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Lehrte
Mittwoch, 10.03.2021 - 16:05 Uhr

Rot-Grün-Rot für mehr ökologische Vielfalt

LEHRTE

Die Mehrheitskoalition aus SPD, Grünen und Linken im Lehrter Stadtrat will die ökologische Vielfalt in Lehrte und seinen Ortsteilen fördern. Auf ihren Vorschlag einigten sich die Mitglieder des Umweltausschusses am 9. März 2021 einstimmig auf drei Ergänzungen des Sofortprogramms "Klima- und Umweltschutz", das am 24. März im Rat der Stadt Lehrte beschlossen werden soll. Zusammen mit dem Betritt Lehrtes zum Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt e.V." und Maßnahmen gegen Schottergärten wird dem Rat ein Artenschutzprogramm für Wildbienen zum Beschluss empfohlen.

 

"Wildbienen sind unverzichtbar für die ökologische Vielfalt und spielen bei der Bestäubung vieler Obst- und Gemüsepflanzen eine herausragende Bedeutung. Doch über die Hälfte aller Wildbienenarten in Deutschland stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten", so die Politiker. Die rot-grün-rote Mehrheit im Rat der Stadt Lehrte will dem Rückgang der Bienenpopulationen mit einem Artenschutzprogramm entgegenwirken.

 

Nach Vorstellung SPD, Grünen und Linken soll die Stadt prüfen, welche städtischen Flächen für das Artenschutzprojekt zur Verfügung gestellt werden können. Im Blick sind Parkanlagen, Grünflächen auf städtischen Friedhöfen, aber auch nicht verpachtete Ackerflächen.

 

"Wir wollen, dass die Stadt Lehrte und ihre Ortsteile ein Refugium für zahlreiche Wildbienenarten werden, in dem sie Nahrung und Lebensraum finden", beschreibt Petra Drescher, umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, das Ziel des Ergänzungsantrags, der auch von Rolf Sill als sachkundigem Beisitzer des Ausschusses mit Nachdruck unterstützt wird.

 

"Dazu brauchen wir viele Verbündete. Die städtischen Tochtergesellschaften, wie die Stadtwerke und die Lehrter Wohnungsbau, sollten ebenso einbezogen werden wie Gewerbetreibende, landwirtschaftliche Betriebe und Kleingärtnervereine", ergänzt Ronald Schütz von den Grünen.

 

Vorbild des Lehrter Artenschutzprojektes soll das Modell "Bienenstadt Braunschweig" sein, das wissenschaftlich durch das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, dem Julius-Kühn-Institut, begleitet wird. Petra Drescher: "In unserem Antrag regen wir eine Zusammenarbeit mit dem Julius-Kühn-Institut an. Durch die Teilnahme am Forschungsprogramm des Instituts haben wir gute Chancen auf Fördermittel für unsere Maßnahmen zum Schutz von Wildbienen."