, ist für die Jazzfreunde bedauerlich. Sie hatten gedacht, dass die Verlegung des Veranstaltungsortes sich durch mehrfache Veröffentlichungen alle erreicht hätte. Scheinbar hatte es sich nicht zu allen herumgesprochen.

 

Der Auftritt der Coffeehouse Jazz Band war dann noch mit weiteren Unwägbarkeiten begleitet: "Niemand hatte das mehrfache minutenlange Glockenläuten wegen der Taufgottesdienste eingeplant", bedauert Paul Rohde.

 

Die Band allerdings spielte dagegen an und bewies mit ihrem ausgefeilten Programm und ihrer perfekten Spielweise, dass sie zu den besten Hobbybands in der Nähe gehört. So war klar, dass die zum Teil - die Mittagssonne brannte förmlich vom Himmel - an den schattigen Platzrand umgezogenen Gäste eine Zugabe forderten.

 

"Pit Widdel hat bewiesen, dass er auch unter schwierigen Umständen ein Event auf die Beine stellen kann. Hervorzuheben ist der Flammkuchen, den seine Frau Scarlett mit frischen und deftigen Auflagen in drei Variationen anbot", so Paul Rohde über den Jazzfrühschoppen mit Hindernissen abschließend.