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Grußworte
Montag, 28.12.2020 - 12:30 Uhr

Grußwort zum Jahreswechsel der Stadt Sehnde

Sehndes Bürgermeister Olaf Kruse.Aufn.:

SEHNDE

Liebe Sehnder*innen,

 

das Jahr 2020 hat mit der COVID-19-Pandemie die gesamte Menschheit, teilweise schicksalhaft, geprägt. Auch für uns in Sehnde war es ein Jahr voller einschneidender Veränderungen mit Einschränkungen sowohl im gesellschaftlichen als auch im wirtschaftlichen Leben. Ein Jahr voller Sorgen und Unsicherheiten und ein Jahr mit reduzierten persönlichen Kontakten.

 

In diesem Grußwort möchte ich dem Thema Pandemie bewusst möglichst wenig Raum geben. Was haben wir dennoch geschafft? Was haben wir erlebt und was sind unsere Wünsche und Pläne für 2021?

 

In Sehnde wird und wurde wieder viel gebaut: Neu gebaut, angebaut, saniert, renoviert und für die Zukunft geplant. So unterschiedlich wie die Maßnahmen an sich, sind auch die Gründe dafür. Sehnde wächst und die Bedarfe steigen: Raumnot, Brandschäden, Sanierungsbedürftigkeit, neue Vorschriften für die Sicherheit in Gebäuden ...

 

Jahrelang hatte sich die Kooperative Gesamtschule (KGS) mit "Container"-Lösungen arrangieren müssen. Der Sporthallenbrand sorgte ungewollt für Baugrund, aber auch für die Möglichkeit umzusteuern. Eine Freude für Schüler*innen und Lehrkräfte, für alle Beteiligte und für ganz Sehnde, dass im Juli 2020 der Erweiterungsbau eingeweiht werden konnte. Dabei ist es gelungen, den Zeitplan einzuhalten und den Kostenplan sogar zu unterschreiten. Das neue Gebäude ist innen und außen nicht nur sehenswert, sondern auch ein wundervoller Ort zum Lernen geworden.

 

Wenn der Bau der dringend notwendigen neuen Sporthallen an der Chausseestraße gut läuft werden wir Anfang 2022 deren Einweihung feiern. Der Zeitplan für den aktuell kostenintensivsten und sehnlich erwarteten Sporthallenneubau ist momentan ca. einen Monat in Verzug.

 

Die Übergangslösung für die Kindertagesstätte Ladeholzstraße und die Erweiterung der Grundschule Höver wurden umgesetzt. Auch die Sanierung des Forums in der KGS und die Erweiterung der Kindertagesstätte Hugo-Remmert-Straße gehen voran.    

 

Hinzu kommen eine ganze Reihe von Sanierungen in den städtischen Einrichtungen, Dorfentwicklungsmaßnahmen, Bushaltestellen, die weitere Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, Straßenbau und Straßenunterhaltung.

 

In vielen Bereichen sind Prozesse in den vergangenen Monaten deutlich beschleunigt und verändert worden. Auch in der Stadtverwaltung mussten einige Abläufe ganz neu geregelt werden. Das Rathaus war verschlossen aber nicht geschlossen und Service und Daseinsvorsorge für die Sehnder*innen hatten Priorität. Eine Vielzahl von Dienstleistungen können wir aufgrund fehlender Strukturen auf Bundes- und Landesebene noch nicht digitalisieren. In einigen Bereichen der Stadtverwaltung ist der persönliche Kontakt unverändert wichtig und auch notwendig - Kinder können nicht digital und durch Glaswände betreut werden. Mit der Online-Terminvergabe für das Bürgerbüro, dem Online-Bewerberverfahren, einem elektronischen Rechnungsworkflow, einem Newsletter für Bauinteressierte wurden digitale Angebote schneller als ursprünglich geplant umgesetzt.

 

Auch die Themen Klimaschutz, Umwelt, Mobilität und Freizeit wurden im vergangenen Jahr neu betrachtet und einem Wandel unterzogen. In Sehnde sind wir dank gezielter Personalaufstockung im Bereich Umweltschutz, besonderer Projekte wie GutKlima und vielen ehrenamtlich Unterstützenden bereits gut aufgestellt. Die Arbeit für unseren Baumbestand, den Insektenschutz, verschiedenste Aktionen zum Thema Mobilität und Nachhaltigkeit (z. B. eine verbesserte Taktung und Versorgung im ÖPNV), sind einige schöne Beispiele. Wir allein können den Klimawandel und die globalen Ursachen nicht stoppen, aber wir können und sollten Vorbild sein, Verhaltensweisen überdenken, aufklären, Maßnahmen einleiten, Infrastruktur anpassen und Sehnde auch für kommende Generationen l(i)ebenswert erhalten und zu entwickeln.

 

Sehnde wächst und die Nachfrage nach Bauland und Gewerbeflächen ist groß. In den vergangenen Jahren haben wir einen deutlichen Wandel hin zum Ort für Leben und wohnortnahem Arbeiten vollzogen. Auch wenn die vergangenen Monate nicht für alle Sehnder Unternehmen den gewünschten Erfolg gebracht haben und die Herausforderungen bis zur Existenzfrage gingen, so ist doch der Großteil der Betriebe gut durch die Krise gekommen und sieht zuversichtlich in die Zukunft. Der Trend zum flexiblen Arbeiten wird sich vermutlich weiterentwickeln. Die Netzversorgung und der Glasfaserausbau sind hier wichtige infrastrukturelle Maßnahmen für die Zukunft. Die in Sehnde ansässigen Unternehmen sichern nicht nur einen Großteil der städtischen Einnahmen, sie sind ebenso ein wichtiger Standortfaktor für wohnortnahe Arbeitsplätze. Hier wollen wir auch zukünftig die Netzwerke und direkten Kontakte pflegen, Entwicklungen steuern und die Vorteile einer kleinen Kommune - kurze Wege und breite Zuständigkeiten - nutzen.  

 

Gern würde ich nun auf den kommenden Neujahrsempfang hinweisen und Sie herzlich dazu einladen. Tatsächlich ist uns aber bereits jetzt bewusst, dass eine Veranstaltung dieses Formates im Januar noch nicht möglich sein wird. Wir haben uns etwas anderes einfallen lassen, um mit Ihnen die Ereignisse des Jahres Revue passieren zu lassen. Daher halte ich mich mit den Inhalten in diesem Grußwort bewusst kurz und vertröste Sie auf den Januar 2021 - lassen Sie sich überraschen.

 

Wir alle haben ein Jahr der Extreme erlebt, ein Jahr voller Unsicherheit, Sorgen und fehlender Nähe auf der einen, aber auch ein Jahr voller Ideenreichtum, Nächstenliebe und Besinnung auf der anderen Seite. Ich danke Ihnen für das Durchhalten, das Mitmachen, Ihr Verständnis und Ihren Einsatz für das große gemeinschaftliche Ziel - den Schutz der Mitmenschen und das Eindämmen der Pandemie.  

 

"Fang nie an aufzuhören, hör nie auf anzufangen!" - mit dem Zitat von Cicero beende ich dieses Grußwort und wünsche Ihnen und Ihren Familien von Herzen Gesundheit und Wohlergehen.

 

Alles Gute für das Jahr 2021!

 

Ihr Bürgermeister

Olaf Kruse