Burgdorf
Sonnabend, 01.05.2021 - 07:44 Uhr

Kirchenkreis muss ab 2023 kürzen

Zwei Gestaltungsräume könnten Basis für zukunftsfähige kirchliche Arbeit sein

BURGDORF/LEHRTE/SEHNDE/UETZE

Der ev.-luth. Kirchenkreis Burgdorf stellt sich - wie alle Kirchenkreise der Landeskirche Hannovers - darauf ein, vom Jahr 2023 an mit stetig weniger werdenden Mitteln kirchliches Leben zu gestalten. Darauf hat in der Kirchenkreissynode am vergangenen Donnerstag, 29. April 2021, Superintendentin Sabine Preuschoff hingewiesen. In den Jahren 2023 bis 2028 reduziere sich der Etat um insgesamt 12 Prozent oder rund 605 000 Euro, so die Superintendentin in der Tagung via Videokonferenz.

 

Damit müssten binnen des sechsjährigen Planungszeitraums zum Beispiel Stellen abgebaut werden. Auch deutlich spürbare Kürzungen bei Zuschüssen des Kirchenkreises für Bauprojekte der Kirchengemeinden wären möglich, um die jährliche Kürzungsvorgabe von zwei Prozent zu erreichen. Um auch bei der Einsparung von Personalkosten vor Ort gut arbeitsfähig zu bleiben, überlegt der Kirchenkreis nun, anstelle der bestehenden fünf Kirchenkreisregionen einen nördlichen Gestaltungsraum (Kommunen Burgdorf und Uetze) und einen südlichen Gestaltungsraum (Kommunen Lehrte und Sehnde) einzurichten.

 

Die Gestaltungsräume sollen ermöglichen, kirchengemeindeübergreifend weiterhin attraktive Stellenumfänge und Arbeitsbedingungen anbieten und weiter für die Menschen vor Ort da sein zu können. Die neue Einteilung könnte die zügige Wiederbesetzung von Stellen ermöglichen und auch personelle Vertretungen zwischen den Kirchengemeinden erleichtern. Zentralisierungen sind nicht Teil der Überlegungen. So bleiben die Kirchengemeinden beziehungsweise Gesamtkirchengemeinden selbstständig.

 

In der Kirchenkreissynode wurde der Vorschlag kontrovers diskutiert. Einige Delegierte votierten dafür, mehr bei Gebäuden einzusparen oder das Fundraising zu intensivieren. Sorge gab es vor abnehmender Identifikation der Mitarbeitenden durch zu große Einheiten. Andere votierten für die Gestaltungsräume oder noch weiter reichende, strukturelle Änderungen, um in der Fläche präsent bleiben zu können. Der Vorschlag der Gestaltungsräume soll jetzt intensiv in den Kirchengemeinden und auf Kirchenkreisebene diskutiert werden. Eine Entscheidung ist für die Kirchenkreissynode am 11. November geplant.

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