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Lehrte
Freitag, 05.02.2021 - 22:13 Uhr

87 Feuerwehrkräfte sind bei Gefahrgutalarm bei einem Entsorgungsbetrieb im Einsatz

In Chemikalienschutzanzügen und unter Atemschutz wurde der Schadstoff lokalisiert und abschließend sicher verwahrt.Aufn.: Feuerwehr Lehrte

Am heutigen Freitag, 5. Februar 2021, wurden die Feuerwehreinsatzkräfte aus dem Lehrter und Sehnder Stadtgebiet gegen 14:10 Uhr zu einem gemeldeten ABC-Einsatz auf ein Gelände eines Entsorgungsbetriebs im Bereich der Industriestraße in Lehrte alarmiert. Mitarbeiter des Betriebes hatten während ihrer Arbeit ein verdächtiges Granulat bemerkt, das mit Wasser reagierte. Der Geschäftsführer des Betriebs handelte geistesgegenwärtig und alarmierte die Feuerwehr.

LEHRTE

Vor Ort eingetroffen konnte sich für die alarmierten Feuerwehrkräfte die Lage nach erster Erkundung bestätigen. An zwei Stellen wurde ein zunächst noch unklarer Stoff vorgefunden, der gering aufflammte. Nach ersten Informationen hatten drei Mitarbeiter des Betriebs kurzzeitig geringe Mengen des Dampfes eingeatmet und wurden vorsorglich zur Vorstellung an den Rettungsdienst verwiesen.

 

Die Hauptaufgabe der Feuerwehrkräfte bestand nun darin, den Stoff zu lokalisieren und zu identifizieren, um diesen zur weiteren Behandlung zu sichern. Zunächst wurde hierfür die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt. Zusätzlich wurden kurz nach Eintreffen weitere Kräfte der ABC-Fachgruppe der Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Lehrte und Sehnde hinzu alarmiert. Außerhalb des abgesperrten Bereichs wurde eine Dekontaminationsstelle eingerichtet und sowohl der Brandschutz als auch das Ausleuchten der Einsatzstelle sichergestellt. Die Einsatzkräfte gingen unter strengen Schutzmaßnahmen in den Gefahrenbereich wie beispielsweise dem Anlegen von Atemschutzgeräten in Verbindung eines Chemikalienschutzanzuges vor. Beim Verlassen des Gefahrenbereichs durchliefen die eingesetzten Trupps dann die Dekontaminationsstelle, um in einem mehrstufigen Prozess von etwaigen Schadstoffen befreit und wieder entkleidet werden zu können.

 

Der verdächtige Stoff wurde dann durch mehrere eingesetzten Trupps unter Atemschutz in Chemikalienschutzanzügen erkundet. Die Aufgabe der eingesetzten Trupps bestand darin, in Absprache mit der Einsatzleitung, Proben zu nehmen, die dann unterschiedlichen Testverfahren unterzogen werden. Die Testverfahren konnten dann den Stoff identifizieren: Es handelte sich um einen Stoff, der zum Beispiel zur Bekämpfung der Wühlmaus in der Landwirtschaft verwendet werden kann. Der Stoff konnte nach Identifizierung anschließend aufgenommen werden und wurde hierfür sicher in verschließbare Gefäße verbracht und zusätzlich mit trockenem Zement bedeckt.

 

An der Einsatzstelle waren die Arbeiten der feuerwehrkräfte gegen etwa 18 Uhr beendet, sodass das Gelände wieder an den Betreiber übergeben werden konnte. Im Einsatz waren insgesamt rund 92 Einsatzkräfte, davon 87 ehrenamtliche Einsatzkräfte der Freiwillige Feuerwehren aus Lehrte, Immensen, Arpke, Sievershausen und Hämelerwald als auch Sehnde und Höver mit insgesamt 18 Fahrzeugen.

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