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Mittwoch, 03.02.2021 - 21:04 Uhr

Informatives zur Raucherentwöhnung - E-Zigaretten als Alternative?

Steht der Entschluss und das Datum für den Rauchstopp, ist es ratsam alles aus dem Alltag zu verbannen, was an die Raucherzeit erinnert. Ob Aschenbecher, Streichhölzer, Feuerzeuge oder Ähnliches. Zudem ist es empfehlenswert, die täglichen Routinen zu verändern, die unmittelbar mit dem Nikotinkonsum verknüpft sind.Aufn.: realworkhard / pixabay.com

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Mit dem Rauchen aufzuhören, ist nicht nur ein guter Vorsatz für ein neues Jahr. Vielmehr ist es eine konkrete Entscheidung gegen die Abhängigkeit für die eigene Gesundheit. Welche Vorteile mit einem rauchfreien Leben einhergehen und wie sich Raucher die Entwöhnung mit E-Zigaretten erleichtern können - ein Einblick.

 

Endlich Nichtraucher - aber wie?

Viele Raucher sind sich der Vorteile für die Gesundheit durch ein rauchfreies Leben bewusst, schaffen es aber dennoch nicht, mit dem Rauchen aufzuhören. Grundsätzlich kann die Entwöhnung nur dann Erfolg haben, wenn sich Raucher bewusst dazu entscheiden. Der Wille ist elementar. Zudem hilft es vielen, wenn ein konkretes Datum für den Start in einen rauchfreien Alltag festgelegt wird. Bis dahin lassen sich verschiedene Lösungen einsetzen, um einen sanften Übergang zu erzielen. Die Entwöhnung erleichtert den Prozess, weil sich die Entzugserscheinungen weniger stark bemerkbar machen. Die Angebote zur Entwöhnung sind vielfältig. Die populäre E-Zigarette ist für eine Vielzahl Raucher eine besonders verlockende Methode.

 

Dampfen statt rauchen - die Inhaltsstoffe machen den Unterschied

Der Verzicht auf die teilweise über viele Jahre gewohnte Prozedur des Rauchens ist für Raucher eine derart große Veränderung, dass die Entwöhnung zunächst unmöglich erscheint. Das Halten des Glimmstängels, das genüssliche Inhalieren und die damit assoziierte Pause vermittelt den Eindruck, die gesundheitsschädliche Gewohnheit sei etwas Positives. Der Umstieg von Zigaretten auf die seit 2008 im Handel erhältlichen elektronischen Zigaretten empfinden viele deshalb als vielversprechende Methode zur Entwöhnung. Schließlich kann die Routine vorerst beibehalten werden.

 

Allerdings sind die Liquids, die zum Verdampfen erforderlich sind, sorgfältig auszuwählen. Enthalten die Flüssigkeiten Nikotin und womöglich sogar Verunreinigungen mit gesundheitlichem Risiko, ist der Konsum alles andere als ungefährlich. eine Studie der Amerikanischen Akademie der Wissenschaften hat nachgewiesen, dass die bis dato als nicht gesundheitsschädlich vermarkteten E-Zigaretten gleichermaßen Opens external link in new windowKrebs verursachen können. „Der Schaden findet sich nicht, wie bisher vermutet, im Blut, sondern direkt in den Zellen - und ist somit wie auch die herkömmliche Zigarette an der Entstehung von DNA-Veränderungen und Mutationen beteiligt“, so die Redaktion des ONKO-Internetportals zum Opens external link in new windowThema Rauchen und Krebs, die von der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) beratend unterstützt wird. Schuld sei das Nikotin in den Liquids.

 

CBD als pflanzlicher Helfer

Eine Alternative, die sich großer Nachfrage erfreut, sind Liquids mit dem nicht psychoaktiven Wirkstoff Cannabidiol (CBD). Dieser wird aus Cannabis gewonnen und löst keinerlei Rauschzustand aus. Stattdessen interagiert CBD mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System - einem Teil des Nervensystems, das auf verschiedene Körperfunktionen Einfluss nimmt. CBD wird eine angstlösende, entkrampfende und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Nicht selten wird von einem stimmungsaufhellenden und allgemein ausgleichenden Effekt berichtet. CBD ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich. CBD Öle für die orale Einnahme sind als Nahrungsergänzungsmittel verfügbar, während Liquids im Rahmen der Raucherentwöhnung beziehungsweise bei E-Zigaretten-Konsumenten beliebte Alternativen sind. „Generell lässt sich jedoch sagen, dass sich Verdampfen als effektivste Inhalationsmethode erwiesen hat, weil dabei 34 bis 46 Prozent des CBD im Blutkreislauf ankommt und seine Wirkung entfalten kann“, so die Erklärung des Gesundheitsmagazins fwiegleb.de, das Leser Opens external link in new windowim CBD Liquid Test über Produkte seriöser Anbieter informiert. Bei der sublingualen Einnahme - also beim Tröpfeln von Öl unter die Zunge - würde der Körper über die Mundschleimhäute nur 12 bis 35 Prozent der pflanzlichen Substanz aufnehmen. Das Verdampfen von CBD kann durch positive Nebeneffekte bei der Entwöhnung helfen, weil die pflanzliche Substanz unter anderem die Adrenalinausschüttung reguliert, beruhigt und gegen Stress hilft.

 

Apps für die Raucherentwöhnung

Für Smartphones gibt es inzwischen zahlreiche Applikationen zur Raucherentwöhnung. Einige sind kostenpflichtig, andere nicht. Unter anderem lohnt sich ein Blick auf die Angebote der Krankenkassen. Einige präsentieren ihren Versicherten digitale Unterstützung. Mit der Applikation für Smartphones Opens external link in new windowNichtraucher in 5 Stunden bietet beispielsweise die Knappschaft mobile Hilfe zur Raucherentwöhnung. Dank der App für iOS und Android-Betriebssysteme haben Raucher ihren Entwöhnungskurs immer griffbereit. Die Knappschaft ist ein Träger der gesetzlichen Krankenversicherung. Die App steht ausschließlich für Versicherte der Krankenkasse kostenlos zur Verfügung.

 

Wie die Gesundheit profitiert

Diejenigen, die das Rauchen aufgeben, steigern nicht nur ihre Lebenserwartung. Sie tragen auch maßgeblich zu ihrem allgemeinen Wohlbefinden bei und das ab dem ersten rauchfreien Tag. Bereits nach rund acht Stunden ist in der Blutbahn wieder mehr Platz für Sauerstoff, weil sich das Kohlenmonoxid verflüchtigt hat. Der gesamte Organismus wird besser versorgt. Sowohl Körpertemperatur als auch Herzschlagfrequenz normalisieren sich und nach etwa 24 Stunden sinkt das Herzinfarktrisiko. Auch die Atmung sowie Geschmacks- und Geruchssinn verbessern sich nach wenigen Tagen. Weitere Meilensteine nach dem Rauchstopp:

  • Das Risiko für Herzkranzgefäßerkrankungen ist nach einem Jahr etwa 50 Prozent geringer.
  • Das Herzinfarktrisiko sinkt nach etwa zwei Jahren auf Normalniveau.
  • Nach rund zehn Jahren entspricht das Lungenkrebsrisiko dem von Nichtrauchern.