Uetze
Donnerstag, 13.05.2021 - 12:44 Uhr

Missbrauch des Notrufs: 28-Jähriger empfängt Polizeibeamte mit einer Machete

Aufn.:

UETZE

Über den Polizei-Notruf ging am heutigen Donnerstag, 13. Mai 2021, um 0:45 Uhr ein Anruf mit einer weiblichen Stimme ein, welche angab, gerade vergewaltigt worden zu sein. Danach brach nach Angaben der Polizei das Gespräch ab. Rückrufversuche seitens der Polizei verliefen zunächst erfolglos. Dann ging ein weiterer Anruf über den Polizei-Notruf ein, in dem eine männliche Person angab, Hilfe zu benötigen. Auf Nachfragen nach dem Ereignisort wurde nicht geantwortet. Beide Anrufe wurden nach Angaben der Polizei mit der gleichen Handynummer getätigt.

 

Im Zuge eines erneuten Rückrufes seitens der Polizei nahm nach Angaben eine Polizeisprechers "eine männliche Person den Anruf entgegen und behauptete, dass die Anrufe nicht von seinem Handy aus getätigt worden seien. Die Person gab seine Anschrift an, damit der Sachverhalt geklärt werden konnte."

 

An der genannten Anschrift in Uetze konnte nach Angaben der Polizei dann ein 28-Jähriger festgestellt werden, welcher die eingesetzten Polizeibeamten bereits erwartete.

 

Da der 28-Jährige seine Hände hinter seinem Rücken verdeckt hielt, wurde er aufgefordert, diese den Polizeibeamten zu zeigen. "Dieser Aufforderung kam er jedoch nur sporadisch nach, weshalb er von den eingesetzten Polizeibeamten zur Eigensicherung überwältigt werden musste", teilt der Polizeisprecher mit. Hierbei habe er zudem dann Widerstand geleistet. "Bei der anschließenden Durchsuchung des 28-Jährigen wurde eine etwa 39 Zentimeter lange Machete im Hosenbund vorgefunden", so der Polizeisprecher.

 

Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab 2,15 Promille, weshalb nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft eine Blutprobe beim 28-Jährigen entnommen wurde.

 

Das sichergestellte Handy des 28-jährigen bewies die Anrufe beim Polizei-Notruf, wie der Polizeisprecher mitteilt. Den 28-Jährigen erwarten nun Strafverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufeinrichtungen sowie wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

 

Da er in der Polizeidienststelle suizidale Gedanken äußerte, wurde er in ärztliche Obhut gegeben.

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