Isernhagen
Donnerstag, 03.06.2021 - 13:00 Uhr

Burchard und Onay machen politische Radtour

Erkundeten die Gemeinde mit dem Rad (von links): Dr. Ulf Preuschoff (ADFC Isernhagen), Swantje Michaelsen (Bundestagskandidatin und verkehrspolitische Sprecherin der Grünen in der Regionsversammlung), Jessica Rothard (Grüne Orsträtin Altwarmbüchen), Nadine Lievenbruck (Grüne Gemeinderatskanditatin Isernhagen), Dr. Gretha Burchard (Bürgermeisterkandidatin Isernhagen, Ortsratvorsitzende) und Belit Onay (Grüner Oberbürgermeister Hannover).Aufn.:

ISERNHAGEN

Fahrend die Gemeinde erkunden und Schlüsselstellen für den Radverkehr zwischen Stadt und Land erörtern: Das war das Ziel der am vergangenen Montag stattfindenden politischen Radtour von Isernhagens Bürgermeisterkandidatin Gretha Burchard von Bündnis 90/Die Grünen mit ihrem Parteikollegen, dem hannoverschen Oberbürgermeister Belit Onay.

 

Da viele Menschen aus Isernhagen mit dem Rad in die Stadt zur Arbeit fahren, soll dies durch Velorouten erleichtert werden: "Wir wollen Alternativen schaffen zum Autoverkehr", so Belit Onay. Velorouten sollen für schnellere und sicherere Verbindungen für Radfahrende sorgen. Gemeinsam mit Swantje Michaelsen vom ADFC Hannover, die für den Bundestag kandidiert und zudem verkehrspolitische Sprecherin der Grünen in der Regionsversammlung ist, Dr. Ulf Preuschoff vom ADFC Isernhagen sowie Mitgliedern der Grünen Isernhagen wurde diskutiert, wie eine Anbindung Isernhagens an die Velorouten der Stadt erfolgen könnte.

 

Gretha Burchard hat dabei die Kreuzung Varrelheide/Im Heidkampe in den Blickpunkt gerückt, für die Stadt Hannover zuständig ist und die für Radfahrende gefährlich ist. "Diese Kreuzung und die Brücke über die A2 werden täglich von vielen Radfahrenden überquert und wenn man über die A2 Richtung Altwarmbüchen fährt, endet die Radspur abrupt. Das ist extrem gefährlich und sollte schnellstens entschärft werden." Onay und Michaelsen sagten zu, das Problem an die Verantwortlichen der Stadt Hannover weiterzuleiten.

 

Michaelsen berichtete außerdem über Fördergelder für den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur. Ein Vorbild für die Endhaltestelle in Altwarmbüchen zur sicheren Verwahrung von Rädern könnten ihr zufolge beispielsweise die in Langenhagen gerade realisierten Fahrradgaragen sein. "Gelder für derartige Projekte stehen jetzt zur Verfügung und die Kommunen müssen sich mit Anträgen auf Förderung beeilen", betonte die Politikerin. Das sieht auch Dr. Gretha Burchard so: "Fördermittel können bei der Erneuerung und dem Ausbau der Radinfrastruktur helfen und dem Investitionsstau in diesem Bereich ein Ende setzen."

 

Auch die Verkehrssituation an den Autobahnauffahrten zur A7 wurde vor Ort begutachtet. Eine Rückverlegung des Radweges an die Kreisstraße, die den Vorrang der Radfahrerenden ermöglichen würde, werde "wohl noch einige Zeit dauern". Ein Lösungsvorschlag für die Übergangszeit kommt von Michaelsen, die sich dabei an ein positives Beispiel aus dem Fahrradland Niederlande anlehnt: "Kleinere Kurvenradien für die Autos sorgen für mehr Sicherheit." Auch Burchard meint: "Die Kurven für den Autoverkehr rechtwinklig, also weniger schnittig zu gestalten und somit den abbiegenden Verkehr deutlich zu verlangsamen, würde hier vorerst für eine Entschärfung sorgen".

 

Der letzte Stopp der Radtour führte zum Parksee Lohne und dem schmalen, unbefestigten Seitenstreifen des Alten Postwegs, der als Radweg dient und an vielen Stellen mit tiefen Schlaglöchern versehen ist. "Eine Verbesserung und Verbreiterung des Seitenstreifens fordern wir seit vielen Jahren", berichtet Dr. Ulf Preuschoff. Die Grünen und andere Parteien haben die Gefahr erkannt. "Ich will dazu beitragen, dass sich hier wie an den anderen besuchten Stellen bald etwas ändert", so Burchard.  "Als Bürgermeisterkandidatin setze ich mich aktiv für mehr Sicherheit ein."

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