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Sehnde
Sonnabend, 13.02.2021 - 20:38 Uhr

Ätzender Stoff tritt in einer Spedition aus

Nach der Arbeit in Chemikalienschutzanzügen durchliefen die Feuerwehrkräfte den Dekontaminationsbereich.Aufn.: Stadtfeuerwehr Sehnde

Am gestrigen Freitag, 12. Februar 2021, kam es auf dem Gelände einer Spedition an der Hannoverschen Straße in Höver zu einem Austritt eines Gefahrstoffes. Spezialkräfte der Feuerwehr bannten die Gefahr. Verletzt wurde niemand.

HöVER

Der Unfall war bei Ladetätigkeiten gegen 22:45 Uhr in der Gewerbehalle passiert, woraufhin die Flüssigkeit aus einem Behältnis, einem IBC, austrat. Der Gefahrenbereich wurde durch Mitarbeiter abgesperrt, diese informierten sofort die Feuerwehr.

 

Die Regionsleitstelle alarmierte daraufhin die Ortsfeuerwehr Höver, Spezialkräfte für die ABC-Gefahrenabwehr aus dem Stadtgebiet Sehnde sowie einen Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug. Die Erkundung vor Ort bestätigte den Austritt einer ätzender alkalischen Flüssigkeit aus einer 1000 Liter fassenden IBC-Behälter.

 

Die Einsatzkräfte gingen, mit Chemikalienschutzanzügen geschützt, in den Raum vor und banden mit Bindemittel die Flüssigkeit. Nachdem die einzelnen Trupps eingesetzt waren, wurden diese noch dekontaminiert, um zu verhindern, dass die Einsatzkräfte mit dem Stoff in Berührung kommen.

 

Zudem wurde ein Kanaldichtkissen in den Entwässerungskanal zum Regenrückhaltebecken geschoben und dieser damit verschlossen. Während und nachdem alle Maßnahmen durchgeführt waren, nahmen Messtrupps der Feuerwehr weitere Raumluftmessungen vor. "Eine Gefahr für die Bevölkerung und die Umwelt bestand zu keinem Zeitpunkt", betont ein Feuerwehrsprecher. Externe Lüftungsmaßnahmen durch die Feuerwehr waren nicht notwendig. Die Witterung erschwerte die Tätigkeiten der Feuerwehr allerdings bei Minusgraden.

 

Der Einsatz war gegen 4:30 Uhr beendet. Die Stadtfeuerwehr Sehnde war mit sieben Ortsfeuerwehren aus Bilm, Bolzum, Evern, Höver, Ilten, Müllingen-Wirringen, Rethmar und Sehnde vor Ort.