Lehrte
Sonntag, 28.03.2021 - 17:31 Uhr

Beim Dorfreinigen in Röddensen wird wieder viel Müll aus der Natur geholt

Nach einer Stunde Sammeln zeigte sich das Ergebnis der Aktion neben der Milchbank in der Röddenser Dorfstraße.Aufn.:

RöDDENSEN

Normalerweise organisiert die Freiwillige Feuerwehr in Röddensen den jährlichen großen Rausputz. Doch wegen der Corona-Pandemie können die Feuerwehren zurzeit keine Veranstaltungen durchführen. "Zu groß wäre die Ansteckungsgefahr und zu wichtig ist es, die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren zu erhalten", betont die Ortsfeuerwehr. In Röddensen fand das Dorfreinigen deshalb in diesem Jahr dezentral und Corona-konform statt.

 

Am gestrigen Sonnabend, 27. März 2021, zwischen 13 und 14 Uhr wurden an der alten Milchbank auf der Röddenser Dorfstraße die roten Säcke, die der Entsorger aha hierzu ausgibt, an die Helferinnen und Helfer verteilt. Für jedes Team gab es eine andere Route, so dass alle Wege und Feldränder rings um Röddensen abgedeckt waren und sich keine Überschneidungen ergaben. Jedes Team bestand aus maximal zwei Haushalten und zusammen nie mehr als fünf Personen.

 

Überrascht waren die fleißigen Sammlerinnen und Sammler von den Abfällen entlang der Bahn. Selbst da wo keine Wege verlaufen, fanden sie viele Flaschen und Müll in den Sträuchern neben den Gleisen. Mit Moos bewachsene Arbeitsschuhe, die Elke Fischer einsammelte, wirkten da fast wie ein Kunstwerk, ein Stillleben.

 

Etwas weniger Unrat befand sich an der Straße nach Kolshorn, da sich dort bereits in den vergangenen Wochen engagierte Bewohner des Nachbarorts ans Werk gemacht hatten.

 

Den meisten Müll sammelte Clara Witzel mit ihrem Freund Stefan und ihrem Vater Andre entlang der Bundesstraße zwischen Röddensen und Ahrbeck. Besonders ärgerlich befanden die Sammler dabei die vielen Fastfood-Verpackungen. "Von Subway, KFC, McDonald's bis Burger King waren hier leider alle Ketten vertreten. Während McDonald's in den letzten Jahren trauriger Rekordhalter war, hat nun Burger King deutlich aufgeholt", stellten die Sammler mit.

 

Doch nicht die Verursacher, sondern die Röddenser Einwohner belohnten die Sammler mit Stärkungen. Unterschiedliche Haushalte stellten an unterschiedlichen Orten Kaffee, Kuchen, Bockwürstchen, Süßigkeiten oder Getränke bereit. Zum Teil gespendet vom Moorbäcker Otto Thiele oder finanziert von der Jagdgenossenschaft. Ansammlungen bei den Versorgungspunkten waren jedoch verboten.

 

"Auch wenn das gesellige Zusammensein im Feuerwehrhaus dieses Jahr nicht möglich war, war die Teilnahmebereitschaft für die Openair Aktion doch enorm für den kleinen Ort", ziehen die Organisatoren ein Fazit. Denn: 31 große und kleine Helferinnen und Helfer, verteilt auf zehn Teams, beteiligten sich am großen Rausputz und waren stolz auf ihren Beitrag zum Umweltschutz.

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