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Uetze
Mittwoch, 03.02.2021 - 11:41 Uhr

Schnelle und unbürokratische Hilfe: Aktion "Corona-Hilfen Gemeinde Uetze" sieht weiterhin Bedarf

UETZE

Vor rund 10 Monaten gründeten die Kirchengemeinden Uetzes gemeinsam mit der Gemeinde Uetze den Hilfsfonds "Corona-Hilfen Gemeinde Uetze". Seitdem wurden über 20.000 Euro an Spenden eingeworben. "Wir freuen uns über die große Solidarität, die darin zum Ausdruck kommt, und danken allen Spenderinnen und Spendern", sagt Diakonin Karin Lawrenz, die gemeinsam mit ihren Kollegen in den örtlichen Pfarrämtern in Dollbergen und Hänigsen die Auszahlungen an Hilfesuchende übernommen hat.

 

Jede in einem Haushalt lebende Person kann 14-täglich 25 Euro erhalten. Über 12.000 Euro wurden bisher an Menschen ausgezahlt, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Not gerieten. "Am Anfang stand die Überzeugung, schnell und unbürokratisch helfen zu müssen", beschreibt Pastor Steffen Lahmann aus Hänigsen den Gedanken der Aktion. Viele Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie seien getroffen worden, bevor staatliche Institutionen Strukturen zur Vergabe von Hilfsgeldern entwickeln konnten, erinnert sich der Geistliche.

 

Diakonin Karin Lawrenz weiß aus vielen Kontakten, dass die Aufwendungen des alltäglichen Bedarfs für Menschen mit geringem Einkommen oder Sozialleistungsempfänger zeitweilig abrupt gestiegen sind, weil beispielsweise die Tafel die Ausgabe von Lebensmitteln zeitweilig einstellen musste. Auch Kinder und Jugendliche, die sonst in Kindergärten oder der Schule ein Mittagessen bekommen, mussten zu Hause versorgt werden. "Für manche Familien ist das eine nicht zu unterschätzende Belastung, wenn man den Cent dreimal umdrehen muss", sagt die Diakonin.

 

Ann-Kristin Rauhe, die die "Corona-Hilfen Uetze" auf Seiten der Kommune koordiniert, ist sich sicher, dass der Bedarf an Unterstützung noch für einige Zeit anhalten wird. "Die Krise und ihre weitreichenden Folgen wie zum Beispiel Kurzarbeit oder sogar Jobverlust sind und werden noch verstärkt zu finanziellen aber auch emotionalen Belastungen und Probleme in den Einzelhaushalten und Familien führen. Der Fonds kann zumindest ein kleiner Lichtblick sein und bleibt deswegen weiterhin ein wichtiges Hilfsmittel", sagt Rauhe.

 

Die Auszahlungen sollen weiterhin über die Kirchengemeinden sattfinden. "Wir können den bürokratischen Aufwand überschaubar halten und in der Abwicklung ein größtmögliches Maß an Vertraulichkeit zusichern", sagt Pastor Steffen Lahmann. Mit den Auszahlungen könnten nicht alle Härten genommen, aber manche Härte könne abgefedert werden, unterstreicht der Seelsorger.

 

Ebenso wie seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter geht der Pastor davon aus, dass man in den kommenden Wochen noch nicht wieder mit einem Zustand rechnen könne, wie in Zeiten vor Ausbruch der Pandemie. Auch Diakonin Karin Lawrenz weist darauf hin, dass die "Corona-Hilfen Gemeinde Uetze" für viele Menschen auch im Jahr 2021 wichtig bleiben, weshalb Spenden weiterhin von großer Bedeutung seien. Wer für den Hilfsfonds "Corona-Hilfen Gemeinde Uetze" spenden möchte, kann dafür das Konto der Gemeinde Uetze bei der Sparkasse Hannover nutzen: Gemeinde Uetze, Sparkasse Hannover, DE68250501801010450011 / SPKHDE2HXXX, Stichwort: Corona-Hilfen Uetze.

 

Spenderinnen und Spender, die ihren Namen und ihre Anschrift auf der Überweisung vermerken, erhalten eine Spendenquittung. Mittel, die nicht abgerufen werden, sollen nach Abschluss der Hilfsaktion in den Sozialfonds Uetze überführt werden, womit sie bedürftigen Kindern und Jugendlichen in der Kommune Uetze zu Gute kommen.

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